Fußball-BundesligaAugsburg siegt in Düsseldorf, Nürnberg punktet glücklich
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1. FC Nürnberg - Hamburger SV

Artjoms Rudnevs (vorne) vom Hamburger SV im Zweikampf mit dem Nürnberger Timothy Chandler

Artjoms Rudnevs (vorne) vom Hamburger SV im Zweikampf mit dem Nürnberger Timothy Chandler  |  © Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

1. FC Nürnberg - Hamburger SV 1:1 (0:0)

Tomas Pekhart hat das neue Trainerduo des 1. FC Nürnberg vor einem Fehlstart bewahrt. Im ersten Spiel unter Michael Wiesinger und Armin Reutershahn erzielte der Tscheche den Ausgleichstreffer für die Franken zum 1:1 (0:0) gegen den Hamburger SV. Damit hielt der Club den komfortablen Acht-Punkte-Vorsprung zu den Abstiegsplätzen der Fußball-Bundesliga aufrecht. Der HSV (25), der sich eigentlich Richtung Europacup-Plätze orientieren wollte, kommt durch die Punkteteilung in der Tabelle auch nicht groß voran.

Vor 42.601 Zuschauern im Nürnberger WM-Stadion war der HSV durch Artjoms Rudnevs in der 70. Minute in Führung gegangen. Für den Letten war es der siebte Saisontreffer. Doch nur fünf Minuten später erzielte Pekhart für die Gastgeber noch den Ausgleich. Die beiden Tore gehörten zu den wenigen Höhepunkten in einem schwachen Bundesliga-Spiel. Torchancen hatten Seltenheitswert, stattdessen prägten viele Fehlpässe und Zweikämpfe lange das Bild.

Die Aufstellung von Wiesinger und Reutershahn, die zu Weihnachten die Nachfolge des zum VfL Wolfsburg abgewanderten Dieter Hecking angetreten hatten, wies gleich einige Überraschungen auf. So mussten die beiden Kreativköpfe Hiroshi Kiyotake, mit drei Toren und fünf Vorlagen einer der Hinrunden-Gewinner, sowie Markus Feulner zunächst auf der Bank Platz nehmen. Dafür durfte unter anderem der Slowake Robert Mak von Beginn an auflaufen.

Und es waren gerade einmal 60 Sekunden gespielt, da sorgte Mak bereits für die erste gute Offensivaktion der Franken. Der 21-Jährige setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und ließ anschließend Hamburgs Innenverteidiger Michael Mancienne alt aussehen. Sein Schuss aus spitzem Winkel strich aber knapp am Tor von HSV-Torwart Rene Adler vorbei.

Die Torchance von Mak sollte aber für lange Zeit der letzte Höhepunkt bleiben. Durchdachte Aktionen waren kaum mehr zu sehen. Dabei waren die Hamburger zunächst auf die Sicherung des eigenen Tores bedacht. Kein Wunder, schließlich gab es vor der Winterpause nur einen Punkt aus den letzten vier Auswärtspartien. Bei dem Unterfangen konnte Mancienne aber früh nicht mehr mitwirken. Eine Sprunggelenksverletzung zwang den Engländer zur Aufgabe, für ihn kam Jeffrey Bruma ins Spiel.

Die Hamburger Offensive fand in der ersten Halbzeit kaum statt. Die Stars Rafael van der Vaart, der in den letzten vier Hinrunden-Spielen gefehlt hatte, und Heung-Min Son wussten sich kaum in Szene zu setzen. Stattdessen kam der Club noch einmal zu einer Gelegenheit. Nach Freistoß von Mak köpfte Hanno Balitsch den Ball aber über das Tor (37.). Die größte Chance im ersten Durchgang besaß aber erneut Mak, der kurz vor der Pause nach Pass von Balitsch den Ball freistehend vor Adler neben das Tor setzte (43.). Dennis Diekmeier hatte den ersten Hamburger Torschuss abgegeben (41.).

Nach der Pause wurde der HSV aktiver und kam auch zu den ersten Torchancen. Nach Flanke von Per Ciljan Skjelbred köpfte Artjoms Rudnevs den Ball allerdings in guter Position über das Tor (57.). Sieben Minuten später war es Marcell Jansen, der mit einem 18-Meter-Schuss das Ziel knapp verfehlte (64.). Und kurz darauf wäre FCN-Verteidiger Javier Pinola bei einer missglückten Rettungsaktion fast ein Eigentor unterlaufen. Sein Kopfball ins Toraus streifte noch den Außenpfosten. So war das Führungstor durch Rudnevs fast folgerichtig. Doch der Club hatte eine schnelle Antwort parat, als Pekhart aus fünf Metern traf.

1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler (65. Feulner), Simons, Klose, Pinola - Balitsch, Cohen - Mak (68. Frantz), Gebhart, Esswein (76. Kiyotake) - Pekhart

Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne (14. Bruma), Westermann, Jansen - Badelj - Arslan (38. Skelbred), Aogo - van der Vaart - Son, Rudnevs

Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)

Zuschauer: 42.601

Tore: 0:1 Rudnevs (70.), 1:1 Pekhart (75.)

Gelbe Karten: Cohen (1), Frantz (2) / Arslan (6), Diekmeier (4), Jansen (4)

Beste Spieler: Schäfer / Rudnevs 

Leserkommentare
  1. auswärts bei Werder gewonnen.5 Tore fünf Torschützen, die Joker trafen auch noch....
    FCB zu Hause geegn den Tabellenletzten eine entäuschneder Sieg und alle Tore von einem Spieler....
    Alleine dieser FAkt läßt den großen Unterschied erkennen..
    Bayer siegt in ähnlicher weise....
    Ja, die Bayern scheinen verunsichert, Hoeneß hat das Talent die Arbeit der Trainer mit seiner "Alphtierneurose" "weltmeisterlich" zu untergraben......

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    In München schrillen die Alarmglocken, man könnte taub dabei werden! Nur drei Punkte. Das ganze auch noch ohne Tiki Taka, sondern recht glanzlos. Nur noch 12 Punkte Vorsprung. KRISE!!! Hoeneß wieder mal mit hochrotem Kopf. Danke, für Ihre Besorgnis. Ihre Fachkenntnis ist immer wieder auf's Neue zutiefst beeindruckend!

    Kapitän Philipp Lahm (29): „Wir müssen jetzt aufhören über Personalien zu reden, die im Sommer passieren. Das hilft unserem Trainer nicht, das hilft unserem zukünftigen Trainer nicht – und der Mannschaft hilft es sowieso nicht.“ Zitat aus Bild
    ohne worte....

  2. Da Mag der Wunsch Vater der Gedanken sein, vor allem, wenn der Horizont nicht über Dortmund hinausreicht.
    Es war kein rauschender, aber ungefährdeter Sieg mit fast 80% Ballbesitz und knapp 20 Ecken, 2:0 Toren (ja, hätten mehr sein können/müssen)
    Aber das Torverhältnis der Bayern ist so deutlich, dass sie nun wirklich nicht jedes Spiel mit 5-6 Toren gestalten müssen!
    Anders der BVB, da muss angegriffen werden auf Platz 2!
    Träumen Sie weiter von Hoeneß und seiner Alphatierneurose
    und pflegen dabei die eigenen .-)

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    Und auch über den Reviertellerand hinaus sollte man erkennen das es zwar schoen ist als BayernFan wenn man Siege einfaehrt nur das man auch anerkennen sollte wie diese erreicht wurden. Nur so entwickelt man sich weiter.

    Sonst kommen spaeter wieder Phrasen like " Mia ham gnauso gspiult wie imma warum tun mia nicht mehr gewinnen"

    Sie persönlich angegriffen zu haben.... das steht mir auch fern, weil ich Sie nicht kenne.
    Trotzdem stimmen die Fakten.... aus meiner "Übersicht". smile

  3. Der Spaßfaktor für die Zuschauer lag an diesem Wochenende eindeutig bei den beiden Spielen Schalke- Hannover und Bremen-BVB - danke dafür !
    Beim FCB habe ich den Eindruck, dass die etablierten Spieler schon gehörig Muffensausen haben vor dem angekündigten neuen Trainer ;)

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  4. In München schrillen die Alarmglocken, man könnte taub dabei werden! Nur drei Punkte. Das ganze auch noch ohne Tiki Taka, sondern recht glanzlos. Nur noch 12 Punkte Vorsprung. KRISE!!! Hoeneß wieder mal mit hochrotem Kopf. Danke, für Ihre Besorgnis. Ihre Fachkenntnis ist immer wieder auf's Neue zutiefst beeindruckend!

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "BVB überzeugend"
  5. Und auch über den Reviertellerand hinaus sollte man erkennen das es zwar schoen ist als BayernFan wenn man Siege einfaehrt nur das man auch anerkennen sollte wie diese erreicht wurden. Nur so entwickelt man sich weiter.

    Sonst kommen spaeter wieder Phrasen like " Mia ham gnauso gspiult wie imma warum tun mia nicht mehr gewinnen"

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    ... kann übgrignes heute schon besser Bayerisch also Sie. Soviel zum Thema "Entwicklungspotenzial"!

    Wegen dieser vielen glanzlosen Siege haben die Bayern auch ein Torverhältnis von 46:7 und kein einziges Spiel ohne Tor bisher?
    Genauso müssen wir uns ja immer wieder über die schlechte Abwehr der Bayern Gedanken machen. Immerhin 7 Gegentreffer, im Vergleich : der BVB hat nur 20!
    Aber das liegt bestimmt daran, dass der BVB mit Weidenfeller auch den besseren Torwart zur stärkeren Abwehr besitzt?
    Hach ja, was schielen wir armen Bayern Fans neidisch nach Dortmund!

    Diese Saison muss Ihnen echte Schmerzen verursachen?
    Vielleicht sollten sie doch mal mehr die Realität statt nur der Zeit erfassen?

    die die Bayern glanzlos gewonnen
    während der BVB glanzvoll unentschieden gespielt oder verloren hat?

  6. ... kann übgrignes heute schon besser Bayerisch also Sie. Soviel zum Thema "Entwicklungspotenzial"!

    2 Leserempfehlungen
  7. .... die Tippfehler in Nr. 6 sind übrigens ebensolche. Nur, bevor ein borussischer Oberlehrer wieder in altbewährter Pickelhauben-Manier den Bayern Deutsch-Schwächen vorwirft. Übrigens, werter Herr ZeitErfassung: Der Inhalt Ihres gänzlich gescheiterten Bayerischversuches erschließt sich mir selbst nach mehrfachem Lesen noch nicht. Falls den denn geben sollte.

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  8. Wegen dieser vielen glanzlosen Siege haben die Bayern auch ein Torverhältnis von 46:7 und kein einziges Spiel ohne Tor bisher?
    Genauso müssen wir uns ja immer wieder über die schlechte Abwehr der Bayern Gedanken machen. Immerhin 7 Gegentreffer, im Vergleich : der BVB hat nur 20!
    Aber das liegt bestimmt daran, dass der BVB mit Weidenfeller auch den besseren Torwart zur stärkeren Abwehr besitzt?
    Hach ja, was schielen wir armen Bayern Fans neidisch nach Dortmund!

    Diese Saison muss Ihnen echte Schmerzen verursachen?
    Vielleicht sollten sie doch mal mehr die Realität statt nur der Zeit erfassen?

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    ...das mein Kommentar anders gemeint ist als Sie ihn aufgefasst haben. Mann mann mann und vorher von Tellerrand sprechen und selbst auf einem kleinen Unterteller kommentieren :|

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