Fußball-Bundesliga : Augsburg siegt in Düsseldorf, Nürnberg punktet glücklich
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VfL Wolfsburg – VfB Stuttgart


VfL Wolfsburg – VfB Stuttgart 2:0 (0:0)

Mittelfeldstar Diego und Alexander Madlung haben Dieter Hecking einen erfolgreichen Einstand als Trainer des VfL Wolfsburg beschert. Mit dem Sieg gegen den VfB Stuttgart konnten sich die Wolfsburger von den Abstiegsrängen absetzen. Im ersten Spiel unter Heckings Verantwortung schossen Diego (51. Minute) mit seinem fünften Saisontor und Madlung (67.), der erstmals in dieser Saison von Beginn an spielte, den sechsten Heimsieg in Folge gegen die Schwaben heraus.

Nach 18 Spielen hat Wolfsburg vor dem Niedersachsen-Derby am kommenden Wochenende bei Hannover 96 nun neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang 16. Der VfB kassierte dagegen einen Dämpfer im Rennen um die erneute Europapokal-Qualifikation.

Beide Teams erspielten sich erst nach der Pause nennenswerte Torchancen. In der ersten Halbzeit hatten die nur 24.125 Zuschauer bei Minusgraden wenig Gelegenheit, sich am Spiel zu erwärmen. Die Schwaben wirkten zunächst frischer, ohne offensiv zu glänzen. Erst nach gut zehn Minuten setzte Wolfsburg die Vorgaben ihres neuen Trainers – kompakt stehen und dominant spielen – ansatzweise um. Bei den Stuttgartern blieb Shinji Okazaki als einzige Spitze in Abwesenheit des gelbgesperrten Vedad Ibisevic danach wirkungslos.

Wolfsburg war in der Folge das spielbestimmende Team, offenbarte von Hecking neu ausgerichtet jedoch noch zahlreiche Abstimmungsprobleme. Erschreckend viele Fehlpässe lähmten das Offensivspiel des VfL merklich. Auch der 7,5 Millionen Euro teure Neuzugang Ivan Perisic von Borussia Dortmund blieb auf der rechten Seite schwach. Die einzige richtige Chance vor der Pause hatten die Gäste durch einen Weitschuss des früheren Wolfsburgers Christian Gentner, bei dem sich VfL-Schlussmann Diego Benaglio ziemlich strecken musste (43.).

Zur Pause reagierte Hecking auf das harmlose Angriffsspiel seines neuen Teams und brachte den in der Vorbereitung verletzten Angreifer Bas Dost. Der mit sieben Toren bislang erfolgreichste Wolfsburger kam für den enttäuschenden Ricardo Rodriguez, der erstmals seit dem 20. Oktober wieder von Beginn an spielen durfte.

Zur Führung bedurfte es jedoch einer Einzelleistung Diegos, der in Ermangelung ernsthafter Stuttgarter Abwehrversuche durch die gesamte VfB-Hälfte laufen und aus 22 Metern einschießen konnte. Dabei sah allerdings auch Stuttgarts Keeper Sven Ulreich unglücklich aus. Knapp eine Viertelstunde später hatte Ulreich keine Chance, als der solide spielende Madlung einen von Diego ausgeführten Freistoß ins Tor köpfte. Bis zum Spielende passierte in der niveauarmen Begegnung kaum noch etwas. Die erwartete Schlussoffensive Stuttgarts blieb aus.

VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Madlung, Kjaer, Schäfer - Träsch (68. Hasebe), Polak - Perisic (75. Kahlenberg), Diego, Rodriguez (46. Dost) - Olic

VfB Stuttgart: Ulreich - Rüdiger, Tasci, Niedermeier, Molinaro - Gentner, Kuzmanovic (76. Holzhauser) - Harnik, Hajnal (67. Didavi), Traoré (85. Benyamina) - Okazaki

Schiedsrichter: Brych (München)

Zuschauer: 24.125 Tore: 1:0 Diego (51.), 2:0 Madlung (67.)

Gelbe Karten: - / Niedermeier (3), Rüdiger (1)

Beste Spieler: Madlung, Diego / Rüdiger, Harnik

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