Handball-WMDeutsche Handballer ziehen ins WM-Viertelfinale ein

Mit einem 28:23 gegen Mazedonien haben Deutschlands Handballer das Viertelfinale der Handball-WM erreicht. Schon werden sie als Geheimfavorit auf den Titel gehandelt.

Der deutsche Handballer Stefan Kneer beim Sprungwurf im WM-Spiel gegen Mazedonien

Der deutsche Handballer Stefan Kneer beim Sprungwurf im WM-Spiel gegen Mazedonien  |  ©Fabian Stratenschulte/dpa

Die deutschen Handballer stehen im Viertelfinale der WM in Spanien. Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger gewann in Barcelona sein Achtelfinale gegen Mazedonien deutlich mit 28:23 (13:9). Die deutsche Mannschaft spielt ihr Viertelfinale am Mittwoch in Saragossa. Den Gegner ermitteln an diesem Montag Gastgeber Spanien und der EM-Zweite Serbien.

Vor 8.200 Zuschauern im Palau Sant Jordi warf Stefan Kneer mit fünf Treffern die meisten Tore für die DHB-Auswahl, die am Freitag durch einen überraschenden 32:30-Erfolg gegen Titelverteidiger Frankreich Erster der Vorrundengruppe A geworden war. Nach diesen Erfolgen gilt das neu formierte deutsche Team plötzlich als Mitfavorit.

Anzeige

Im Stil einer routinierten Mannschaft startete die DHB-Auswahl in die Partie gegen Mazedonien. Das Team um Kapitän Oliver Roggisch war von der ersten Minute an Herr der Lage. Der Abwehrchef eröffnete mit einem Steel und dem anschließenden Konter den Torreigen. Danach enteilte der EM-Siebte gar auf 4:0.

Gute Abwehr, starker Keeper

Insbesondere die Abwehr war einmal mehr Garant dafür, dass die Mazedonier nicht ihr Angriffsspiel aufziehen konnten. Roggisch und Co. verhinderten schnellfüßig und flexibel alle Kombinationsansätze des EM-Fünften, dessen Rekord-Torjäger Lazarov in der ersten Halbzeit nur sporadisch zum Zuge kam. Und wenn doch mal ein Wurf der Mazedonier aufs deutsche Tor kam, verhinderte Schlussmann Silvio Heinevetter mit teils spektakulären Paraden einen Erfolg. Der Berliner meisterte in den ersten 30 Minuten 52 Prozent aller gegnerischen Torwürfe.

Mit Geduld und Spielwitz agierte das Team in der Offensive. Beim 8:3 (17.) führte die DHB-Auswahl auch dank zahlreicher Konter mit fünf Toren. Dabei verkraftete die deutsche Mannschaft auch den Ausfall von Rückraumspieler Sven-Sören Christophersen, der nach einem Zusammenprall mit lädiertem Knie vom Platz musste. Dennoch erspielte sich der EM-Siebte einen 11:5-Vorsprung (23.) und ging mit einer 13:9-Führung in die Kabine.

Nach dem 17:11 (37.) geriet das deutsche Angriffsspiel bedrohlich ins Stocken. Mazedonien nutzte die Schwächephase rigoros aus und verkürzte Tor um Tor. Erst beim 18:16 (43.) löste Heinevetter mit einem gehaltenen Konter wieder die Verkrampfungen. Die Mannschaft um Spielmacher Haaß behielt die Nerven, zog auf 21:16 (47.) davon und gewann verdient.
 

Zur Startseite
 
Leserkommentare
    • F Holm
    • 20. Januar 2013 22:46 Uhr

    Als Mitfavorit kann man die deutsche Mannschaft nach der mittelpraechtigen Leistung gegen Mazedonien nicht sehen. Das Spiel gegen Frankreich war eine Hoechstleistung der deutschen in welcher fast alles passte.
    Gegen Mazedonien spuerte man die Nervoesitaet der Deutschen. Die 1. und 2. Welle wurde wenig konsequent gespielt, immer wieder das Tempo verschleppt und das Angriffsspiel nicht so druckvoll gestaltet wie bei der sehr starken Leistung gegen Frankreich.
    Ich glaube nicht, dass die deutsche Mannschaft schon so gefestigt ist, dass Sie die Frankreich Leistung konstant bringen kann. Aber nur mit solchen Leistungen hat man gegen Spanien oder Kroatien ein Chance. Daenemark waere in einem momentnen direkten Vergleich aber in 8 von 10 Spielen ueberlegen.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Man sollte auf dem Teppich bleiben. man kann aber auch konstatieren, dass dei Erwartungen mit dem EInzug ins Viertelfinale bereits übertroffen wurden. Also egal wie es gegen Serbien/Spanien ausgeht, die Nationalmanschaft kann mit einem Positiverlebnis nach Hause fahren, wdas ich dem kader nicht zugetraut hatte.

    • Besorgt
    • 20. Januar 2013 23:16 Uhr

    Gutes Spiel, Deutschland. Aber musste der Torwart bloederweise die Mazedonier "Schweinebande" in den Medien nennen? Das ist sehr schaedlich fuer Deutschland und voellig unverdient fuer die Nation, die uns Mutter Teresa schenkte... Dieser Borsche hat Deutschland offensichtlich nicht gern... Schade. Schade. Er soll sich gefaellichst entschuldigen, um den Fleck von allen Deutschen zu loeschen.

  1. Steel=Stahl, steal=stehlen.
    Wenn man nicht richtig Englisch kann, einfach Deutsch schreiben. Is doch auch ok.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Was ist denn Ihrer Meinung nach der deutsche Begriff für Steal? Ballgewinn trifft es einfach nicht präzise. Steal ist einfach ein Fachterminus u.a. im Handball und Basketball.
    Sollte man zwar trotzdem auch richtig schreiben, aber das reflexartige Verweisen auf die deutsche Sprache ist hier einfach fehl am Platz.

    Und ja, ich weiß, irgendwer wird jetzt eine obskure Übersetzung finden, die sich aus offenscihtlichen Gründen niemals durchsetzen wird, also.. sparen wir's uns.

  2. Nun, immerhin liegen das E und das A auf der gleichen Seite der Tastatur, und ein autumatisches Lexikon tut auch nicht immer den Dienst, den man von ihm erwartet.

    Doch: einfach mal deutsch schreiben....das hilft manchmal ungemein!

  3. Man sollte auf dem Teppich bleiben. man kann aber auch konstatieren, dass dei Erwartungen mit dem EInzug ins Viertelfinale bereits übertroffen wurden. Also egal wie es gegen Serbien/Spanien ausgeht, die Nationalmanschaft kann mit einem Positiverlebnis nach Hause fahren, wdas ich dem kader nicht zugetraut hatte.

    Antwort auf "aufm Teppich bleiben"
  4. als man Ihnnen zugetraut hat.

    Natürlich wird es im Viertelfinale jetzt richtig schwer, aber chancemlos sind Sie nicht, wenn Sie ähnlich konzenriert spielen wie gegen Frankreich.

    Wie auch immer das Viertelfinale ausgeht können Sie in jedem Fall erhobenen Hauptes nach Deutschland zurückkehren, allein weil Sie einen der Favoriten auf den Titel, nämlich Frankreich in der Vorrunde geschlagen haben

  5. 7. .....

    Was ist denn Ihrer Meinung nach der deutsche Begriff für Steal? Ballgewinn trifft es einfach nicht präzise. Steal ist einfach ein Fachterminus u.a. im Handball und Basketball.
    Sollte man zwar trotzdem auch richtig schreiben, aber das reflexartige Verweisen auf die deutsche Sprache ist hier einfach fehl am Platz.

    Und ja, ich weiß, irgendwer wird jetzt eine obskure Übersetzung finden, die sich aus offenscihtlichen Gründen niemals durchsetzen wird, also.. sparen wir's uns.

    Antwort auf "@author"
    • Supi
    • 21. Januar 2013 14:33 Uhr

    sind die Deutschen so gut wie seit Jahren nicht mehr. Und das ohne echte Weltstars, dafür mit einem sehr breiten Kader - ist fast egal wer spielt. Das macht es den Gegnern durchaus schwer.
    Und die Fehler der letzten Jahre sind naheu ausgemerzt.

    Macht Spaß!

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service