Bundesliga-VorschauKein Herz für Heynckes
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Hoffenheim-Fans rasten aus

Worüber werden nach dem Spieltag alle reden?

Vielleicht ja über die Fans der TSG Hoffenheim, wenn sie wieder so eine crazy Aktion starten, wie zum Ende der Hinrunde. Man muss ja dazu sagen, dass es der Hoffenheim-Fan an sich nicht leicht hat. Nicht nur, weil er einem Klub huldigt, der zu jeder Jahreszeit einen neuen Trainer auf die Bank setzt und dessen Torwart das einzige Solarium des Landkreises dauerbelegt. Auch was die Street Credibility angeht, haben es die Mädchen und Jungs aus dem Kraichgau in der nationalen Fanszene nicht leicht. Haben? Nein, hatten! Denn nun muss die TSG 10.000 Euro Strafe an den DFB zahlen, weil ihre Fans im Spiel gegen Bremen im Dezember mal so richtig die Sau raus ließen. Damals musste sogar das Spiel für zwei Minuten unterbrochen werden. So etwas beeindruckt deutschlandweit selbst die hartgesottensten Fußballrüpel. Und wenn die Hoffenheimer ihre Papierschlangen-Randale auch fleißig weiter üben, werden sie ähnlich viel Renommee haben wie diese griechischen Basketball-Fans.

Was machen die Frauen?

Die gehen pleite. Der FCR Duisburg, im Jahr 2000 immerhin Deutscher Meister und seit Gründung der Frauenfußball-Bundesliga 1993 siebenmal Vize-Meister, wird einen Insolvenzantrag stellen müssen. Den Duisburgerinnen droht der Zwangsabstieg. Eine Nachricht, die man in der Woche, in der die Bundesliga einen Trainer verpflichtete, dessen Jahresgehalt wohl dem Etat aller Frauenbundesligisten entspricht, einfach mal so stehen lassen muss.

Was ist sonst noch wichtig?

Der Politiker Norbert Lammert ist ein lustiger Mann. "Noch länger als im Bundestag bin ich Mitglied beim VfL Bochum – mich erschüttert nichts", sagte er einmal. Und weil er als Bundestagspräsident zugleich zweithöchster Mann im Staate ist, hat auch Angela Merkel manchmal ein wenig Angst vor ihm. Nicht nur sie. Vor ein paar Tagen gab er der Welt ein Interview, in dem er die erstaunlichen Summen kritisierte, die die öffentlich-rechtlichen TV-Sender für Sportrechte zahlten. "Im Ergebnis trägt der Gebührenzahler zur Finanzierung von Traumgehältern bei. Das muss sich dringend ändern", sagte er. Tatsächlich sollen ARD und ZDF von der kommenden Saison an etwa 180 Millionen Euro dafür bezahlen, Bundesliga und Champions League in unsere Wohnzimmer zu liefern. Herein kommt das Geld über die neue Zwangsabgabe, landen wird es am Ende wohl vor allem auf den Girokonten der Bundesligastars. Heribert Bruchhagen, streitbarer Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt, echauffierte sich natürlich. Die Fußballer seien Künstler und unterhalten ein Millionenpublikum. Andrea Berg oder Howard Carpendale verdienten dank ARD und ZDF ja auch nicht so schlecht. Denen das Gehalt zu kürzen, dagegen wird sicher auch niemand was haben.

Welches ist das Zitat der Woche der Woche?

@dietmarhamann if you wanna have it out publicly. Am here all day mate. Not having idiots like you talking like u actually have a clue!
(@ dietmarhamann wenn du es öffentlich austragen willst. Ich bin hier den ganzen Tag Kumpel. Idioten, die so reden wie du, haben keine Ahnung!)

Unter der Woche lieferten sich der ehemalige deutsche Nationalspieler Dietmar Hamann und der englische Profi Joey Barton eine wahre Twitterschlacht. Barton warf Hamann Drogenmissbrauch und Unprofessionalität vor. Der wehrte sich. Der Daily Telegraph hat den Streit dokumentiert. Mittlerweile hat sich Joey Barton bei Dietmar Hamann entschuldigt.

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Leserkommentare
  1. geleckt, welches ihm der FC Bayern geboten hatte (zugegeben, etwas verkürzt dargestellt, aber sein Berufsabend hätte sich auch unangenehmer gestalten können). Natürlich ist dies eine Situation, die viel Feingefühl erfordert. Aber Fakt ist nun einmal, dass Heynckes ursprünglich auch nur einen Vertrag bis Sommer 2013 wollte und der FC Bayern alleine schon deswegen nach Anschlusslösungen suchen musste. Dass sich eine solche Gelegenheit ergab, war zum Zeitpunkt des Heynckes-Engagements nicht abzusehen. An sich ist doch die Situation sogar sehr glücklich, weil sich alles fügt, ohne dass jemand sein Gesicht verlieren muss.
    Aber unstrittig ist für mich, dass der FC Bayern alles dafür tun muss, dass eben nicht der Eindruck eines Langzeit-Platzhalters entsteht.

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  2. Es ist nicht zu fassen, wie da schon wieder an Opferlegenden gestrickt wird. Nach dem bewährten Motto: "Eiskalte Bayern. Typisch!". Zu Ihrer Erinnerung: Jupp Heynckes wollte schon vor der Saison seine Karriere beenden und hat nochmals ein Jahr drangehängt. Nur ein verantwortungsloser Clubpräsident hätte sich nicht nach einem neuen Coach umgesehen. Heynckes war in alle Vorgänge um Guardiola stets eingeweiht.

    Abgesehen von fachlichen Argumenten, die für die Verpflichtung von Guardiola sprechen, tut der FC Bayern deutlich spürbar alles, um Heynckes einen verdienten und würdigen Abschied zu bereiten. Sicher wissen Sie auch, dass Heynckes und Hoeneß bestens befreundet sind. Gehen Sie also mal davon aus (wie Hans Meyer sagen würde), dass der Umgang dementsprechend ist. Beispielsweise wurde heute die Vorstellung von Guardiola abgeblasen. Rummenigge hat gestern eindeutig betont, dass die Mannschaft u. a. für Heynckes die Meisterschaft holen soll und auch vor der Presse nochmals seine Verdienste hervorgehoben. Er hat auch das Angebot, weiter im Verein mitzuarbeiten. Heynckes genießt im Club und bei den Fans weiter höchstes Ansehen.

    Vor diesem Hintergrund ist allein schon Ihre Überschrift vollkommen daneben! (Und soll wohl nur vorhersehbare Kommentare provozieren.)

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  3. 3. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Danke, die Redaktion/jp

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  4. Typisch Hoeneß - der respektiert niemanden. Und wenn es mit dem großen Namen wieder schief geht, erinnert er sich an jene, die das Debakel (wieder) zu kitten in der Lage waren.

    Hoeneß vergisst einen wichtigen Leitsatz: "Never touch a working system". Und das System Heynkes arbeitet verdammt gut.

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  5. Schön, dass sich in diesen Tagen eines ausufernden "Pepismus" noch jemand an Jupp Heynckes (Don Jupp) erinnert. Dieser Anti-Daum oder Anti-Matthäus, der es niemals für nötig befand, in einer Pseudo-Autobiographie verbreiten zu lassen, was für ein famoser Kerl er doch sei, hat diese Erwähnung verdient. Schließlich feierte er bereits Erfolge als Trainer in Spanien, als der Übungsleiter-Wunderwuzzi Guardiola dort noch Nachwuchskicker war.
    Mit Heynckes geht einer, der noch ein Stückchen von Uwes Seele in sich trägt. (Klingt pathetisch, ist aber so.) Und was wurde eigentlich aus dem Lautsprecher Christoph Daum? Oder wer hört bei "Lodda" Matthäus noch hin?
    Die Liga hat Heynckes viel zu verdanken: Sowohl dem fairen Spieler wie auch dem gradlinigen und seriösen Trainer. Dafür gebührt ihm Respekt! Trotz allem "Pepismus".

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    ... in Frankfurt nach, was Heynckes hier so angerichtet hat, dieser famose, gradlinige, seriöse Kerl.

  6. Im Sommer wurde noch spekuliret, ob angesichts der "Misserfogls-Saison" des FC Bayern nicht Heynckes dringend abgelöst werden müsste.
    Erinnert Ihr Euch noch dran? Da haben ihm Hoeneß, Rummenigge und Co., die Stange gehalten.
    Und jetzt wo es gut läuft (da Heynckes schon seit Jahrzehnten ein guter Trainer ist, der halt leider in der Außendarstellung nicht aus seiner Haut kann), fürchtet man, dass er vergessen worden sein könnte?

    Nie und nimmer. Es dürfte keinen Trainer geben, der bei der Führungsetage der Bayern mehr Vertrauen und Zuneigung genießt.

    Lustig wird's falls er in deiser Saison das Triple schaffen würde - dann möchte ich nicht in Guardiola's Haut stecken ...

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  7. ... in Frankfurt nach, was Heynckes hier so angerichtet hat, dieser famose, gradlinige, seriöse Kerl.

    3 Leserempfehlungen
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    Interessanter Einwurf. Ich wusste gar nicht, dass Heynckes so dermaßen unstet war. Wenn man sich seiner Trainerkarriere anschaut (http://de.wikipedia.org/w...), merkt man eigentlich, dass der Erfolg niemals nur Trainer abhängig ist. Außer guten Trainingsmethoden, muss auch die Chemie stimmen UND das "Arbeitsmaterial" (der Kader) muss zu der Methode passen.

    Von Heynkces auf Pep ist ein sehr radikaler, meines Erachtens auch positiver Einschnitt. Klinsmann hat es damals nicht geschafft, bin sehr gespannt wie das mit dem Pep wird.

  8. 8. na ja

    nun muss man nicht wegen heynckes weinen. der hat ein fürstliches gehalt, hat im vergangenen jahr gar nichts geholt, weil statisches spiel stupide vorgetragen wurde und kann sicher nach diesem jahr überall in der bl trainer werden.

    von undank oder so einem quark kann also keine rede sein.

    wollen wir hoffen, dass wenn es dieses jahr ernst wird, der jupp mehr auf dem kasten hat. die generalprobe gegen dortmund hat erst mal wieder gezeigt, er ist noch im stadium einfallslos. dazu gehören noch ein paar andere partien.

    aber dotmund ist deshalab ein gradmesser, weil kloppo manschaften lesen kann und bayern abermals keine rätsel aufgab, in bewährter tradition hat er jupps konzept in die tasche gesteckt.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Herz | Bundesliga | Dietmar Hamann | Fußball | Pep Guardiola | 1. FC Nürnberg
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