Jürgen Klopp"Dass wir so erfolgreich waren, hat beim FC Bayern die Sinne geschärft"
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"Natürlich hätte ich gerne Falcao"

Frage: Aber würde es Sie nicht reizen, ähnlich wie Kollege Heynckes bei Transfers mehr aus dem Vollen schöpfen zu können?

Klopp: Natürlich hätte ich gern Falcao, aber der ist nicht zu bezahlen. Wir sind ständig dabei, unseren Kader zu perfektionieren. Aber an der generellen Herangehensweise wird sich bei uns über Jahre hinaus nichts ändern. Weil es für uns sinnvoller und freudvoller ist, zu beobachten, wie 19-Jährige Double-Sieger werden. Das kommt nicht so häufig vor.

Frage: Immerhin ist es dem BVB gelungen, die Verträge mit zwei weiteren Leistungsträgern zu verlängern. Wie wichtig sind Sven Bender und Neven Subotic für den BVB?

Klopp: Überragend wichtig. Ich freue mich total, dass wir so attraktiv sind, dass sich solche Jungs die Zukunft hier vorstellen können. Spieler wie Götze, Reus, Hummels, Blaszczykowski, Gündogan, Subotic und Bender sind für die ganze Welt interessant, entscheiden sich dennoch bewusst für uns. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei den Summen, die ausländische Clubs über die Ladentheke schieben. Jedes Mal, wenn einer dieser Kerle bei uns verlängert, ist das für mich wie ein zweiter Geburtstag.

Frage: Manche Trainer schwören auf mehr Fluktuation im Kader. Sehen Sie bei aller Freude über die vielen Vertragsverlängerungen keine Gefahr, dass nach jahrelanger Zusammenarbeit der Zauber verloren geht?

Klopp: Im Fußball wird das ab und zu so gesehen. Aber wenn man über den Tellerrand schaut, sieht man, dass große europäische Teams – das wir noch nicht sind – in ihrer Zusammensetzung häufig stabil bleiben. Außerdem gibt es für unsere Jungs keine zwanzig Alternativen. Es ist nicht so, dass jeder Verein dieses Umfeld, dieses Stadion bietet. Mit dem man Meister werden oder den Pokal gewinnen kann. Oder auf lange Sicht vielleicht auch mal einen internationalen Titel gewinnen könnte. Der so verlässlich ist. Mit diesem Pfund kann man wuchern.

Frage: Bei Robert Lewandowski scheint das jedoch nicht zu fruchten. Befürchten Sie, dass er den Verein im Sommer verlässt?

Klopp: Das kann ich nicht einschätzen. Robert ist ein fantastischer Spieler. Würden wir eine Umfrage unter allen internationalen Spitzenclubs starten, welchen Spieler hättest du gern, würde zügig der Name Lewandowski fallen. Wer großartige Spieler zur Verfügung hat, muss damit leben, dass auch andere das erkennen und Angebote unterbreiten.

Frage: Muss der BVB in diesem Fall alle Reserven ausschöpfen?

Klopp: Wir würden auch nicht mit Erdnüssen auf ihn werfen und ihn anständig bezahlen. Aber in diesem Fall geht es auch darum, wo ein Spieler leben, was er gesehen haben möchte. Das muss man respektieren. Manchmal trennt man sich. Sobald es für mich irgendwelche Zeichen gibt, dass es nicht weitergeht, werden wir uns intensiv damit beschäftigen. Das ist im Moment nicht der Fall.

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Leserkommentare
  1. Viel mehr, denke ich, gibt es nicht zu sagen.

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  2. Ich denke der BVB ist Spitzenreiter beim erfolgreichen Wirtschaften unter den Topclubs der Bundesliga. Bei den Transfers hat der BVB über 7 Millionen eingenommen, während Bayern sich Platz 1 mit fast 70 Millionen teuer erkauft hat.

    http://www.transfermarkt....

    Dazu hat der BVB eine so fantastisches Jahr hinter sich, dass die Marktwerte von z.B. Lewandowski, Reuss und Götze explodiert sind (+ 18 Millionen / + 13 Millionen / + 12 Millionen).

    Rein finanziell hat Dortmund Großes geleistet. Der Kader ist jung, wertvoll und ausbaufähig. Die Stimmung top und die Aussicht sehr gut. Für einen Club, der vor der Pleite stand ist das sensationell!

    Wenn jetzt noch bei der Champions League was gerissen wird, kann man auch Spieler wie Lewandowski halten.

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    Ich glaube, da macht in Deutschland den Bayern niemand was vor. Die Bayern haben keinen reichen Sponsor, der ihnen die Portokasse gefüllt hat, das haben sie schon selbst über Jahrzehnte erwirtschaftet.

    Vielleicht können Sie mir erklären, wie der "transfermarkt" die Marktwerte berechnet? Bisher war es immer so, dass der Spieler immer das "wert" war, was man durch einen Verkauf erlösen konnte. Diese "Hätte-ich-gerne-Zahlen" tauchen bestimmt nicht in der Dortmunder Bilanz auf.

    Mit den Verkäufen in der letzten Saison lassen sich auch ein Stück weit der gute Umsatz und der hohe Gewinn erklären. Man kann an diesen Zahlen erkennen, das die Einahmenstruktur des Vereins noch nicht so nachhaltig ist wie die anderer Vereine.

    Noch eine Frage, besitzt der BvB eigentlich noch sämtliche Vermarktungsrechte?

  3. Erstes Testspiel gerade als Livestream:
    http://live.meinbvb.de/

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  4. 17 Spieltage sind noch lange und auch der FCB kann Sachen "verstolpern".

    Ein paar mal unentschieden Spilen, während der BVB mit Dusel noch gewinnt und die Meisterschaft sieht wieder anders aus.

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  5. Ich glaube, da macht in Deutschland den Bayern niemand was vor. Die Bayern haben keinen reichen Sponsor, der ihnen die Portokasse gefüllt hat, das haben sie schon selbst über Jahrzehnte erwirtschaftet.

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    • Hainuo
    • 08. Januar 2013 18:52 Uhr

    Das glaube ich kaum :-) Auch der Uli kocht nur mit Wasser.

    • cb81
    • 08. Januar 2013 21:41 Uhr

    Na ja..die Telekom zahlt 10 Milionen im Jahr. Uli Hoeness hat sicher Beeindruckendes geleistet wie z.B. ein sehr gewinnbringendes Merchandising etc, aber es ist schon aller Ehren wert, was die Herren Klopp, Zorc und Watzke aus einem Verein gemacht haben, der schon am Boden schien.

    • Hainuo
    • 08. Januar 2013 18:52 Uhr

    Das glaube ich kaum :-) Auch der Uli kocht nur mit Wasser.

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    ...aber ohne große Mäzenen - das wollte ich mit "reichem Sponsor" ausdrücekn

    • 15thMD
    • 08. Januar 2013 19:35 Uhr
    8. Hier.

    Gibts hier auf ZEIT Online (von der letzten Saision glaube ich). Einfach mal suchen oder die Redaktion befragen, die Helfen bestimmt gerne weiter.

    Antwort auf "Statistik"

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