FußballUefa verteilt EM 2020 auf 13 Städte

Der größte Teil der ersten international ausgetragenen Fußball-EM soll in zwölf Ländern laufen. Finale und Halbfinale allerdings finden an einem Ort statt.

Die Europameisterschaft 2020 wird in 13 Städten über den Kontinent verteilt stattfinden. Das bestätigte die Europäische Fußball-Union Uefa nach einer Sitzung des Exekutivkomitees.

In zwölf Gastgeberländern werde es ein Stadion geben, in dem jeweils drei Vorrundenspiele und eine Partie der K.o.-Runde ausgerichtet werden. Beide Halbfinals und das Endspiel werden in einem 13. Land gespielt.

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Bis September 2013 müssen die Bewerbungen eingereicht werden, ein Jahr später erfolgt die Vergabe. Die Uefa hatte im Dezember entschieden, die EM erstmals an mehr als ein oder zwei Länder zu vergeben.

Die Türkei sei seine bevorzugte Wahl für den Abschluss des Turniers, sagte Uefa-Präsident Michel Platini: "Soweit es mich betrifft, ja. Aber für die anderen Mitglieder weiß ich es nicht", sagte der Franzose. Allerdings sei eine Bewerbung indiskutabel, sollte Istanbul im Herbst für die Olympischen Sommerspiele 2020 ausgewählt werden.

Deutschland könnte sich für Vorrunde bewerben

Bis diesen September muss auch der DFB seine Bewerberstädte für die Europameisterschaft benennen – dabei begrenzt sich die Wahl der Stadien durch die von der Uefa geforderten Mindestkapazitäten. Die Finalarena muss Platz für 70.000 Zuschauer bieten, weshalb in Deutschland nach derzeitigem Stand nur das Berliner Olympiastadion infrage käme. Für die Gruppenspiele ist eine Kapazität von 50.000 Plätzen verlangt. Somit könnten die Partien unter anderen in Berlin, München, Dortmund, Stuttgart, Hamburg oder Gelsenkirchen stattfinden.

Bei der Frage, ob der DFB sich für die Vorrunde oder die Finals bewerben wolle, hatte Verbandspräsident Wolfgang Niersbach diese Woche "zu einer Bewerbung für die Vorrunde" tendiert, "weil wir dann zwei sichere Heimspiele hätten". Darüber wolle er aber noch mit Bundestrainer Joachim Löw und Nationalteammanager Oliver Bierhoff reden, sagte Niersbach. Nach der Entscheidung der Uefa gab es vom DFB keine Reaktion.

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Leserkommentare
  1. Was für eine sinnlose Idee! Das ganze wird für die Verbände und die Presse unnötig teuer und den Fans wird ein Stück Emotion verloren gehen...

    Reformen sind ja schön und gut, aber dann bitte auch sinnvolle. Diese Idee ist absoluter Blödsinn und wird hoffentlich bald verworfen!

    Mit freundlichen Grüßen, der minzig Frische.

    6 Leserempfehlungen
    • dachsus
    • 25. Januar 2013 18:25 Uhr

    ... ist eineschöne Gelegenheit für ein Land sich zu präsentieren. Ich fand in der Vergangenheit die Aufteiltung auf 2 Länder schon Falsch. Und jetzt wird dieser "Mist" noch potenziert. Solche Großereignisse Leben auch von der Atmosphäre ddie der Gastgeber bietet. (auch wenn dabei manchmal Vuvuzelas rauskommen...)
    Falsch Richtung !
    Und nur ein weiterer Schritt in Richtung Komerzialisierung.

    5 Leserempfehlungen
    • Hehehe4
    • 25. Januar 2013 18:33 Uhr

    Ich finds auch schwachsinnig, zu mal es für die Spieler noch belastender ist als ohne hin schon! Außerdem kann es passieren, dass sie gar nicht richtig ins Turnier reinfinden, weil sie alle zwei Tage das Quartier wechseln müssen... Und dann gibt's eben keinen Zauber -Fußball mehr.
    Es werden auch weniger Fans sein , da wohl kaum jemand bereit ist, alle fünf Tage ein Flugticket zu bezahlen....
    Es wird ein Turnier ohne Emotionen :( !
    Schade drum...

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    3 Leserempfehlungen
  2. so kann man nicht nur von einem, sondern gleich von 13 Länder Schmiergeld kassieren.

    Herr Blatter, bitte unbedingt kopieren! Helau!

    Eine Leserempfehlung
  3. Ich werde die Angelegenheit bewerten, wenn das Finale im Jahr 2020 gespielt wurde. Dann lässt sich wahrscheinlich besser beurteilen, wie sich das neue Konzept auf die Stimmung der Fans, Spielfreude und Leistungsfähigkeit der Spieler auswirkt hat.

    Aus finanzieller Sicht ist dieser Modus sicherlich günstiger, als wenn ein oder zwei Länder Milliarden ausgeben, um Stadien und Infrastruktur auf hochglanz zu polieren.

    Und ob die UEFA auf diese Weise mehr verdient, muss sich auch erst noch zeigen.

    Ich mag die Idee! Sie hat eine Chance verdient. Ggf kann man ja den Modus wieder ändern...

    2 Leserempfehlungen
    • lib-dem
    • 25. Januar 2013 20:43 Uhr

    Warum nicht?
    Warum nicht einmal kleineren Ländern die Möglichkeit geben, sich für das Turnier zu bewerben, ohne ein Partnerland mit ins Boot nehmen zu müssen?
    Zumal die EM nun mit 24 Teams gespielt werden wird, was eine Menge Logistik für einzelne Länder bedeutet und damit größere Länder bei der Vergabe automatisch bevorteilt.

    Und das Gerede von der Belastung der Spieler:
    Die fliegen eh zu ihren Spielen! Und in Europa sind die Wege dann nicht so weit, wenn sein Hotel gut wählt.

    Schaun mer mal wie es läuft.
    Und dann kann man hinterher immer noch Kritik üben.

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    sondern ein Final Four mit verlängerter Qualifikation.

    Und Heimvorteil für die großen Länder in der Quali

    • Infamia
    • 26. Januar 2013 11:58 Uhr

    Hat man sich in der Vergangenheit darüber aufgeregt, dass EM`s und WM´s milliardenschwere Infrastrukturprogramme erfordern, die dann oft in Stadien resultieren, die nach so einem Großereignis kaum noch genutzt werden, regt man sich jetzt auf, wenn die UEFA eine Idee ins Leben ruft, die Ländern diese teurern Infrastrukturprogramme ersparen. Egal wie, irgendjemand regt sich halt immer auf. Aber egal.

    Ich finde die Idee hat seine Fürs und Widers. Das Argument, die Stimmung leide, zieht nur bedingt. Letztlich reduzierte sich diese Stimmung aufs Austragungsland, die Zuschauerländer mussten sich schon ihre eigene Stimmung machen. Im Prinzip ändert sich also für die meisten Länder nichts. Denn es gab immer viele Zuschauerländer und ein, bzw. zwei Aaustragungsländer. Jetzt gibt es halt dreizehn Austragungsländer, von denen jedes ein wenig mehr Stimmung abbekommt, als würde es nur ein oder zwei Austragungsländer geben. Ich als Fernsehzuschauer merke davon so gut wie gar nichts. Ob eine EM nun in Spanien komplett ausgetragen wird oder zukünftig etwas in Spanien und etwas in anderen Ländern und davon ist ein Land auch noch meines, verlieren kann ich da eigentlich nicht.

    Fakt ist, es werden immense Kosten gespart. Und in Zeiten, wo wir ständig über Verschuldung lamentieren, sollten wir offen dieser Idee gegenüberstehen. Sie spart viel Geld. Und was das für Spieler bedeutet, die Einkommensmillionäre sind, ist mir eigentlich egal.

  4. ... einfach nur langweilig.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, zz
  • Schlagworte DFB | Joachim Löw | Wolfgang Niersbach | Oliver Bierhoff | Bewerbung | Bundestrainer
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