Vendée GlobeDas härteste Duell, das es vor Kap Hoorn je gab
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Wird der Rekord fallen?

Dafür liefern sich Gabart und Le Cléac'h an der Spitze ein Match-Race, wie man es in der Nonstop-Weltumsegelung auf diesen Breitengraden noch nicht gesehen hat. Der Abstand zwischen den beiden Spitzenseglern war über mehr als 10.000 Seemeilen hinweg nie größer als 50 Seemeilen. Beide segelten teilweise in Sichtweite. Für eine gemeinsame Weihnachtsfeier aber nahmen sich die Rivalen bei ihrer Hatz um den Globus trotzdem keine Zeit. Das Meer führte Regie bei den Feierlichkeiten und Rasmus, der Gott des Windes, präsentierte ihnen sein schönstes Geschenk: 25 Knoten Wind!

In einem Zeitraum von vier Tagen wechselten sich die beiden Franzosen danach gleich viermal an der Spitze ab. Immer wenn man denkt, einer von beiden könnte ein Break schaffen, kämpft sich der andere wieder heran und sogar vorbei. Ein derart langes Duell auf solch kurzen Distanzen hat es in der Vendée-Globe-Geschichte noch nie gegeben. Das sorgt bei den beiden für Druck und Anspannung, aber sie pushen sich auch gegenseitig bis ins Grenzenlose.

Die segelnde High-Speed-Gruppe ist inzwischen weit auseinandergerissen. Nach dem Indischen Ozean und dem Pazifik trennen die beiden Ersten vom Letzten, dem Italiener Alessandro Di Benedetto, 5.150 Seemeilen. Der Brite Alex Thomson auf Platz Vier kann sich mit einem Rückstand von 790 Seemeilen zwar noch Hoffnung auf einen Podiumsplatz machen, doch schon der auf Platz Fünf liegende Franzose Jean Le Cam liegt mit rund 2.000 Seemeilen Rückstand auf das führende Duett aussichtslos zurück.

Eine weitere spannende Frage des Rennens: Wird der Rekord von Michel Desjoyeaux, der das Rennen während der letzten Kampagne 2008/2009 in gut 84 Tagen hinter sich brachte, fallen? Momentan haben Gabart und Le Cléac’h gut drei Tage Vorsprung auf die Bestzeit. "François verfügt über eine Weiterentwicklung des Segels, das ich vor vier Jahren hatte. Dieses Segel läuft hervorragend bei 120 Grad Wind von 35 bis 40 Knoten Stärke", sagt der bisherige Rekordhalter Michel Desjoyeaux, der Mentor François Gabarts. Windgeschwindigkeiten, bei denen die meisten Segler ihre Tücher wegpacken.

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Leserkommentare
  1. ... nicht nur für Segelfans: http://www.vendeeglobe.org/en/. Im Bericht wird allerdings nicht thematisiert, dass die beiden Führenden neue Hightech-Konstruktionen haben und das Boot von dem Letzten, Alessandro di Benedetto eine über 10 Jahre alte Konstruktion ohne beweglichen Kiel ist. Jeder, der nicht die neueste Generation der Open 60-er segelt, hat keine Chance. Wäre etwa so, als ob bei einem Formel 1-Rennen ein VW-Käfer mitfährt ;-).
    Ich wünsche allen Teilnehmern sichere Heimkehr! Bei der Vendée Globe ist auch Ankommen ein Sieg!

    2 Leserempfehlungen
    • Zooey
    • 03. Januar 2013 16:58 Uhr

    ...live verfolgen, wie Gabart den Felsen umschiffte - dichter Nebel.
    Die Durchschnittsmenge der ankommenden Yachten liegt bei 50% - damit ist die aktuelle Version der Vendee noch deutlich im grünen Bereich.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Amsterdam | Antarktis | Kap Hoorn | Südamerika
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