Wer spielt wann gegen wen?

Borussia Dortmund – Hamburger SV
Borussia M'gladbach – Bayer 04 Leverkusen
VfB Stuttgart – Werder Bremen
Hannover 96 – Hoffenheim
SpVgg Greuther Fürth – VfL Wolfsburg
Eintracht Frankfurt – 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr)
Bayern München – FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr)
FC Augsburg – 1. FSV Mainz 05 (Sonntag, 15.30 Uhr)
SC Freiburg – Fortuna Düsseldorf (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Bayern gegen Schalke. Is klar, oder? Wenn Sie in den vergangenen Jahren mit halbem Auge die emotionalsten Momente der Bundesliga verfolgt haben, müsste es Klick machen: Meister der Herzen und so. 2001 waren die Münchner so herzlich und gewannen die Meisterschaft erst in den letzten Sekunden des letzten Spiels und ließen den Schalkern den trostlosesten Trostpreis der Bundesligageschichte. Oliver Kahn vollführte nach den letzten Sekunden des letzten Spiels einen Eckfahnentanz. Manuel Neuer, damals zarte fünfzehn Jahre alt, stand im alten Parkstadion und fühlte sein Herz zerbrechen. Acht Jahre später rächte er sich. 2009, beim bis heute letzten Sieg der Schalker in München, schnappte sich Neuer, der damals noch in Schalke-Bettwäsche schlief, die Eckfahne und imitierte Kahn. Der Titan als Zuschauer, Neuer, all die anderen Bayernstars und vier Eckfahnen sind an diesem Samstagabend auch wieder dabei. Häme auch.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

In Mainz, Düsseldorf oder Köln rückt Fußball an diesem Wochenende ausnahmsweise an Platz zwei der Gegenwartsbewältigungsrituale. Es ist Karneval. Daran haben auch die Spieltagsplaner der Liga gedacht und allen drei Karnevalshochburgsteams ganz nüchtern Auswärtsspiele zugeteilt. Gut möglich nämlich, dass sonst komplette Landstriche in eine Art Dauerdelirium verfielen, wenn sich zum üblichen Alaafe und Helaue auch noch ein jecker Heimsieg gesellt. Einer aber wird weder mitspielen noch mitfeiern: Prinz Poldi. In den vergangenen Jahren bewarf Lukas Podolski beim Rosenmontagszug die Kölner hinterrücks mit Kamelle. In diesem Jahr hat er Karnevalsverbot. Sein neuer Verein FC Arsenal wies die persönliche Einladung des Kölner Festkomitees zurück. Es sei nicht möglich, Spieler von den Trainingseinheiten zu befreien, hieß es mit einer stiff upper lip aus London. Dabei, liebe Arsenalisten, kann Fußball und Karneval doch perfekt zusammenpassen.



Wer steht im Blickpunkt?

Robert Lewandowski und seine "Spekulationsblase". Sie waberte durch Tweets, über Stammtische, Bushaltestellen, die Boulevard-Presse und Fußballversteher-Blogs. Welche Aufregung! Lewandowski geht zu den Bayern, hieß es schnell überall, bevor feststand, dass gar nichts feststand. Woher das Gerücht kam, weiß keiner so recht. In Dortmund werden sie sich über diese Blase still und heimlich amüsiert haben. Artverwandte Blasen gab es bereits um die Spieler Hummels, Götze und Reus. Beim BVB gibt man sich deswegen gelassen. Zwar werden die Dortmunder ahnen, dass sie den Polen nicht über den Sommer 2014 hinaus halten werden können. Am Ende aber können sie selbst entscheiden, wo die Reise ihres Torjägers hingeht. Und den Verein wird es sicherlich freuen, wenn Lewandowski seine Tore lieber in Italien, England oder Spanien schießt, als beim direkten Ligakonkurrenten. Aber auch das ist nur ein Gerücht.