BundesligaHarnik beendet die Stuttgarter Negativserie

Stuttgart siegt und trübt die Hoffnungen Hoffenheims, Nürnberg gleicht gegen Hannover in letzter Minute aus. Alle Spielberichte des 22. Spieltags

1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart 0:1 (0:1)

Dank Martin Harnik hat der VfB Stuttgart seine Negativserie ausgerechnet im Derby bei der TSG 1899 Hoffenheim beendet. Nach zuletzt fünf Niederlagen hintereinander erzielte der österreichische Torjäger bereits in der 3. Minute das Tor des Tages. Durch den erneuten Rückschlag vor 28.750 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena steckt Hoffenheim auf dem Relegationsplatz fest.

Stuttgart vergrößerte den Abstand auf die Abstiegszone auf beruhigende zwölf Punkte, bei 1899 verschärft sich die Situation vor dem anstehenden Duell im Kampf um den Klassenverbleib am kommenden Samstag beim Tabellensiebzehnten FC Augsburg hingegen weiter.

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Schon nach 145 Sekunden war die Hoffenheimer Hoffnung auf den ersten Liga-Heimsieg gegen den schwäbischen Rivalen erst einmal wieder dahin. Eingeleitet von einem öffnenden Pass von Harnik setzte sich Ibrahima Traoré auf der linken Außenbahn gegen Andreas Beck durch und flankte maßgenau in die Mitte. Da sich Hoffenheims Linksverteidiger Fabian Johnson dort ein wenig konfus nach innen orientierte, drückte der völlig freistehende Harnik den Ball per Kopf zur frühen Führung unter die Latte.

Auch nach dem 46. Gegentor dieser Saison machten die Gäste ihrem Ruf als Schießbude der Liga alle Ehre. Bis zum eigenen Strafraum ließen sie die Stuttgarter ungestört kombinieren, sowohl die Schüsse von Traoré (8.) und Vedad Ibišević (13.) strichen knapp am Tor von Heurelho Gomes vorbei. Der VfB agierte deutlich zielstrebiger, nutzte die angebotenen Lücken aus.

Hoffenheim mussten neben den Dauerverletzten Sebastian Rudy, Sejad Salihović und Sven Schipplock auch auf Neuzugang Luis Advincula (nach Autounfall) und den gesperrten Roberto Firmino verzichten. Nach seiner Pöbelei und Geldstrafe bei einer Karnevalsparty saß zudem Tobias Weis bis zu seiner Einwechslung in der 54. Minute nur auf der Bank.

Obwohl 1899-Trainer Marco Kurz erstmals auf Joselu und den weiter torlosen Neuzugang Igor de Camargo gemeinsam im Angriff setzte, sorgte der Zwei-Mann-Sturm nur für wenig Gefahr. Der Schuss von Joselu (38.), der leicht abgefälscht nur um wenige Zentimeter den linken Pfosten verfehlte, blieb die einzige nennenswerte Hoffenheimer Gelegenheit der ersten Halbzeit. "Wir sind schlecht in die Partie gestartet, das macht das Spiel viel schwieriger für uns", meinte Rudy.

Hoffenheim kam deutlich schwungvoller aus der Kabine, einen gefährlichen Freistoß von Kevin Volland (50.) konnte VfB-Keeper Sven Ulreich nur mit größter Mühe entschärfen. Obwohl auch den Stuttgartern die Unsicherheit angesichts der jüngsten Misserfolgsserie zeitweise anzumerken, ließ sich die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia nicht aus dem Konzept bringen. Der stark aufspielende Traore zwang Gomes nach 54 Minuten zu einer Parade.

Auf der anderen Seite scheiterte Joselu (64.) im Eins-gegen-Eins an Ulreich, der auch noch gegen Eren Derdiyok (90.) und Joselu (90.+2) rettete. Hoffenheim drängte in der Schlussphase mit wütenden Angriffen auf den Ausgleich, blieb aber vor dem gegnerischen Tor erschreckend harmlos.

1899 Hoffenheim: Heurelho Gomes - Beck, Abraham, Delpierre, Johnson - Williams (54. Weis), Polanski (81. Grifo) - Volland, Usami - de Camargo (54. Derdiyok), Joselu

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka - Kvist, Gentner - Harnik (90.+2 Rüdiger), Holzhauser (83. Molinaro), Traoré (87. Okazaki) - Ibišević

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

Zuschauer: 28.750

Tor: 0:1 Harnik (3.)

Gelbe Karten: Volland (3), Williams (7) / Boka (3), Harnik (3), Okazaki (3), Rüdiger (3), Traoré (4)

Beste Spieler: Volland, Delpierre / Holzhauser, Harnik, Ulreich

Leserkommentare
  1. Karten fordern tut sonst nie ein Trainer, Manager oder Spieler in der Liga.
    Machen Sie sich nicht lächerlich...

    7 Leserempfehlungen
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    • Hainuo
    • 16. Februar 2013 1:46 Uhr

    Ich habe das ungute Gefühl, dass die Liga wieder so sterbenslangweilig wird, wie unter Hitzfelds Bayern damals. Ich hoffe ja immernoch auf einen großen Flopp vom Herrn Guardiola. Oder irgendwelches Theater. Die Bayern sind dieses Jahr so unglaublich dominant, ruhig und, ja, irgendwie verhältnismäßig bescheiden. Es bleibt abzuwarten, wie sie dieses Mal mit Erfolg umgehen. Hoffen wir für die Spannung, dass er ihnen zu Kopf steigt.

    Chapeau Bayern, eine unglaubliche Saison...

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    • lxththf
    • 16. Februar 2013 5:08 Uhr

    wenn eingekauft und verkauft wird und viele Spieler sitzen. Wenn Robben, Ribery, Müller, Gustavo, Shaqiri, Kroos, Martinez und Schweinsteiger fit sind und nur 4 -5 von den genannten spielen können, dann wird es in der nächsten Saison krachen, zumal, wenn noch der ein oder andere Hochkaräter kommen soll. Tymoshchuk lasse ich mal komplett aussen vor.
    Am meisten nervt aber gerade, dass kein Tag vergeht an dem man nicht mindestens einmal liest "Lewandowski mit Bayern in verbindung gebracht". Wen interessiert das und was hat das mit dem Spiel zu tun. Alle haben sich geäussert. München, der Spieler und Dortmund und alle haben klar gesagt, dass vor der nächsten Saison nichts zu vermelden ist. Also bitte, bitte lasst den Schmarrn

    "Ich habe das ungute Gefühl, dass die Liga wieder so sterbenslangweilig wird, wie unter Hitzfelds Bayern"
    -----------------
    Warum "unter Hitzfelds Bayern"? Müssten da nicht die Trainer von Dortmund, Schalke, Leverkusen, HSV und Bremen genannt werden? Es lag doch nicht an "Hitzfelds Bayern", dass von den Konkurrenten nur heiße Luft kam!?

  2. Ein guter Trainer sollte nie für seine Mannschaft sein und auch wenn es mal nicht so läuft eher passiv bleiben. Joachim Löw ist da ein geeignetes Vorbild würde ich sagen. Sie auch? Oder zählen Sie da eher zu den Leuten die ihm Passivität vorwerfen – etwa gegen Italien bei der letzten EM?

    Warum das jetzt schlecht für Ihre Kinder sein soll müssten Sie allerdings nochmal erläutern. Der Klopp wird da doch weder handgreiflich noch ausfällig (nehme ich jetzt mal an. Wenn er es würde bliebe ja immer noch doe Möglichkeit ihn auf die Tribüne zu verfrachten...), sondern scheint da nur sehr deutlich seine Sicht der Dinge klarzulegen. Was ist daran jetzt falsch? Und warum sollten Ihre Kinder das nicht tun?

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    Antwort auf "Armselig"
  3. Tja,
    ob 30 Mio. oder nicht, der diskutierte Transfer verwundert mich, denn die Spieler der Bayern sind doch angeblich alle Weltklasse, auf Augenhöhe mit Barca.(kicher)
    Bin gespannt, welcher Weltklasse -Spieler dann von Pep in den Weltklasse-Ar.... getreten bekommt.
    Ich ahne, der FC Hollywood wird uns wieder unterhalten, wenn zwischen dem Weltklasse-Pep, dem Weltklasse-Motzki, dem Weltklasse-Präsi und dem Weltklasse-Kalle die Weltklasse-Fetzen fliegen.

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  4. .... die höchsten Kosten pro Punkt
    ..... die höchsten Kosten pro Tor, bezogen auf Transfersumme und Gehälter der Spieler....
    .... die teuerste Mannschaft, bezogen auf die Einkaufssummen
    .... die teurerste Mannschaft, bezogen auf die Spielergehälter
    .... den teuersten Spieler der Welt, bezogen auf Robben und seine Einsatzzeiten
    ... der vereinsinterne Rekord bezogen auf Nichttitelgewinne
    .... die längste Serie nicht gewonnener Spiele bezogen auf den BVB
    ....bei der höchsten Anzahl von Trainerwechseln bin ich mir nicht sicher....
    gibt bestimmt noch mehr Punkte bei denen der FCB in dieser Saison Rekorde hält...(sponsorengelder?)
    also alles mal schön relativieren und auf dem Boden bleiben.....

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    • lxththf
    • 16. Februar 2013 17:58 Uhr

    so sehr fehlt mir da ein bissel die Relation. Beckenbauer und co haben ja damals auch nicht gerade für ein belegtes Butterbrot gespielt :) Am Ende ist der Beweis erbracht, dass Geld eben doch Tore schießt. City englischer Meister, Chelsea CL Sieger, Bayern in dieser Saison Meister, Paris in Frankreich und in Barcelona bezahlt man wohl auch nicht mit Eiern und Tomaten.

    • creo2.0
    • 16. Februar 2013 18:12 Uhr

    Sonst noch was. Man muß gar nichts relativieren! Bayerns Saison ist bis zu diesem Punkt das Beste was eine Mannschaft in der Bundesliga bis jetzt gespielt hat, statistisch gesehen.

    Ihr ganzes relativieren ist nur der verzweifelte Versuch Bayern klein zu reden. Gestehen Sie es sich ein: Dortmund hat mit dem Feuer gespielt und nu verbrennt man sich halt! 15 bzw. 18 Punkte nachdem Frankfurt heute die Krise des BVB einleutet(das war jetzt Spaß, Spiel wird aber schwer)sprechen eine deutliche Sprache!
    Davon ab ist beim BVB wahrscheinlich ein Punkt auch so teuer wie noch nie zuvor...
    Bayern wird auch nächstes Jahr nicht nachlassen! Die haben Blut geleckt!!

    • bayert
    • 16. Februar 2013 18:17 Uhr

    wenn beim FCB alles so teuer ist, wie kommt dann der Gewinn zustande?

  5. ...und zwar in Reus - als Fußballer. Er liebt Fußball, er hat Spaß und er spielt zauberhaft! Das ist so schön, wenn er aufdreht und Fußball SPIELT, dass ich nicht anders kann, als mich mit zu freuen und auch Spaß zu haben.
    Alleine schon die Bocksprünge von ihm und Götze lässt mich darauf hoffen, dass sie Tore schießen, um zu sehen wie sehr die sich freuen können!

    Und ich mag BVB auch, weil sie alle wie Kinder sind und weil man es deutlich sieht wie sehr die sich mögen und weil sie uns zeigen was das heißt ein Team zu sein und Spaß am Sport zu haben. Denen gönne ich einfach ALLES! Und deswegen bin ich ein großer Fan von BVB.

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  6. Überragender Mann auf dem Platz: Der Spieler mit der Nr. 31 in Rot. Nur mal so nebenbei. Alle Experten in- und außerhalb dieses Mediums obigen Lehrsatz bis morgen hundertmal abschreiben!

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    gestern hat nur Basti mitgespielt oder....der einzige ! Schweinsteiger.... ;-))

    Sie können sich ja freuen bitte bitte. Nur seien sie auch ehrlich. Ich saß gestern umringt von Bayernfans die eher froh waren 1:0 in Führung zu gehen wegen individueller klasse. Was also haben sie gesehen?

    schweinsteiger habe gestern kaum gesehen es muss etwas heißen dass sie das so hervorheben.

    Der bvb hingegen spielt immer gleich konstant auch wenn die Ergebnisse anders aussehen dass macht eine Spitzenmannschaft aus.

  7. "Der FC Bayern ist der Verein mit den meisten Fans."

    Das sollte man relativieren, die meisten Fans ja, aber bezogen auf Titel doch eher weniger als andere BL Vereine...

    Es lässt sich gut Fan sein, bei einer erfolgreichen Mannschaft, da machen es sich manche Fans sehr einfach!

    Schauen Sie sich dagegen die Fans bei zum Beispiel von Schalke an, die bleiben Fans, auch wenn die Mannschaft, wie zurzeit mal wieder in der BL im Mittelfeld (noch, es kann ja noch schlimmer kommen...) spielt.
    Und ein guter Fan darf und muss kritisch sein, denn er hält zu dem Verein(nicht immer zu dem Trainer oder bestimmten Spielern, Managern und Präsidenten.

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