Bundesliga-RückschauDieser Spieltag wurde Ihnen präsentiert von der Wettmafia

Der Meister verliert gegen den HSV, es gibt ein Schultertor und slapstickhafte Abwehrfehler – an diesem Wochenende hat die Wettmafia besonders frech manipuliert. von 

Dortmunds Kapitän Sebastian Kehl

Dortmunds Kapitän Sebastian Kehl  |  © Patrick Stollarz/AFP/Getty Images

Wer spielte wie gegen wen?

Borussia Dortmund – Hamburger SV 1:4 (1:2)
Eintracht Frankfurt – 1. FC Nürnberg 0:0 (0:0)
VfB Stuttgart – Werder Bremen 1:4 (0:1)
Hannover 96 – TSG Hoffenheim 1:0 (1:0)
Greuther Fürth – VfL Wolfsburg 0:1 (0:1)
Borussia M'gladbach – Bayer Leverkusen 3:3 (1:0)
FC Bayern München – Schalke 04 4:0 (2:0)
FC Augsburg – 1. FSV Mainz 05 1:1 (0:1)
SC Freiburg – Fortuna Düsseldorf 1:0 (0:0)

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Alle, denn wir müssen alle ganz genau hinschauen, damit diese (Süß-)Sauereien endlich ein Ende haben. Europol hatte in dieser Woche noch gewarnt, aus Trotz manipulierte Asiens Wettmafia an diesem Bundesliga-Spieltag besonders schamlos rum. Allein die Ergebnisse: Dortmund verliert 1:4 gegen den HSV, schon klar! (Was gleichzeitig bedeutet, dass der HSV in Dortmund gewinnt, eigentlich eine doppelt freche Wette!) Gladbach und Leverkusen spielen 3:3, helau! Und Schalke 04 verliert natürlich genau 0:4, diese asiatischen GlücksScherzkekse! Doch das war noch längst nicht alles. ZEIT ONLINE hat beim Asia-Imbiss ums Eck ein hochsensibles Dokument unter dem dicken Bauch der Winkekatze hervorgezogen. Darauf: die exotischsten Wettangebote, die – Europol hingeschaut! – an diesem Wochenende alle wahr wurden. Die "Schultertor-Wette" (Gladbachs Martin Stranzl, Video 2:15 min.) brachte einen ebenso satten Gewinn wie die "20-Torschüsse-und-doch-kein-Treffer-Wette" (Greuther Fürth). Hoffenheim hat für die Langzeitwette "1001-Torwartfehler" auch die richtigen Schlussmänner unter Vertrag (Video 0:40 min.). Nur eine Wette war auf der Liste schon durchgestrichen: Bei nunmehr 15 Punkten Vorsprung wird nicht einmal der härteste Pate mehr die Meisterschaft des FC Bayern verhindern können.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bei Stuttgart gegen Bremen muss es der Wettmafia fast die Schamesröte ins Gesicht getrieben haben. Die Schwaben gingen ein wenig zu auffällig zu Werke. Gleich drei der vier Stuttgarter Gegentore fielen durch beinahe slapstickhafte Abwehrfehler (Kvist, Niedermeyer, Ulreich, siehe Video). "Molinaros" werden diese Aktionen mittlerweile von den Stuttgarter Fans genannt, seitdem der gleichnamige VfB-Verteidiger dem FC Bayern kürzlich entscheidend beim Toreschießen assistiert hatte. Dessen Trainer Bruno Labbadia findet das verständlicherweise weniger witzig. Er fühlt sich in Stuttgart sowieso ungeliebt, obwohl er sich doch immer so hübsch macht. Ende Januar erst hatte Labbadia seinen Vertrag verlängert. Seitdem hat er nur noch verloren. So haben die Stuttgarter nicht gewettet.

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Wer stand im Blickpunkt?

Mario Gomez hat es derzeit wirklich nicht leicht. Beim FC Bayern saß er sich zuletzt auf der Ersatzbank wund, weil sein Konkurrent Mario Mandzukic nicht aufhören wollte, Tore zu schießen. Beim Länderspiel in Paris spielte Gomez so unauffällig, dass Löw ihn auswechselte, um lieber ganz ohne Stürmer zu spielen. Und dann musste Gomez auch noch überall lesen, der FC Bayern würde am liebsten Robert Lewandowski verpflichten, als Geschenk an seinen Neu-Trainer Guardiola. Das klang so, als ob Gomez für den Katalanen eine Zumutung wäre. Gut, dass es da noch Jupp Heynckes gibt, den altersweisen Bayern-Trainer. Der schickte Gomez einfach wieder aufs Feld, Bewegung und frische Luft helfen ja bekanntlich gegen schlechte Laune. Und so trabte Gomez wieder durch die Bundesliga, bereitete dabei ein Tor vor und machte eines selber. Seinen besten Auftritt aber hatte er nach dem Schlusspfiff, als er nach den Spekulationen um Lewandowski befragt wurde: Rückendeckung vom Verein für die derzeitigen Stürmer sehe anders aus, sagte er und ging nach Hause. Im Gepäck: sein 130. Tor im 224. Bundesliga-Spiel.

Leserkommentare
  1. an diesem Wochenende hat die Wettmafia besonders frech manipuliert.

    Ich als BVB Fan wäre sehr erleichtert über diese Erklärung ;)

    7 Leserempfehlungen
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    • u.t.
    • 11. Februar 2013 11:42 Uhr

    genau 11:11 Uhr am 11. abgepasst;-)

    Es gab einfach zuviel Betrunkene im Ruhrpott dieses Wochenende;-)

    Mal sehen, was der Aschermittwoch in Donezk bringt. Müsste ja geographisch eine ganz gute Ecke sein, um auszunüchtern und die Härte des Lebens wieder walten zu lassen.

    • u.t.
    • 11. Februar 2013 11:42 Uhr

    genau 11:11 Uhr am 11. abgepasst;-)

    Es gab einfach zuviel Betrunkene im Ruhrpott dieses Wochenende;-)

    Mal sehen, was der Aschermittwoch in Donezk bringt. Müsste ja geographisch eine ganz gute Ecke sein, um auszunüchtern und die Härte des Lebens wieder walten zu lassen.

    5 Leserempfehlungen
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    Haha...ist mir garnicht aufgefallen ;)

    Ist übrigens meine zweite Theorie: Die NRW-Mannschaften haben Karneval. Da hat schon der ein oder andere einen etwas verkaterten Eindruck gemacht.

  2. 3. Klar,

    in Dortmund war der Schiedsrichter eindeutig geschmiert! Er hat das auch noch so naiv umgesetzt...Unglaublich!

  3. ...weil er Kehl diese glasklare Gelbe nicht gezeigt hat oder warum?

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  4. Und warum? Ich kann mich nicht an eine Falschentscheidung erinnern. Natürlich ist die rote Karte gegen Lewandowski etwas scharf gewesen. Die Entscheidung war aber dennoch nachvollziehbar und keineswegs ein Indikator für ein gekauftes Spiel.

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  5. Uli Hoeneß übernimmt. Ablösefrei. Wetten?

    2 Leserempfehlungen
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    Hoher Blutdruck und Intrigantentum sind sein Markenzeichen...
    Ob der damit besonders geeignet ist, darüber wird hinter verschlossenen Türen verhandelt....

    • match
    • 11. Februar 2013 13:33 Uhr

    wäre er geeignet.
    Ich habe allerdings Informationen aus sicherer Quelle das Berlustconi das Rennen macht.

  6. Haha...ist mir garnicht aufgefallen ;)

    Ist übrigens meine zweite Theorie: Die NRW-Mannschaften haben Karneval. Da hat schon der ein oder andere einen etwas verkaterten Eindruck gemacht.

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    Für die Nicht-Ortskundigen: Nordrhein-Westfalen ist ein von den Briten initiierter Zwangszusammenschluss in Folge des zweiten Weltkriegs. Zwischen Rheinland und Westfalen liegen ganze Welten. Im Rheinland befindet sich die grösste römische Stadt nördlich der Alpen, in Westfalen befindet sich dagegen das Hermannsdenkmal (das ist der, der die römischen Legionen vernichtend geschlagen hat). Rheinländer und Westfalen sind völlig verschiedene Menschen. Da ist etwas zusammengewachsen, was gar nicht zusammen gehört.

    Zwar gibt es in Gelsenkirchen als "Frontstadt" gegen den rheinischen Frohsinn auch einen Rosenmontagszug, aber keinesfalls verfügt eine westfälische Stadt über eine ähnliche Karnevalstradition wie etwa Mainz (Fassnacht) oder München (Fasching). Für die Niederlagen der beiden westfälischen Vereine Dortmund und Schalke taugt die Erklärung Karneval damit nicht.

    Ganz ehrlich, ich mag die Rheinländer sehr, aber ich finde Karneval einfach schrecklich. Oder anders gesagt, der Rheinländer feiert Karneval, der Durschnitts-Westfale dagegen lässt es über sich ergehen.

  7. 8. [...]

    Entfernt. Kritik an der Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Darüber hinaus bitten wir darum, zum konkreten Artikelthema zu diskutieren. Danke, die Redaktion/jk

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