DFB-PokalStuttgart zieht glanzlos ins Halbfinale ein

Ohne besonders guten Fußball zu zeigen, gelingt dem VfB Stuttgart gegen den Zweitligisten VfL Bochum der Sieg. Gentner und Ibisevic schießen die Tore.

Der Stuttgarter Spieler Christian Gentner freut sich über seinen Treffer zum 1:0.

Der Stuttgarter Spieler Christian Gentner freut sich über seinen Treffer zum 1:0.  |  ©Bernd Weißbrod

VfB Stuttgart - VfL Bochum 2:0 (1:0)

Der VfB Stuttgart hat sich vom VfL Bochum nicht überraschen lassen und das DFB-Pokal-Halbfinale erreicht. Der dreifache Cup-Gewinner bezwang den letzten Fußball-Zweitligisten im Wettbewerb mit wenig Aufwand und steht erstmals seit seinem Meisterjahr 2007 wieder unter den letzten Vier im Pokal.

Die Treffer für den Favoriten gelangen Christian Gentner (18. Minute) mit einem abgefälschten Schuss und Vedad Ibisevic (81.) aus Kurzdistanz, der damit seine Torflaute nach 856 Minuten beenden konnte.

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Der ehemalige Nationalspieler Gentner hatte bereits in der Vorwoche die Schwaben mit einem Tor gegen den KRC Genk ins Achtelfinale der Europa League geschossen. "Es ist ein dolles Gefühl. Wir wussten, dass wir in der Liga hinter den Erwartungen zurück sind. Wir sind glücklich, dass wir das geschafft haben", sagte Gentner.

VfB-Trainer Bruno Labbadia ergänzte: "Das Ergebnis war sehr gut. Aber ich war mit einigen Dingen nicht zufrieden. Die Einstellung war da. Was wir nicht hinbekommen haben, war eine gewisse Ruhe am Ball. Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht".

Der VfB versuchte, früh die Verhältnisse zu klären. Dabei musste sich der Favorit nicht sonderlich mühen. Bochum igelte sich zwar nicht ein, wirkte in seinen Möglichkeiten aber doch limitiert und brachte das Tor der Stuttgarter in der gesamten ersten Halbzeit nicht ernsthaft in Gefahr.

Doch auch die Schwaben zeigten keinen guten Fußball. "Wir müssen klarer spielen und mehr zum Abschluss kommen", monierte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic in der Halbzeitpause. Gentner war noch einer der aktivsten Akteure. Seinen Versuch lenkte der VfL-Torwart Andreas Luthe in der 13. Minute ins Toraus.

Kurz darauf hatte Gentner das Glück auf seiner Seite. Seinen keinesfalls gefährlichen Schuss aus etwa 18 Metern lenkte Bochums Holmar Örn Eyjólfsson unhaltbar für Luthe ins eigene Tor ab.

Auch mit Führung im Rücken wurde das Spiel der Stuttgarter nicht ansehnlicher – ein Pokalfight war die Partie nicht. Immer wieder wurden Rückpässe gespielt. Vor dem Tor des Gegners bot sich noch Martin Harnik (24.) eine gute Gelegenheit, doch sein Abpraller ging vorbei. Seit Wochen fehlen dem Österreicher wie seinem Offensivpartner Ibisevic Form und Fortune.

"Hier geht es nicht um einen Schönheitspreis, sondern darum das Spiel zu gewinnen", sagte Bobic. Labbadia war der Auftritt im ersten Abschnitt aber offenbar auch zu dürftig – er brachte Federico Macheda für Shinji Okazaki. Doch was passierte: Plötzlich tauchte Bochum gleich mehrfach gefährlich im und um den VfB-Strafraum auf.

Yusuke Tasaka (52.) zwang Sven Ulreich zu einer ersten Parade. Kurz zuvor musste Verteidiger Georg Niedermeier mit einer Knieblessur raus. Auf der Gegenseite wurde ein Harnik-Kopfball (60.) von Michael Lumb auf der Torlinie geklärt. Der VfB hatte sich nun wieder gefangen und die Drangphase der Bochumer überstanden. Versöhnlich endete der Abend besonders für Ibisevic, dem seit der vorangegangenen Pokalrunde am 19. Dezember gegen Köln und acht Partien wieder ein Tor gelang.

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier (51. Rüdiger), Boka - Kvist - Harnik (90.+1 Holzhauser), Gentner, Okazaki (46. Macheda), Traoré - Ibisevic

VfL Bochum: Luthe - Rothenbach, Maltritz, Eyjolfsson, Lumb - Kramer, Sinkiewicz (68. Delura) - Goretzka, Rzatkowski, Tasaka (74. Iaschwili) - Scheidhauer (74. Gelaschwili)

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 20.200

Tore: 1:0 Gentner (18.), 2:0 Ibisevic (81.)

Gelbe Karten: Rüdiger / Maltritz, Scheidhauer

Beste Spieler: Gentner / Maltritz

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Leserkommentare
  1. Gab es dieses Wort eigentlich schon, bevor die Hedonisten die Event-Supi-Dupi-Ich-Lass-Mich-Berieseln-Entertainment-Gesellschaft gründeten? 2:0 und weiter. Alles o.k., VfB!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, rav
  • Schlagworte Christian Gentner | Bruno Labbadia | Bundesliga | Fredi Bobic | Fußball | Martin Harnik
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