Europa LeagueNur Stuttgart schafft es in die nächste Runde
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Benfica Lissabon – Bayer Leverkusen

Stefan Kießling im Zweikampf mit Ezequiel Garay

Stefan Kießling im Zweikampf mit Ezequiel Garay   |  © AFP/Getty Images

Benfica Lissabon – Bayer Leverkusen 2:1 (0:0)

Viel probiert, nichts erreicht: für Bayer Leverkusen ist nach einem Spiel der verpassten Chancen die Europa League vorzeitig beendet. Eine Woche nach dem 0:1 im Hinspiel verlor Leverkusen auch das Rückspiel in der Zwischenrunde bei Benfica Lissabon. Der Treffer von André Schürrle in der 75. Minute war zu wenig für den Bundesliga-Dritten. Ola John (60.) und Nemanja Matic (77.) trafen für die Portugiesen.

Die Partie war ein Geduldsspiel: Obwohl Leverkusen das Spiel die meiste Zeit bestimmte, gelang es der Mannschaft zu selten, Lücken in der Abwehr der Portugiesen zu finden. Stefan Kießling rieb sich in vielen Zweikämpfen auf und hatte zudem Pech mit einem Schuss an den Pfosten. Auch Schürrle scheiterte zunächst. Immerhin stand die Defensive sicher: Oscar Cardozo, der im Hinspiel für Lissabon traf, war gegen seinen Bewacher Ömer Toprak kaum erfolgreich.

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Mit Elan machte sich Leverkusen an die schwierige Aufgabe, den Rückstand aus dem Hinspiel aufzuholen. Schon in der 3. Minute setzte Schürrle das erste offensive Achtungszeichen, doch Benficas Torhüter Artur konnte einen frühen Rückstand verhindern. Wenig später fehlte Bayer einmal mehr das Glück, als Kießling aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf (12.).

Der Schwung der Leverkusener ebbte allerdings rasch ab, Benfica gelangen immer mehr erfolgversprechende Angriffe. In der 16. Minute bewahrte Leverkusens Torwart Bernd Leno seine Mannschaft bei einem Kopfball von Nicolas Gaitan reaktionsschnell vor dem Gegentor. Während die Portugiesen allmählich die Spielkontrolle übernahmen, ging bei den Leverkusenern die Passsicherheit immer mehr verloren. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit berappelte sich die Elf von Trainer Sascha Lewandowski wieder – und hatte erneut Pech. Diesmal traf Schürrle mit einem Schuss aus spitzem Winkel den Pfosten.

Nach einer Stunde Spielzeit tobten die Benfica-Anhänger, als Ola John den Ball aus spitzem Winkel unhaltbar für Leno in die lange Torecke schoss. Dem möglichen Ausgleich stand in der 63. Minute beim Volleyschuss von Rolfes erneut Artur im Wege. Eine Viertelstunde vor Schluss keimte bei Bayer nach Schürrles Volleyschuss zum 1:1 noch einmal Hoffnung auf, doch nur zwei Minuten später machte Matic diese mit seinem Kopfballtreffer zum 2:1 wieder zunichte.

Benfica Lissabon: Artur - André Almeida, Luisão, Garay, Melgarejo - Carlos Martins (53. Salvio), Matic, Gaitán - Pérez, Cardozo (64. Lima), John (90.+4 Jardel)
Bayer Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Boenisch - Bender (57. Hegeler), Reinartz (74. Milik), Rolfes - Castro, Schürrle, Kießling
Schiedsrichter: Kralovec (Tschechien)
Zuschauer: 42.000
Tore: 1:0 John (60.), 1:1 Schürrle (75.), 2:1 Matic (77.)
Gelbe Karten: John, Matic, Pérez / Bender, Carvajal
Beste Spieler: Artur, John / Schürrle, Kießling

Leserkommentare
  1. liebe zeit,

    ich hab das spiel in hannover nicht gesehen und ihre überschrift ist so irritierend dass ich auf annderen seiten die fakten checken musste, das war nicht der sinn meines herkommens.
    erfahrene betrachter der internationalen turniere schätzen ja die dramatik der auswärtstorregelung, so dass man bei ihrer überschrift den eindruck hatte hannover wäre opfer einer last minute-tragödie geworden.

    aber nichts dergeichen, der ausgleich besiegelte lediglich alle hoffnungen noch entscheidende zweite tor zu schießen. beim endstand von nur 1:0 wären die hannoveraner auch ausgeschieden!

    bitte hegen sie ein webig mehr sorgfalt beim kreieren ihrer überschriften....

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    Ihr kommentar gilt auch für Rom-Gladbach.
    das fast herbeipostulierte "weiterkommen" nach 3:3 zuhause war unrealistisch, eigentlich lächerlich.
    die Römer spielten von anfang an ihr spiel sicher und ungefährdet "nach hause".
    nach dem frühen 1:0 von Lazio glaubte doch kein mensch mehr an den - nötigen - sieg der gladbacher.

    • lxththf
    • 22. Februar 2013 12:05 Uhr

    ohne Klugschei...erei :)
    Das Hannoverspiel war sehr dramatisch und Hannover dem 2:0 deutlich näher, als die Russen dem 1:1. Der Ausgleich fiel in last Minute und zerstörte jegliche Hoffnungen, denn da war der Kuchen gefrühstückt.

  2. Breite nur Hopp. Wird leider nichts mit dem erhofften Durchmarsch der deutschen Clubs in Europa. Ausgerechnet Stuttgart wird es auch nicht reißen.

  3. Ihr kommentar gilt auch für Rom-Gladbach.
    das fast herbeipostulierte "weiterkommen" nach 3:3 zuhause war unrealistisch, eigentlich lächerlich.
    die Römer spielten von anfang an ihr spiel sicher und ungefährdet "nach hause".
    nach dem frühen 1:0 von Lazio glaubte doch kein mensch mehr an den - nötigen - sieg der gladbacher.

    Antwort auf "ausgleich"
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    • lxththf
    • 22. Februar 2013 12:07 Uhr

    erlebt hat, dass ein Team ein Spiel nochmal gedreht hat. Anders formuliert. Gladbach hätte nach dem 0:1 gerade mal 2 Tore gebraucht in den verbleibenden 80 Minuten. Total unrealistisch? Glücklicherweise wurde das Hinspiel gezeigt und da hat Gladbach (leider auch Lazio) gezeigt, was alles möglich ist im Fußball.

  4. ähmm...
    was ist bei der überschrift den so irretierend?
    stuttgart ist die einzige von 4 mannschaften, die eine runde weiterkommt....
    und da ist es völlig egal, ob es sich um einen last minute treffer handelt oder ein blamables 2-0 ohne jede gegenwähr...
    unter strich zählt nur der vfb, der die deutsche fahne in der euro league hochhält

    Eine Leserempfehlung
    • lxththf
    • 22. Februar 2013 12:05 Uhr

    ohne Klugschei...erei :)
    Das Hannoverspiel war sehr dramatisch und Hannover dem 2:0 deutlich näher, als die Russen dem 1:1. Der Ausgleich fiel in last Minute und zerstörte jegliche Hoffnungen, denn da war der Kuchen gefrühstückt.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "ausgleich"
    • lxththf
    • 22. Februar 2013 12:07 Uhr

    erlebt hat, dass ein Team ein Spiel nochmal gedreht hat. Anders formuliert. Gladbach hätte nach dem 0:1 gerade mal 2 Tore gebraucht in den verbleibenden 80 Minuten. Total unrealistisch? Glücklicherweise wurde das Hinspiel gezeigt und da hat Gladbach (leider auch Lazio) gezeigt, was alles möglich ist im Fußball.

    Antwort auf "hallo, kannnichtsein"
  5. ohne BVB und Bayern...., aber auch sehr wenige Kommentare...warum?

  6. Bundesliga Vereinen, die in europäischen Achtelfinalen spielen.
    Ist die BL damit die führende europäische Liga geblieben?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Europa | Stuttgart | Christian Gentner | Bayer AG | Bundesliga | Fußball
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