Fußball-Bundesliga : Dortmund gewinnt Verfolgerduell, Nürnberg beendet Gladbachs Serie
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VfL Wolfsburg - FC Augsburg

VfL Wolfsburg – FC Augsburg 1:1 (1:1)

Der FC Augsburg bleibt in der Rückrunde ungeschlagen. Die gegen den Abstieg kämpfenden Augsburger sicherten sich beim VfL Wolfsburg ein Remis und holten in der dritten Partie nach der Winterpause den fünften Punkt. Wolfsburg blieb hingegen auch im insgesamt vierten Spiel gegen Augsburg ohne Sieg und liegt weiter weit entfernt von den Europapokal-Plätzen. Den Augsburger Ausgleichstreffer erzielte Jan Moravek (25.), nachdem für den VfL Innenverteidiger Naldo (23.) zur Führung getroffen hatte.

Die Wolfsburger spielten nur anfangs offensiv und dominierend. Mehr Ballbesitz und mehr gewonnene Zweikämpfe führten zu besseren Statistikwerten, ohne dass der VfL überzeugen konnte. Zudem ließ die Nutzung der frühen Einschussmöglichkeiten zu wünschen übrig.

Je länger das Spiel dauerte, desto häufiger liefen sich die Gastgeber in der FCA-Defensive fest. Diego setzte deutlich weniger Impulse als zuletzt. Mittelstürmer Bas Dost bekam kaum Anspiele, konnte sich außerdem nicht gegen die aufmerksamen Augsburger Innenverteidiger durchsetzen.

Die Wolfsburger Abwehr hatte kaum etwas zu tun, wirkte allerdings bei den wenigen Augsburger Angriffen nicht sicher. Häufig schalteten sich die VfL-Innenverteidiger Naldo und Alexander Madlung in die Angriffsaktionen ein. Madlung, der für den in Hannover schwachen Simon Kjaer in die Startformation rückte, spielte anfangs gute Pässe nach vorne. Sein Partner Naldo überzeugte mit Freistößen und Kopfbällen wie bei der Führung nach einer Ecke von Diego.

Hatten die Augsburger gefährliche Aktionen, dann war oft Ja-Cheol Koo daran beteiligt. Der vom VfL ausgeliehene Südkoreaner sorgte einige Male für Unruhe. Kein Wunder, dass Koo auch den Ausgleich durch Moravek vorbereitete, bei dem Madlung und Marcel Schäfer unglücklich aussahen. Verärgert war der Mittelfeldspieler, dass er in der 63. Minute keinen Elfmeter erhielt, als Naldo ihn am Arm berührte und aus dem Gleichgewicht brachte.

Auffälligster Augsburger war indes Alexander Manninger. Der für den angeschlagenen Simon Jentzsch im Tor stehende Keeper hielt einige Male mit tollen Reflexen. So entschärfte er in der Anfangs-Viertelstunde die besten VfL-Chancen von Diego. Dessen Drehschuss aus kurzer Distanz in der 12. Minute wehrte er geschickt ab, und auch fünf Minuten später parierte der österreichische Ersatztorwart in seinem dritten Erstligaspiel gegen den VfL-Spielmacher. Zudem reagierte er in den Nachspielzeit gut gegen Madlungs Kopfball.

Die Augsburger zeigten großen Einsatz und viel Leidenschaft. Sie spielten mit der gleichen Startelf wie zuletzt beim Punktgewinn gegen Schalke 04 dicht gestaffelt im Mittelfeld und auf Konter aus. Stürmer Sascha Mölders erhielt indes wenig verwertbare Anspiele und gewann kaum Zweikämpfe.

VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Madlung, Schäfer - Träsch (83. Kahlenberg), Polak (67. Hasebe) - Vieirinha, Diego, Perisic - Dost (67. Olic)

FC Augsburg: Manninger - Philp, Callsen-Bracker, Klavan, Ostrzolek - Baier - Koo, Moravek, Ji (88. Hahn), Werner (46. Vogt) - Mölders (82. Oehrl)

Schiedsrichter: Fritz (Korb)

Zuschauer: 22.257

Tore: 1:0 Naldo (23.), 1:1 Moravek (25.)

Gelbe Karten: Diego (3), Fagner (2) / Baier (4), Ostrzolek (4), Werner (4)

Beste Spieler: Fagner, Naldo / Koo, Manninger

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Kommentare

24 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Bayern ist nicht zu stoppen

...besser wäre....bisher nicht zu stoppen.....oder ist der Kommentator Hellseher??
Kross ist wahrlich ein Grosser geworden..
wer 62 Mio. auf der Bank sitzen lassen kann (Robben und Gomez) und erst 15 min vor Schluss einwechselt... hat falsch eingekauft oder hat die Meisterschaft (fast) schon sicher....