Die Schiedsrichter bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 bekommen technische Unterstützung. Wie der Weltverband Fifa am Dienstag bekannt gab, wird bei dem Turnier in Brasilien die in Europa weiter umstrittene Torlinientechnologie GLT eingesetzt werden. "In jedem Stadion wird ein System installiert, das von den Spieloffiziellen vor den Partien jeweils getestet wird", teilte die Fifa mit und bestätigte damit die bereits im Juli vergangenen Jahres getroffene Entscheidung.

Auch bei der WM-Generalprobe Confed Cup vom 15. bis 30. Juni 2013 werde das System zum Einsatz kommen.

Vorausgegangen war die "erfolgreiche Anwendung bei der Klub-Weltmeisterschaft" im Dezember. Angesichts der verschiedenen Technologien hatte die Fifa eine Ausschreibung mit den technischen Anforderungen lanciert.

Bei der Klub-WM testete die Fifa die Systeme "GoalRef", das strittige Szenen mit einem Chip im Ball klären soll, und das aus dem Tennis bekannte "Hawk-Eye". "Interessierte GLT-Unternehmen können voraussichtlich Mitte März an Inspektionsbesuchen in den Stadien des Konföderationen-Pokals teilnehmen, ehe Anfang April der definitive Entscheid bestätigt wird", schrieb die Fifa.

In den europäischen Wettbewerben scheint die baldige Einführung des Hilfsmittels ausgeschlossen. "Ich war immer gegen den Einsatz von Technik im Fußball. Deshalb wird es in den europäischen Wettbewerben keine Torlinien-Technologie geben", hatte der Uefa-Präsident Michel Platini gesagt: "Auch aus finanziellen Gründen: Wenn ich die Technik in der Champions League und Europa League einführe, kostet mich das jetzt 32 Millionen Euro für 78 Stadien. In fünf Jahren kostet es dann 54 Millionen."

Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte sich bereits gegen die Pläne von Joseph Blatter gestellt und eine Einführung der Torlinientechnik zur Saison 2013/14 ausgeschlossen.