American FootballBaltimore gewinnt den Super Bowl

Mit dem Sieg gegen San Francisco haben die Baltimore Ravens die wichtigste Trophäe im American Football geholt. Beim Super Bowl in New Orleans gab es einen Stromausfall.

Spieler der Baltimore Ravens feiern ihren Sieg gegen San Francisco beim Super Bowl in New Orleans.

Spieler der Baltimore Ravens feiern ihren Sieg gegen San Francisco beim Super Bowl in New Orleans.  |  © Gary Hershorn/Reuters

Die Baltimore Ravens haben erstmals seit 2001 wieder den Super Bowl gewonnen. Das Team von der US-Ostküste setzte sich im Finale der National Football League (NFL) vor 71.024 Zuschauern in New Orleans mit 34:31 gegen die San Francisco 49ers durch.

Baltimore hatte die Partie in der ersten Hälfte dominiert und durch Touchdowns von Anquan Boldin, Dennis Pitta und Jacoby Jones zur Pause verdient mit 21:6 geführt. Unmittelbar nach Wiederbeginn baute Wide Receiver Jones mit einem 108-Yard-Kickoff-Return das Ergebnis auf 28:6 aus.

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Kurz darauf brach im Superdome von New Orleans, der nach Hurrikan Katrina für mehrere hundert Millionen Dollar renoviert worden war, eine halbe Stunde lang die Stromversorgung zusammen. Die Spieler saßen auf dem Rasen, die Fans vertrieben sich die Pause mit der La Ola.

Als der Strom wieder floss, drehten auch die 49ers endlich auf, erzielten 17 Zähler in Folge und verkürzten somit bis zum Ende des dritten Viertels auf 23:28. Quarterback Colin Kaepernick brachte die 49ers mit einem Touchdown-Lauf zehn Minuten vor Ende auf 29:31 heran, die Wende gelang den Kaliforniern jedoch nicht mehr.

Duell der Trainer-Brüder

"Wir haben das Ding zusammen gewonnen – Fans, Spieler, Trainer, Verein", sagte Baltimores Coach John Harbaugh nach dem Erfolg über die von seinem 15 Monate jüngeren Bruder Jim trainierten 49ers. "Nach all den Jahren, die wir zusammen verbracht haben, wusste ich, dass es mit einem Jim Harbaugh auf der anderen Seite ein zäher Kampf bis zum Ende wird." John hatte im November 2011 auch das erste Bruderduell mit 16:6 für sich entschieden.

"Es ist unglaublich, wir machen es niemals leicht, aber so sind wir nun einmal, und so ist Baltimore", sagte Ravens-Quarterback Joe Flacco, der zum wertvollsten Spieler des Finales gewählt wurde. "Es gibt nichts Schöneres, als seine Karriere mit einem Titel zu beenden", sagte Baltimores Middle Linebacker Ray Lewis. Er zog nach 17 NFL-Jahren einen Schlussstrich unter seine Laufbahn. Lewis war bereits dabei, als sich der Verein 2001 seinen ersten Meistertitel holte. 

Baltimore ist somit zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte NFL-Champion. Die 49ers hingegen mussten sich bei ihrer sechsten Teilnahme am Finale erstmals geschlagen geben. 2012 hatten die New York Giants den Super Bowl gegen die New England Patriots gewonnen.
 

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Leserkommentare
    • lxththf
    • 04. Februar 2013 10:57 Uhr

    Danke an Sat1, dass man auf exzessive Werbeblöcke verzichtet hat. Da hat man wohl aus der Kritik vom letzten Jahr gelernt.
    Egal was Frank Buschmann moderiert, es ist immer wieder ein Fest ihm zuzuhören.
    Und zum Spiel selbst? An Spannung war es kaum zu überbieten, selbst für den nicht-Football-fan.
    @peeping tom: die "" um wichtige und das ^^ des Kommentators haben Sie sicher überlesen ;)

    4 Leserempfehlungen
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    Das mit der reduzierten Werbung ist mir auch positiv aufgefallen. So konnte man das Spiel genießen und man bekam als Nichtfachmann auch noch die eine oder andere ausführlichere Erklärung zu den Besonderheiten.

    Nicht wie im letzten Jahr, wo jeder Versuch einer Erklärung sofort durch einen Werbeblock unterbunden wurde.

    Wegen meiner Erfahrungen im letzten Jahr, als sogar statt eines Touch Downs langweilige Eigenwerbung von SAT 1 gezeigt wurde, bin ich doch lieber ins Bett gegangen, ums nicht wieder enttäuscht zu werden. Naja, dann eben nächstes Jahr wieder.

  1. .... die entspannte Übertagung des übrigens sehr guten Spiels auf einem Privatsender live verfolgen zu können. Da wurde auch der blackout nicht zu lange. Für leidenschaftliche deutsche Football-Fans war das ein lohnendes wach bleiben.

    Eine Leserempfehlung
    • Coiote
    • 04. Februar 2013 12:52 Uhr

    "mit 34:31 gegen [...] verdient mit 21:6 geführt. [...] Viertels auf 23:28.[...] Ende auf 29:31 heran [...]"

    Da weden die Punktestände mehrmals verdreht, weshalb? Für jemanden, der das Spiel nicht gesehen hat, ist das ziemlich verwirrend.

    • mussec
    • 04. Februar 2013 13:32 Uhr

    Ihr Kommentar wurde von der Redaktion empfohlen.
    Man glaubt es kaum.
    Man dürfte fast meinen, die Redaktion wäre für die Artikel nicht mitverantwortlich :-)

    Eine weitere Ironie ist es auch, dass mich dieses Event selbst nicht interessiert und ich trotzdem auf den Artikel bin.

    Aber man muss schon sagen: Ein Internetmagazin kann ruhig so viele Artikel veröffentlichen wie es möglich ist. Im Endeffekt kommt es auf den User an, auf was er klickt.
    Finde ich eigentlich gut, wenn nicht vorher entschieden wird, was für uns interessant sein darf und was nicht.

    Antwort auf "Superbowl"
    • mussec
    • 04. Februar 2013 13:33 Uhr

    Das ganze Tamtam um den Superbowl finde ich auch in den USA peinlich.
    Man muss sich das mal vorstellen: Es gibt Leute, die schauen den Superbowl live(!), weil sie auf die Werbung abfahren.

    Sie wollen sehen, was Beyonce für eine Show abliefert. Sie wollen grillen, sie wollen trinken. Der Sport selbst interessiert nur peripher. Sonst wären die Einschaltquoten bei Topspielen während der Saison ähnlich hoch.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Coiote
    • 04. Februar 2013 13:46 Uhr

    "Das ganze Tamtam um den Superbowl finde ich auch in den USA peinlich. [...] Der Sport selbst interessiert nur peripher."

    Ich hatte mir gestern zum ersten mal ein Footballspiel angesehen. Ich fand die ganze Nummer inklusive der Showeinlagen recht unterhaltsam, und überraschend spannend. Das ganze drumherum sorgt dafür, dass dieses Event auch etwas für breite Zielgruppen ist. Die Begeisterung der Leute bei der Halbzeitshow war gigantisch. Was soll daran schlimm sein?

    Sport ist entweder etwas, dass man selber treibt, oder einfach nur Entertainment.

  2. 15. Danke!

    .... für ein tolles Footballspiel! Danke auch, dass uns tumben Toren, wie könnte es anders sein, hier wieder mal einige messerscharf intellektuelle Foristen wissen lassen, dass Football ja eigentlich doof ist. Jetzt warte ich mal, wie lange es dauert, bis aus der gleichen Ecke der Stromausfall kommentiert wird. Etwa so: "Typisch Amis! Nicht mal mehr Strom für ein paar Lampen haben, aber Energie für hirnlosen Kommerzsport verschwenden müssen. Klimawandel durch Football und Hamburger...." Würde mich schon sehr, sehr wundern, wenn das nicht noch kommt....

    3 Leserempfehlungen
    • Coiote
    • 04. Februar 2013 13:46 Uhr

    "Das ganze Tamtam um den Superbowl finde ich auch in den USA peinlich. [...] Der Sport selbst interessiert nur peripher."

    Ich hatte mir gestern zum ersten mal ein Footballspiel angesehen. Ich fand die ganze Nummer inklusive der Showeinlagen recht unterhaltsam, und überraschend spannend. Das ganze drumherum sorgt dafür, dass dieses Event auch etwas für breite Zielgruppen ist. Die Begeisterung der Leute bei der Halbzeitshow war gigantisch. Was soll daran schlimm sein?

    Sport ist entweder etwas, dass man selber treibt, oder einfach nur Entertainment.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Diese Inszenierung..."

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, sc
  • Schlagworte Football | Hurrikan | Stromversorgung | American Football | Baltimore | England
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