SotschiPutin schasst Vizepräsidenten des Olympia-Komitees

Achmed Bilalow, Vizepräsident des Nationalen Olympischen Komitees in Russland, muss seinen Posten räumen. Die Regierung kritisiert den Baurückstand vieler Sportstätten.

365 Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi wächst die Kritik an den Organisatoren. Weil die Bauarbeiten vieler Sportstätten in Verzug sind, hat der russische Präsident Wladimir Putin den Vizepräsidenten des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Achmed Bilalow, entlassen.

"Der Rauswurf ist beschlossen", sagte der für die Spiele zuständige Vizeregierungschef Dmitri Kosak der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Bilalow habe die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Kritiker werfen dem 42-Jährigen vor, er kümmere sich mehr um Privatgeschäfte als um Olympia.

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Putin hatte sich am Mittwoch insbesondere entsetzt gezeigt, dass zwei Skisprungschanzen erst mit zweijähriger Verspätung und siebenfachen Kosten fertig geworden waren. Insgesamt sollen die Winterspiele mit 37,5 Milliarden Euro fast fünf Mal so teuer werden wie anfangs kalkuliert.

Bereits am Mittwoch hatte Human Rights Watch berichtet, ausländische Arbeiter würden beim Bau der Sportstätten systematisch ausgebeutet. Umweltschützer warnten unterdessen vor Schäden an der Natur in der Region am Schwarzen Meer.

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Leserkommentare
  1. In Russland wird man wenigsten gefeuert, wenn man den Bau von Staatsaufträgen vergeigt. Bei uns hingegen scheint das gutbezahlte Normalität zu sein.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa
  • Schlagworte Wladimir Putin | Nachrichtenagentur | Natur | Olympia | Region | Vizepräsident
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