Wer spielt wann gegen wen?

VfL Wolfsburg – FC Bayern München (Freitag, 20.30 Uhr)
Bayer Leverkusen – FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr)
Werder Bremen – SC Freiburg
1. FSV Mainz 05 – FC Schalke 04
Hamburger SV – Borussia M'gladbach
Fortuna Düsseldorf – SpVgg Greuther Fürth
Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt (Samstag, 18.30 Uhr)
1. FC Nürnberg – Hannover 96 (Sonntag, 15.30 Uhr)
1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Hamburg gegen Gladbach. Den Borussen genügen schon drei Elfmeter für ein Unentschieden. Und beim HSV, den wir bis vor einer Woche für ein falsch gekennzeichnetes Qualitätsprodukt hielten, müssen wir Abbitte leisten. Gewann er gegen Dortmund im September noch auf die Variante VfL Pinneberg: alle hinten rein. So daddelte er in der Rückrunde den Meister 4:1 aus den Schuhen. Plötzlich wurde erkennbar, dass Dennis Aogo und Marcell Jansen einmal Nationalspieler waren. Dass Heung-Min Son und Artjoms Rudnevs den Begriff Torjäger verdienen. Und Rafael van der Vaart macht das, wofür man ihn gekauft hat: Er trotzt Schiedsrichtern Rote Karten ab und kehrt aus Jürgen Klopp den schlechten Verlierer heraus. Noch ein Sieg und der Streit um Uwe Seelers Enkel ist vergessen. Selbst musikalisch knüpft Hamburg wieder an glorreiche Zeiten an. Zwei Musiker dichten "Welthits auf HSV-Stars" um, der jüngste YouTube-Clip gilt dem Letten Rudnevs. Für den Fall, dass der HSV weiter gewinnt, droht verspricht die Band, die Sache bis zum letzten Mann durchzuziehen. Bis zu Westermann.


Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Mainz gegen Schalke. Im November noch auf Platz 2, hat Schalke nach vielen Niederlagen den Blues. Die Schalker spielen beinahe so schlecht wie die Stimmung im Verein ist. Und dann der arme Teufel Trainer. Man kann gar nicht sagen, wie viel Verantwortung Jens Keller, der im Dezember ohne jeden Bonus antreten musste, an der Misere trägt. Stattdessen hat er mit Spekulationen über mögliche Nachfolger zu leben. Das jüngste Gerücht heißt Effenberg. Das heiterere Spiel findet neben dem Feld statt. Schalke-Fans haben ein Bingo entworfen, das die Phrasen der Führung um Manager Horst Heldt sammelt: "Die Unruhe wird von außen hereingetragen." "Wir haben nicht umgesetzt, was geplant war." "Wir müssen jetzt ein positives Erlebnis erarbeiten." Jetzt geht es für die Schalker gegen die heimstarken Mainzer, die ihnen vor Augen führen, wie man mit wenig Mitteln viel herausholt. Andererseits, würde Heldt vielleicht sagen, kochen die auch nur mit Wasser.

Was steht im Blickpunkt?

Fußballer-Kabinen sind Heiligtümer. Was das gehört, gesehen (und gerochen) wird, bleibt normalerweise im Team. Beim FC Bayern war das schon immer etwas anders. Für einige war die Kabine nur ein großer Maulwurfshügel. Nun wurde die Kultstätte erneut entweiht. Unter der Woche schlich sich ein Unbekannter ein, setzte sich auf den Platz von Franck Ribéry und wartete auf ihn. Der Mann, angeblich ein Franzose, hatte sich als Bekannter Ribérys ausgegeben und sich so an sämtlichen Bayern-Ordnern vorbei gemogelt. Als Ribéry in die Kabine kam, erschrak er, es gab wohl ein lauteres Wortgefecht, der Eindringling flog raus. Der Mann soll schon vor ein paar Wochen an der Säbener Straße gewesen sein und dort einen Kampfhund für Ribéry abgegeben haben. Dass der Hund besonders aggressiv war und auf den Namen "Kloppo" hörte, ist aber nur ein Gerücht. Das Tier kam übrigens ins Heim.