Bundesliga-VorschauDer FC Bayern wird wieder unausstehlich

Die Münchner sind auf dem besten Weg zum alten Feindbild. Thomas Tuchel fühlt sich benachteiligt. Und alle reden über den einen Rücktritt. Alles Wichtige zum 24. Spieltag von 

Wieder obenauf: der Bayern-Präsident Uli Hoeneß

Wieder obenauf: der Bayern-Präsident Uli Hoeneß  |  © Christof Stache/AFP/Getty Images

Wer spielt wann gegen wen?

Eintracht Frankfurt – Borussia M’gladbach (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Dortmund – Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr)
VfL Wolfsburg – FC Schalke 04
Werder Bremen – FC Augsburg
1. FC Nürnberg – SC Freiburg
Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth
Bayer Leverkusen – VfB Stuttgart (Samstag, 18.30 Uhr)
TSG Hoffenheim – Bayern München (Sonntag, 15.30 Uhr)
Fortuna Düsseldorf – 1. FSV Mainz 05 (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Das des FC Bayern, der auch am Sonntag in Hoffenheim noch besoffen vor Glück über den Platz torkeln wird. Stolz wie Bolle waren sie am Mittwoch nach dem Pokalsieg gegen Dortmund. Uli Hoeneß redete wieder von Vormachtstellungen und Kräfteverhältnissen, als befände er sich im Krieg. Ob der FC Bayern wirklich den ganzen Krieg oder nicht doch nur eine Schlacht gewann, darüber lässt sich streiten. Ihre Dominanz, ihr Geld, ihre Lernbereitschaft und Pep Guardiola sprechen für die Bayern. Dortmund hat Jürgen Klopp, Kreativität, Innovation, Leidenschaft und noch einmal Jürgen Klopp zu bieten. Und die Sympathien des Fußballlandes. Dem FC Bayern stand die Demut gut, die er in den vergangenen Jahren notgedrungen an den Tag legen musste. Fast konnte man den Verein sympathisch finden. Am Freitag tönte sogar der so besonnene Jupp Heynckes: "Der FC Bayern besteht schon länger, als Klopp Trainer ist und hatte schon immer einen eigenen Spielstil. Außerdem ist es wichtig, dass man sowohl im Sieg als auch in der Niederlage Größe zeigt." Der FC Bayern ist auf dem besten Wege, wieder unausstehlich zu werden.

Welches Spiel dürfen Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Nürnberg gegen Freiburg. Die beiden Mannschaften haben sich auf das unerträglichste aller Spielergebnisse spezialisiert, das 0:0. Freiburg schaffte das Ergebnis fünfmal, Nürnberg dreimal. Damit waren beide Teams an der Hälfte aller Nullnummern beteiligt. Zudem plagt die Nürnberger noch immer ein Freiburg-Trauma. 1999, im verrücktesten Last-Minute-Abstiegskampf aller Zeiten, als Frankfurts Fjörtöft mit seinem Übersteiger berühmt wurde, war der Klub der tragische Verlierer. Frank Baumann hatte in der letzten Minute des letzten Spiels eine ganze Saison auf dem Fuß. Er schoss frei vor dem Tor Richard Golz in die Arme, Nürnberg stieg ab. Auf dem Platz damals: Nürnbergs heutiger Trainer Michael Wiesinger.

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Wer steht im Blickpunkt?

Thomas Tuchel, der Motzki. Vor ein paar Jahren, als er in die Liga kam, hatten den Mainzer Trainer noch alle lieb. Weil er ein zurückhaltender, junger Mann war, der seine Mannschaft tollen Fußball spielen ließ. Mittlerweile trägt er einen Räuberbart und macht sich seine hervorragende Arbeit durch Sperenzchen an der Seitenlinie zunichte. Kaum ein Schiedsrichter, der es nicht schon mit dem tobenden Tuchel zu tun bekommen hat. In dieser Woche beklagte er, seine Mannschaft werde immer wieder "krass benachteiligt". Ein Blick auf die Wahre Tabelle, die alle Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern aus der offiziellen Tabelle herausrechnet, bestätigt ihn. Tuchel wusste sogar warum: "Das Schiedsrichterwesen hat ein Problem mit mir und meinem Verhalten. Die Mannschaft muss dafür in der Rückrunde bezahlen. Sie wird für ihren Trainer bestraft." Jetzt muss er sich nur noch ändern.

Leserkommentare
  1. Herr Spiller,
    das nenne ich mal einen gelungenen Auftakt zum Spieltag. Die einschlägigen Foristen werden sich auch diesmal wieder prächtig echauffieren.
    Ich finde, dass die Stimmung langsam kippt. Der Klopp'sche China Vergleich mit dem Abkopieren - das ist ja der Hintergrund der Reprise von Heynckes - war einfach auch selten dämlich. Ablenkungsmanöver hin oder her. Und was die Kriegsrethorik angeht: Von "Krieg" und "Schlacht" reden derzeit Sie.
    Und verraten Sie mir bitte nochmal, warum man nun das Bayern Spiel keinesfalls verpassen darf? Bisher habe ich verstanden, weil sie noch besoffen rumtorkeln.

    War is over. If you want it. Herzlichst Ihr Hippolyte

    4 Leserempfehlungen
    • thelaw
    • 01. März 2013 15:48 Uhr

    man solche Aussagen ließt:

    >>Am Freitag tönte sogar der so besonnene Jupp Heynckes: "Der FC Bayern besteht schon länger, als Klopp Trainer ist und hatte schon immer einen eigenen Spielstil. Außerdem ist es wichtig, dass man sowohl im Sieg als auch in der Niederlage Größe zeigt." Der FC Bayern ist auf dem besten Wege, wieder unausstehlich zu werden.<<

    Das war eine mehr als angemessene Antwort auf die Dreistigkeit des ach so stilvollen Herrn Klopp und ist nur von jmd. mit äußerst FCB-feindlicher Einstellung überhaupt negativ auszulegen.

    22 Leserempfehlungen
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    • thelaw
    • 01. März 2013 15:49 Uhr

    nicht "ließt"...

    ...auch wenn Klopp mit seiner Aussage nun nicht unbedingt diplomatisches Fingerspitzengefühl bewiesen hat: Inhaltlich ist sie nun mal nicht falsch. Da gab's nun wahrlich schon ganz andere "Dreistigkeiten" z.B. aus dem Munde eines Herrn Uli H.

    • thelaw
    • 01. März 2013 15:49 Uhr

    nicht "ließt"...

  2. Heynckes hat auf der Pressekonferenz in einer klaren Art seine Position dargelegt und das ohne zu verletzen oder zu beleidigen. Herr Spiller hat das wahrscheinlich nicht gesehen oder mit einer anderen Brille.

    9 Leserempfehlungen
  3. Redaktion
    5. China

    Über Klopps Äußerungen können wir gerne auch diskutieren.

    Zeigt sich aber wahre Größe nicht noch mehr im Sieg als in der Niederlage?

    Grüße aus der Redaktion
    Christian Spiller

    11 Leserempfehlungen
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    • bayert
    • 01. März 2013 16:08 Uhr

    nach einer fairen Niederlage sollte man den Gegner gratulieren und sich fragen, was man selbst besser machen kann. Anderen Kopieren vorzuwerfen hat keinen Stil. Selbst der Vergleich mit China hinkt: Deutsche Firmen sind innovativer um sich so einen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten. Fehlt Klopp die Innovation oder hat er den Stein der Weisen gefunden (den man nur kopieren aber nicht verbessern kann)?

    Was ist schon "Wahre Größe".
    Das haben Sie doch schon zur Genüge abgefackelt, dass bei UH das Adrenalin wieder raus musste. Eins der beiden Lieblingszitate ist das das von Sammer, oder?. Passt das zur wahren Größe des Siegers? (Wahrscheinlich nicht, zu verbissen).
    Und danke, dass Sie erlauben, über Klopps China Vergleich zu diskutieren. Dann machen Sie doch mal den Aufschlag.. Hat Herr Klopp nicht ein sehr altertümliches Bild "vom Chinesen"?

    ... das war Klopps Götterdämmerung, der selten dämliche Chinesen-Vorwurf Richtung Bayern, noch dazu in gewohnt kleinkariert wurstiger Art von Watzke assistiert.

    • Pnin05
    • 01. März 2013 16:06 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke. Die Redaktion/kvk

    • bayert
    • 01. März 2013 16:08 Uhr

    nach einer fairen Niederlage sollte man den Gegner gratulieren und sich fragen, was man selbst besser machen kann. Anderen Kopieren vorzuwerfen hat keinen Stil. Selbst der Vergleich mit China hinkt: Deutsche Firmen sind innovativer um sich so einen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten. Fehlt Klopp die Innovation oder hat er den Stein der Weisen gefunden (den man nur kopieren aber nicht verbessern kann)?

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "China"
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    Nicht den deutschen Firmen wird Kopiererei vorgeworfen, sondern den Chinesen. Warum sollte der Vergleich also hinken?

    Ändert natürlich nichts daran, dass das nicht der glanzvollste Augenblick in Klopps Karriere war. Andererseits in meinen Augen auch durchaus verständlich.

  4. ich habe es vermisst obwohl es war ja nie wirklich weg.
    Ich erinnere mich an Sätze wie " Wir waren klar besser " bei einer Klatsche von 5:2.....mal sehen vielleicht gibbet bald ein neuen Gigantengipfel im CL-Finale ;-)

    4 Leserempfehlungen
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    Wie kommen sie den jetzt auf ein CL-Finale Bayern gegen Barcelona? ;-)

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  • Schlagworte Bayern | Jürgen Klopp | Thomas Tuchel | Bundesliga | Fußball | 1. FC Nürnberg
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