BundesligaEintracht Frankfurt mühevoll auf Europa-Kurs

Die Fürther haben die 14. Chance zum ersten Heimsieg verpasst. In Wolfsburg erspielte sich Nürnberg mit einem Doppelschlag nach der Pause einen Punkt. Die Spielberichte

SpVgg Greuther Fürth - Eintracht Frankfurt 2:3 (1:1)

Eintracht Frankfurt hat mit dem ersten Sieg seit zwei Monaten seine Europapokal-Ambitionen gefestigt. Fünf Tage nach der Vertragsverlängerung von Trainer Armin Veh kamen die Hessen zu einem glanzlosen Arbeitssieg beim Tabellenletzten Greuther Fürth. Damit stehen die Frankfurter nun punktgleich mit dem Tabellenvierten FC Schalke 04 (beide 42) in der Bundesliga auf Platz fünf. Die Fürther verpassten auch im 14. Anlauf ihren ersten Heimsieg der Saison und können nun endgültig mit den Planungen für die Zweite Liga beginnen.

Bei leichtem Schneefall begannen die Gastgeber couragiert und engagiert. 90 Sekunden waren gespielt, als Routinier Oka Nikolov im Eintracht-Tor erstmals den Ball aus dem Netz holen musste. Nach einer Ecke von Bernd Nehrig verlängerte Frankfurts Alex Meier unabsichtlich per Kopf. Nikola Djurdjic hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz einzuköpfen (2. Minute). Ein undankbarer Start für den 38 Jahre alten Nikolov, der für den verletzten Kevin Trapp im Tor stand.

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Die Frankfurter Antwort folgte prompt. Mit einem platzierten 18-Meter-Flachschuss erzielte Takashi Inui seinen sechsten Saisontreffer (12.). Auch bei den Fürthern stand nicht die Nummer 1 im Tor. Max Grün vertrat Stammkeeper Wolfgang Hesl, der nach überstandener Schulterverletzung auf der Bank Platz nehmen musste. Dort saß zunächst auch Kasachstans Nationalspieler Heinrich Schmidtgal. Der Torschütze zum 1:3 im Länderspiel gegen das DFB-Team wurde erst nach gut einer Stunde eingewechselt, konnte die neuerliche Heimniederlage aber nicht mehr abwenden.

Doch so munter der Beginn war, so müde ging es weiter. Beide Teams fielen durch eine hohe Fehlpassquote auf. Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner sagte in der Pause im Sender Sky: "Wir tun uns schwer." Die Frankfurter seien schlecht ins Spiel gekommen, ihnen fehle die Konzentration beim Passspiel. Die größte Chance zur Führung hatten die Hessen sechs Minuten vor dem Wechsel. Nach einer Hereingabe von Pirmin Schwegler kam Srdjan Lakic frei zum Kopfball, verfehlte aber aus sechs Metern das Ziel.

In der zweiten Hälfte verstärkten die Gäste ihre Offensivbemühungen, beide Mannschaften zeigten sich kampfstark. Stefan Aigner (58.) und Alex Meier (68.) schossen die Führung. Mit seinem Treffer zum 2:3 ließ Sercan Sararer (72.) die Fürther noch einmal hoffen, doch die Hessen retteten den Dreier über die Zeit. Djurdjic hatte in der 74. Minute die Chance zum 3:3, traf aus acht Metern aber nur den Außenpfosten. Ohne spielerisch zu überzeugen, nahmen die Gäste glücklich drei Punkte mit.

SpVgg Greuther Fürth: Grün - Zimmermann, Sobiech, Mavraj, Baba - Pekovic (80. Klaus), Fürstner - Nehrig (62. Schmidtgal), Petsos, Sararer - Djurdic

Eintracht Frankfurt: Nikolov - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler (83. Lanig), Rode - Aigner (87. Russ), Meier, Inui - Lakic (76. Celozzi)

Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim)

Zuschauer: 18.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Djurdic (2.), 1:1 Inui (12.), 1:2 Aigner (58.), 1:3 Meier (68.), 2:3 Sararer (72.)

Gelbe Karten: Djurdic (2) / -

Beste Spieler: Djurdic / Schwegler, Inui

Leserkommentare
  1. "Es waren für den Peruaner die ersten Bundesliga-Tore seit 2007"

    ???

    Für Werder hat er nach seiner Rückkehr von Chelsea nicht in der BL getroffen? Das erinnere ich anders.

    Etwas peinlich, einen Artikel aus fehlerhaften dpa-Meldungen zusammenzustückelt und nicht mal Korrektur zu lesen.

    4 Leserempfehlungen
  2. Da haben sich die Bayern vom BVB die Laune aber nicht verderben lassen:-)
    Und noch ein Rekord!
    4 Tore und 2 Assists!
    Pizarro braucht dafür keine Spielpraxis!

    3 Leserempfehlungen
  3. einer der besten Spieler die ich je habe spielen sehen. Schade, dass er nur so selten zum Einsatz kommt.

    4 Leserempfehlungen
  4. Was wollen denn alle? Außer dem HSV ist es erst zwei anderen Teams in dieser Saison gelungen, gegen die Bayern zwei Tore zu schießen. In der Hinsicht haben Zweitere wohl eine Heimspiel-Schwäche.

    Eine Leserempfehlung
  5. ..., denen auch die "alte Dame" Juventus nichts wird entgegen setzen können.

    Bei aller Spekulation der Fußball-Sachverständigen, allem Respekt vor gesunder Härte und Disziplin - die Bayern haben eine derart hochklassige Spielstärke erreicht, dass mit Ausnahme von Barcelona kein Team eine Chance haben dürfte.

    Natürlich fängt jedes Spiel bei 0:0 an und wir wissen, was alles in 90 Minuten passieren kann.

    Aber wenn sie es heuer wieder nicht packen - wann sollten sie es je packen?

    2 Leserempfehlungen
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    Der HSV schafft es seit Jahren nicht mehr ordentliche Spiele abzuliefern.

    Wenn man sich 9:2 abfertigen läßt, obwohl man einen nicht allzu schlechten Torwart hat, dann muss man sich mal fragen, ob man überhaupt in die 1. Liga gehört.

    Beim HSV stimmt der gesammte Manschaftsaufbau nicht und das seit mehreren Spielzeiten schon nicht.

    Einige starke Spieler wie Adler und vielleicht Westermann, wenn er gut drauf ist hat man, aber sonst?

    Der HSV kann froh sein, dass es diese Jahr keine Starken Aufsteiger gibt und Hoffenheim Richtung 2. Liga unterwegs ist, denn sonst wäre er voll im Abstiegskampf.

  6. Da ist die Bayernabwehr aber in der letzten Viertelstunde schon mal in den Kurzurlaub gegangen - desolat war das, geradezu peinlich (fast schon im Sinne von In-der-60.-Minute-mit-4:0-gegen-Schweden-führen-peinlich)! Man stelle sich nur mal vor, das Spiel ginge 150 Minuten, dann siehts ganz schnell zappenduster aus für den FCB. Nach dieser blamablen Leistung darf man hinter die Meisterschaft wohl wieder ein großes Fragezeichen machen - purer Bayerndusel, dass das Spiel nur 90 Minuten ging!

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    Äh - nein.

    Das ist - mit Verlaub - das abstruseste "Argument", das ich je gehört oder gelesen habe.

    Es ist nunmal Bestandteil des internationalen Regelwerks, dass ein Fußballspiel 90 Minuten dauert, nicht 150.

    Und wenn Sie der Meinung sind, dass selbst in diesem Fall der HSV gewonnen hätte, darf ich daran erinnern, dass nur die zweite Halbzeit 4:2 für den FCB ausging. Worüber diskutieren wir hier eigentlich...

    • Siru
    • 31. März 2013 14:12 Uhr

    waren Sie das nicht auch letzte Tage, der den Sieg der NM als glücklich bezeichnet hat?
    Naja, wenigstens sorgen Sie mit Ihren Kommentaren für Heiterkeit...

  7. Äh - nein.

    Das ist - mit Verlaub - das abstruseste "Argument", das ich je gehört oder gelesen habe.

    Es ist nunmal Bestandteil des internationalen Regelwerks, dass ein Fußballspiel 90 Minuten dauert, nicht 150.

    Und wenn Sie der Meinung sind, dass selbst in diesem Fall der HSV gewonnen hätte, darf ich daran erinnern, dass nur die zweite Halbzeit 4:2 für den FCB ausging. Worüber diskutieren wir hier eigentlich...

    3 Leserempfehlungen
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    Da sind Sie aber geradezu virtuos einem vorweg genommenen Aprilscherz aufgesessen ! (Für Unsichere: Diese Bemerkung ist k e i n Aprilscherz.)

    Aber Ihre Reaktion zeigt, wie tiefsitzend doch das Dusel-Klischee wirkt.

  8. ...ein 9:2 ist wirklich sehr blamabel... ^^ Da könnte man fast von knappem Ergebnis sprechen!

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