Wer spielt wann gegen wen?

VfL Wolfsburg – Fortuna Düsseldorf (Freitag, 20.30 Uhr)
Hamburger SV – FC Augsburg
Borussia Dortmund – SC Freiburg
TSG Hoffenheim – FSV Mainz 05
1. FC Nürnberg – FC Schalke 04
Werder Bremen – SpVgg Greuther Fürth (alle Samstag, 15.30)
Bayer Leverkusen – Bayern München (Samstag, 18.30)
Eintracht Frankfurt – VfB Stuttgart (Sonntag, 15.30)
Borussia Mönchengladbach – Hannover 96 (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Bayern. Diese Saison wird Spannung nur noch in Spurenelementen bereithalten. Da muss man das Duell Dritter gegen Erster schauen, zumal auch das Begleitprogramm Theater verspricht. In Leverkusen sehen sich die Verantwortlichen fraglichen Schlagzeilen ausgesetzt und zu dem Dementi gezwungen, ihre beiden Trainer seien sich nicht mehr grün. In München zeigt Uli Hoeneß wieder mal seine Schokoladenseite. "Wir spielen seit drei Wochen schönen Dreck", sagte er nach dem unerwarteten 0:2 gegen Arsenal. Es war Bayerns erste Niederlage seit Oktober, wer wird denn da gleich Dreck reden? Es ist doch nur menschlich, dass die Mannschaft nach dem Höhepunkt gegen Dortmund im Pokal mal verschnauft. Hoeneß' Suada hat aber auch eine historische Tangente, sie ist eine Beckenbauer-Kopie. Im Jahr 2001 las der damalige Präsident den Bayern-Spielern nach einem 0:3 in Lyon die Leviten, bezeichnete sie als "Uwe-Seeler-Traditionself" und legte ihnen eine berufliche Neuorientierung ans Herz. Stefan Effenberg, Jens Jeremies und Giovane Elber sahen betreten zu Boden – und gewannen drei Monate später die Champions League.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Stuttgart gegen … gegen wen spielen sie noch mal? Ach ja, Frankfurt. Ist ja auch egal, denn der VfB ist die Verein gewordene Betrübtheit. Die Elf steht im Pokalhalbfinale und stand im Achtelfinale der Europa League. Doch man hört nur Klagen, Klagen, Maulen. Bruno Labbadia tut stets so, als müsste er mit einer A-Jugend gegen Brasilien antreten: zu wenige Spieler für zu viele Spiele, sagt er, zu kurze Pausen, zu wenig Geld und so weiter und so fort. Und die Zuschauer meckern oder kommen erst gar nicht. Am Donnerstag verabschiedeten sich die Stuttgarter beim Geisterspiel von Rom aus Europa, vor leeren Rängen spielen sie meist auch zu Hause. Trotz allem will der VfB auch nächste Saison in den Europapokal. Aber was sucht er dort eigentlich? Die erneute Betrübtheit?

Wer steht im Blickpunkt?

Der Papst. Kaum wurde der Name des neuen Cheftrainers der Katholiken bekannt, war zu erfahren: Kardinal Jorge Maria Bergoglio ist Fußballfan und Mitglied beim argentinischen Klub San Lorenzo. Zudem hat sich die Debatte entfacht, ob die "neue Hand Gottes" (Bild) es je schaffen kann, Lionel Messi als zweitberühmtesten Argentinier der Welt abzulösen. Die Papstwahl könnte auch den deutschen Fußball betreffen: Wenn es stimmt, dass Franziskus ein Papst der Armen und Gebeutelten sein will, dann wird er sich sicher bald Bruno Labbadia annehmen.