FußballDFB-Frauen unterliegen den USA im Algarve-Cup-Finale

Die USA haben zum neunten mal den traditionellen Algarve-Cup gewonnen. Die starke amerikanische Mannschaft ließ den deutschen Fußballerinnen im Endspiel keine Chance.

Deutschland – USA 0:2 (0:2)

Die US-amerikanische Mannschaft hat den deutschen Fußballerinnen im Finale des Algarve-Cups in Faro drei Monate vor der Europameisterschaft die Grenzen gezeigt. Die beiden Treffer der Amerikanerinnen erzielte Alex Morgan nach Abwehrfehlern. Für sie war es bereits der neunte Sieg bei diesem Turnier und der dritte Finalerfolg gegen Titelverteidiger Deutschland nach 2005 sowie 2010. Der Algarve-Cup ist das bedeutendste Turnier im Frauenfußball nach Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

In dem Klassiker machten die Spielerinnen von Bundestrainerin Silvia Neid zu Beginn Druck, fanden aber selten eine Lücke in der Abwehr des US-Teams. Dagegen nutzten die Amerikanerinnen ihre erste Chance und die mangelnde Konsequenz der Torhüterin Almuth Schult und der Innenverteidigerin Josephine Hennig: Nach einer Flanke von Kelley O'Hara erzielte Morgan unbedrängt aus vierzehn Metern den Führungstreffer (13.).

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Erneut keine gute Figur machten Schult und Hennig beim 0:2. Keine von beiden konnte sich entscheiden, Morgan zu attackieren, so dass die Stürmerin von den Portlands Thorns problemlos ihr zweites Tor erzielen konnte.

Um neuen Schwung ins Spiel zu bringen, wechselte Silvia Neid Jennifer Cramer, Nadine Keßler und Alexandra Popp zur zweiten Halbzeit ein. In der 60. Minute musste noch Bresonik ran, da die eingewechselte Keßler nach einem Tritt gegen das Knie das Feld wieder verlassen musste. Sie erlitt eine fünf Zentimeter lange Risswunde.

Trotz der personellen Umstellung ließen die Amerikanerinnen sich bei der zwanzigsten Ausgabe des Traditionsturniers den Sieg nicht mehr nehmen. Vielmehr hätte die überragende Morgan (64.) um ein Haar noch ihre drittes Tor erzielt, doch sie traf nur die Latte. Die beste Chance nach dem Wiederanpfiff für die bis zum Schluss kämpfende deutsche Mannschaft hatte Popp (69.) mit einen Kopfball, den US-Torfrau Barnhardt parieren konnte.

Im Spiel um Platz drei besiegte Norwegen die Schwedinnen im Elfmeterschießen mit 5:4.

Deutschland: Schult (SC 07 Bad Neuenahr) - Maier (SC 07 Bad Neuenahr), Wensing (VfL Wolfsburg), Henning (VfL Wolfsburg), Peter (1. FFC Frankfurt - 46. Cramer/1. FFC Turbine Potsdam) - Odebrecht (VfL Wolfsburg - 46. Keßler/VfL Wolfsburg), Goeßling (VfL Wolfsburg) - Mittag (FC Malmö - 46. Popp/VfL Wolfsburg), Marozsan (1. FFC Frankfurt - 82. Lotzen/Bayern München), Faißt (VfL Wolfsburg - 75. Huth/1. FFC Frankfurt) - Okoyino da Mbabi (SC 07 Bad Neuenahr)

USA: Barnhardt - Krieger (58. Dunn), Buehler, Engen, O'Hara - Press (75. Wambach), Boxx, Averbuch (68. Sauerbrunn), Rapinoe - Leroux, Morgan

Schiedsrichterin: Chenard

Zuschauer: 972

Tore: 0:1 Morgan (13.), 0:2 Morgan (33.)

Gelbe Karten: - / Averbuch

Beste Spielerinnen: Popp, Marozsan / Morgan, O'Hara

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Leserkommentare
  1. "der Torhüterin Almuth Schulz"

    Nope!

    Bei Schweinsteiger wäre das nicht passiert ...

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    • Meic
    • 13. März 2013 21:45 Uhr

    Wie bei den Männern dieses Mal, muss ansteckend sein. Wenn es wirklich darauf ankommt, Pustekuchen...

  2. Bei der WM hab ich sie zurecht verteidigt, aber hier muss ich sagen, dass Neid schuld hat. Wat lässt die die Schult so ein wichtiges Spiel im Tor stehen? Die hat ihre eigene Abwehr nicht im Griff, ist viel zu zögerlich und weiß nicht wann sie raus gehen sollte und wann besser nicht. Wenn ein Torwart sich so weit vor traur, raus aus seinem Strafraum, dann darf man da nicht zögern, dann muss man zum ball und den wegschieben verdammt noch eins! Sie hats einfach vermasselt und mit ihr die Abwehrspielerin Josephine Henning!

    Was ich aber echt nicht sagen kann ist, warum kein Tor von der deutschen Mannschaft geschossen wurde. Es gab unzählige Chancen, die teilweise sogar gut herausgespielt waren. Ich finde da hat es vorn und hinten an Koordination gefehlt. Wie kommt das? Vielleicht hat man sich auch zu sehr von dem harten Körperspiel der Amerikanerinnen einlullen lassen?

    Jedenfalls musste ich mich bei den beiden Toren echt fremdschämen. Die waren sehr unnötig. Das waren einfach Abwehr- und Torwartfehler und hatte nichts mit besonderem Können des Gegners zu tun. (Die amerikanische Mannschaft hat schon oft gezeigt was sie kann. Bei diesen Toren aber war das "Glück" eben da, dass die deutschen versagt haben)

    Echt enttäuschend. Aber gut. Gibt ja bald ne Revanche, ne symbolische.

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  3. großkotzigen Damen: "Dritte Plätze sind nur was für Männer!"

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    Der Stachel scheint ja tief zu sitzen. Das die das gesagt haben ist ja nun auch schon eine Weile her. Man kann sich dann irgendwann auch mal beruhigen und muss nicht gleich die Vendetta ausrufen.

    sondern eine Zeitschrift namens Brigitte. Weder der DFB noch die Frauen selber haben etwas mit der Werbekampagne zu tun gehabt.
    Mal abgesehen davon, dass es lustig war und nichts mit Hochmut zu tun hatte. Da verstehen nur viele (Männer) den Humor nicht.

  4. Der Stachel scheint ja tief zu sitzen. Das die das gesagt haben ist ja nun auch schon eine Weile her. Man kann sich dann irgendwann auch mal beruhigen und muss nicht gleich die Vendetta ausrufen.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "achja unsere"
  5. sondern eine Zeitschrift namens Brigitte. Weder der DFB noch die Frauen selber haben etwas mit der Werbekampagne zu tun gehabt.
    Mal abgesehen davon, dass es lustig war und nichts mit Hochmut zu tun hatte. Da verstehen nur viele (Männer) den Humor nicht.

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    Antwort auf "achja unsere"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte USA | Fußball | Silvia Neid | VfL Wolfsburg | Frauenfußball | Norwegen
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