Jubelnde Hoffenheimer in Fürth © Micha Will/Bongarts/Getty Images

Wer spielte wie gegen wen?

FC Augsburg – 1. FC Nürnberg 1:2
Bayern München – Fortuna Düsseldorf 3:2 
FC Schalke 04 – Borussia Dortmund 2:1 
SC Freiburg – VfL Wolfsburg 2:5 
FSV Mainz 05 – Bayer 04 Leverkusen 1:0
SpVgg Greuther Fürth – TSG Hoffenheim 0:3 
Borussia Mönchengladbach – Werder Bremen 1:1 
Hannover 96 – Eintracht Frankfurt 0:0 
VfB Stuttgart – Hamburger SV 0:1    

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Ein gewisses Duell auf Schalke, das dieses Mal sämtliche Erwartungen erfüllte. "Schön war das nicht", sagte Nuri Sahin nachher, was aus einer Sicht verständlich ist, aber auch falsch. "Es haben alle alles rausgehauen", lautete das Fazit von Jürgen Klopp. Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Außer: Dieses Hin und Her! Diese unzähligen Chancen (gern erst auf der Linie vereitelt). Diese Schalker, die über weite Strecken die besseren Dortmunder waren. Diese Dortmunder, die in Hälfte eins spielten wie Schachtjor Donezk ohne Söldner. Diese Rackerer Joel Matip und Mats Hummels, die munter einen absurden Hollywoodfilm nachspielten. Dieser Draxler, der einen eigenen Text verdient und einen eigenen Text bekommen hat. Dieser Lewandowski, der erst ins Tor traf und dann Hildebrands Handschuhe und Götzes Unterleib. Dieser Huntelaar, der verletzt vom Platz getragen werden musste, kaum dass er seine Form wiedergefunden hatte. Und last but not least: Dieser Verzicht auf Nickeligkeiten, dreckige Fouls und (fast) Ausschreitungen. Das war ein Fußballfest voller Schnaps und Völlerei, Gelächter und magischer Momente bis zum Morgengrauen. So muss Derby.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Mainz gegen Leverkusen, wegen Stefan Kießling. Seit Langem vertritt Joachim Löw wohl alleine die Meinung, Kießling sei nicht gut genug für die Nationalelf. Statt ihn zu widerlegen, spielte der Stürmer vor den Augen des Bundestrainers ausnahmsweise in der Tat schlecht. Wir raten Kießling, es Löw gegenüber mit einem Helden der Popkultur zu halten, der sein fünfzehnjähriges Leinwandjubiläum feiert: der "Dude", Protagonist des Films "The Big Lebowski", der einem Bowling-Konkurrenten, der ihm Qualität abgesprochen hatte, entgegnete:

Wer stand im Blickpunkt?

Raphael Schäfer. Nürnbergs Routinier im Kasten erwies sich als echter Sportsmann – wenn auch auf seine eigenen Kosten und nicht ganz freiwillig. Oder erinnerte er sich doch mitleidig daran, dass nur ein Augsburger überhaupt jemals gegen Nürnberg getroffen hatte (der unsterbliche Sándor Torghelle im Jahr 2008)? Jedenfalls klatschte er einen harmlosen Kopfball von Tobias Werner auf den Boden zwischen seine Beine ab, von wo er zum Ausgleich hinter die Linie kullerte. So hatten am Ende alle was von diesem Spiel: die Tabellenkellerkinder aus Augsburg etwas zu lachen, die Nürnberger trotzdem den Sieg. Und Tomislav Piplica steht jetzt mit seinem legendären Eigentor, das sich bald zum zehnten Mal jährt, nicht mehr allein.