Die Bayern nach dem Titelgewinn © AFP/Getty Images

Wer spielte wie gegen wen?

TSG Hoffenheim - Fortuna Düsseldorf 3:0
Borussia Dortmund - FC Augsburg 4:2
Borussia Mönchengladbach - SpVgg Greuther Fürth 1:0
Bayer 04 Leverkusen - VfL Wolfsburg 1:1
Werder Bremen - FC Schalke 04 0:2
Eintracht Frankfurt - Bayern München 0:1
Hamburger SV - SC Freiburg 0:1
1. FC Nürnberg - FSV Mainz 05 2:1
Hannover 96 - VfB Stuttgart 0:0

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Schade, dass bei Sky keiner auf die Idee gekommen war, eine Mini-Konferenz mit den Partien der beiden besten deutschen Teams zu schalten. Es war interessant, wie unterschiedlich Bayern und Dortmund bei ähnlich guter Ausgangslage vor ihren Viertelfinal-Rückspielen in der Champions League die samstagnachmittägliche Pflicht angingen. Jürgen Klopp hielt sein Wort, im Vergleich mit dem Málaga-Spiel keine "acht oder neun Veränderungen" vornehmen zu wollen: Er wechselte nur sieben Mal. Derweil traten die Bayern in Bestbesetzung gegen die ihrerseits geschwächten Frankfurter an. Ihr 0:0 zur Pause hätte zur Meisterschaft genügt, solange Dortmunds fahrige B-Elf gegen Augsburg mit 1:2 hinten lag. Gut, dass der Einwechslung von Götze und Lewandowski drei gelb-schwarze Tore folgten, während in Frankfurt Bastian Schweinsteiger allen zeigte, was eine Hacke ist. Nach neunzig Minuten hatten die Bayern und Borussia – von einem Gutschein für die Meisterschale abgesehen – exakt dasselbe im Sack: einen Zittersieg und Zuversicht für die Champions League.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

96 gegen den VfB. Hannovers Trainer Mirko Slomka hatte einen Auftritt mit "Macht und Wucht" angekündigt, doch die Partie war so leidenschaftlich, so spannungsgeladen, so sexy wie die Heimatstädte der beteiligten Vereine. Wäre dieses Spiel ein Mann, so wäre er das Gegenstück zum "Most interesting Man in the World":

Wer stand im Blickpunkt?

Assani Lukimya ist vom Glück und von allen guten Geistern verlassen. Am vorvergangenen Samstag hatte der Bremer Innenverteidiger nach acht Spielsekunden einen Fehlpass gespielt, der Mainz ein Blitztor ermöglichte. Diesen Samstag kam es noch schlimmer: Innerhalb einer Viertelstunde legte er Tore für die Schalker Julian Draxler und Ciprian Marica auf, die den Endstand bedeuteten. Seine zwischenzeitliche Rettungstat auf der eigenen Linie ging unter. Was Lukimya derzeit widerfährt, hat keiner verdient. Schon gar nicht der Mann, der jahrelang bei Vereinen wie Carl Zeiss Jena ackerte und gut dotierte Angebote ablehnte, weil er den "langsamen Weg" gehen wollte. Der genau die richtigen Dinge über den Abstiegskampf sagt und an der Konsole weder Ballerspiele noch sich selbst in einer Fußballsimulation spielt, sondern Mario Kart – und zwar als knuddeliger Mini-Pilz Toad. Erfreulich, dass beim dauerkriselnden SV Werder weder Lukimyas Mitspieler ("Luki ist doch selbst der Unglücklichste"), noch Sportdirektor Thomas Eichin ("Er tut mir wirklich Leid, denn er hat eine super Einstellung, gibt immer alles und ist mit Herz und Seele dabei"), nicht mal der selbst unter Hochdruck stehende Thomas Schaaf, böse Worte verloren.