FC Schalke 04 – Hamburger SV 4:1 (2:1)

Nach sechswöchiger Verletzungspause hat Klaas-Jan Huntelaar den FC Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga mit drei Toren auf Champions-League-Kurs geschossen. Beim 4:1-Sieg gegen den Hamburger SV gelangen dem Niederländer seine Saisontreffer acht, neun und zehn (21./58./66.). Vor 61.673 Zuschauern hatte HSV-Profi Marcell Jansen (5.) die Gäste in Führung gebracht - der Brasilianer Michel Bastos (21.) markierte nach einer Huntelaar-Vorlage das 1:1 (21.). Schalke nutzte damit die Ergebnis-Vorlagen der schwächelnden Konkurrenz und baute seinen Vorsprung auf den Fünften Eintracht Frankfurt auf drei Punkte aus.

Nach dem enttäuschenden 0:1 vor acht Tagen in Frankfurt hatte Schalkes Sportdirektor Horst Heldt trotz der Abwesenheit des weiter verletzten Jefferson Farfan Wiedergutmachung gefordert. Die Gastgeber setzten ihre Hoffnungen vor allem in die Rückkehr von Torjäger Huntelaar. Der Niederländer durfte nach seinem Innenbandanriss im Knie erstmals seit sechs Wochen wieder mitwirken. Im defensiven Mittelfeld ersetzte zudem Jermaine Jones den gelbgesperrten Marco Höger in der Anfangself.

Heldt hatte sich kaum gesetzt, da wurde sein Team bereits für die kollektive Nachlässigkeit im Defensivverhalten bestraft. Nach einem Eckball des angeschlagenen HSV-Kapitäns Rafael van der Vaart legte Heiko Westermann per Kopf auf - Jansen übersprang den viel zu passiven Roman Neustädter und köpfte mit seinem ersten Saisontor die frühe Führung (5.). Schalke zeigte die richtige Reaktion. Nach van der Vaarts unnötigem Ballverlust im Mittelfeld legte Huntelaar für Bastos auf, der den Ball an HSV-Keeper René Adler vorbei zum Ausgleich einschob. Auf einmal lief es bei den Gelsenkirchenern. Dank mehr Dringlichkeit in den eigenen Aktionen wurde die schlecht gestaffelte HSV-Abwehr immer wieder in Verlegenheit gebracht. Die logische Folge: Nach einem Zusammenspiel mit Julian Draxler erzielte Huntelaar das verdiente 2:1 (21.).

Der Niederländer war nach seiner langen Zwangspause überraschend frisch - und extrem gefährlich. In der 36. Minute scheiterte er knapp an Adler. Im Gegenzug streifte ein Westermann-Kopfball nur den Pfosten. Die Hanseaten waren trotzdem mit dem 1:2-Halbzeitstand noch gut bedient. Mit einer Weltklasseparade hatte Adler in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs nach einem Jones-Kopfball aus drei Metern das 1:3 verhindert.

Auch nach dem Wechsel präsentierten sich die Schalker engagiert, konzentriert und inspiriert. Der HSV, der sich bei einem Dreier nach zuletzt zwei Siegen in Folge sogar selbst auf den vierten Platz hätte verbessern können, zerfiel wieder einmal in seine Einzelteile. Die Hamburger stagnieren nach dem erneuten Rückschlag mit jetzt 50 Gegentoren auf Platz acht.

FC Schalke 04: Hildebrand - Uchida, Höwedes, Matip, Kolasinac - Neustädter, Jones (81. Moritz) - Bastos (78. Fuchs), Raffael, Draxler - Huntelaar (87. Pukki)

Hamburger SV: Adler - Sala, Westermann, Mancienne, Jansen - Arslan, Aogo - Skjelbred (63. Rudnevs), van der Vaart (69. Rincón), Jiracek - Son

Schiedsrichter: Sippel (München

Zuschauer: 61.673 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Jansen (5.), 1:1 Bastos (9.), 2:1 Huntelaar (21.), 3:1 Huntelaar (58.), 4:1 Huntelaar (66.)

Gelbe Karten: Bastos (1) / Adler (5), Arslan (8), Mancienne (2)

Beste Spieler: Raffael, Huntelaar / Adler, Jansen