Fußball-Bundesliga : Dortmund bestätigt Götze-Wechsel zum FC Bayern

Neuer Verein für Dortmunds Mittelfeldspieler Mario Götze: Ab dem 1. Juli spielt er für den FC Bayern. 37 Millionen Euro soll der Rekordmeister für ihn bezahlt haben.
Götze während des Bundesliga-Hinspiels seines BVB gegen den FC Bayern in der Münchner Allianz Arena © Marc Müller/dpa

Neuer Transfer-Coup für den Deutschen Meister aus München: Am 1. Juli 2013 beginnt dort nicht nur der spanische Trainer Pep Guardiola seinen neuen Job, sondern auch Mario Götze. Borussia Dortmund bestätigte den Wechsel seines Mittelfeldspielers zum FC Bayern – und damit einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung.

Diese hatte berichtet, dass Götze bereits einen langfristigen Vertrag mit den Münchnern unterschrieben hat. Ermöglicht wurde der Wechsel des 20-Jährigen demnach durch eine bestimmte Klausel in dessen Vertrag. Diese erlaube es Götze, am Ende der laufenden Saison für eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von rund 37 Millionen Euro den Verein zu wechseln – trotz der Laufzeit seines BVB-Vertrags bis 2016.

Sollten die genannten Zahlen zum Transferpaket stimmen, wäre Götze der teuerste Spieler, der je von einem Bundesliga-Club zu einem anderen gewechselt ist.

Dortmunds Geschäftsführer, Hans-Joachim Watzke, sagte: "Wir sind natürlich über alle Maße enttäuscht, betonen aber, dass sich sowohl Mario als auch sein Berater absolut vertragskonform verhalten haben." In einer Erklärung bittet der Verein die Fans darum, "Mario Götze in den letzten Spielen der Saison, vor allem aber im wichtigen Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid, genauso bedingungslos zu unterstützen wie jeden anderen Dortmunder Profi".

Ein Weggang des Offensivspielers ausgerechnet nach München ist für die Borussia ein großer Verlust: Bei den beiden Meisterschaften 2011 und 2012 war Götze ein Garant für den Erfolg, in der laufenden Bundesligasaison erzielte er zehn Tore und bereitete zwölf vor. In der Champions League führte Götze das Team von Trainer Jürgen Klopp mit zwei Toren und sieben Assists erstmals seit der Saison 1998 wieder ins Halbfinale.

Götze Wunsch von Guardiola?

Sowohl Götzes alter als auch sein neuer Verein sind in der Champions League unter den letzten vier. Setzen sich beide deutschen Mannschaften nach Hin- und Rückspiel durch, käme es am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion zum Finale zwischen Bayern und Dortmund – es ist Götzes letztes Spiel im Borussia-Dress.

Götze wiederum gilt als Wunschspieler von Guardiola, dem künftigen Bayern-Coach und früheren Trainer des FC Barcelona. Mit dieser Personalie – Guardiola tritt seinen neuen Job zum 1. Juli an – gelang dem Rekordmeister einer der aufsehenerregendsten Transfers in der Bundesliga-Geschichte.

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Kommentare

303 Kommentare Seite 1 von 31 Kommentieren

Chill, bro

Jemand, der die Verbstellung in einem Kausalsatz nicht hinbekommt, sollte keine großen Töne spucken, wenn es um die deutsche Sprache geht.

Zum Thema: Die Depression haben Sie ins Spiel gebracht, nicht JohnPreston. Nichtsdestotrotz zeigt die Personalie Deisler - und das ist kein Problem der Bayern allein - dass man sich in einer derart verletzungsgefährdeten Sportart wie dem Fußball genau überlegen sollte, welches Angebot unter welchen Bedingungen (Gehalt, aber v.a. auch Mannschaftsstruktur, Erfolgsdruck,...) man annimmt.

Götze als Stürmer

Ich sehe nicht, dass Bayern auf seiner Position überbesetzt wäre. Da man davon ausgehen kann, dass Guardiola diesen Transfer wollte, könnte ich mir Götze gut auf der 9 vorstellen, so wie Messi bei Barcelona.
Hat er ja in der Nationalmannschaft schon ein paar mal gemacht und das nicht so schlecht. Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, dass Robben nach der Saison geht, dann hätte man mit Götze auch noch einen für außen.

Götze ist kein Talent- aber er hat Talent!

Ich sehe Götze schon deutlich weiter. Natürlich ist er ungemein talentiert, aber doch kein Talent mehr! Damit will ich nicht sagen, dass er zu alt ist, um ein Talent zu sein.

Was ihn aber bereits über den Talent-Status heraushebt, sind die konstanten Weltklasseleistungen in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Wer das schafft, der hat sich aus der Rolle des Talents emanzipiert.

Mehr als zwei Jahre auf richtig hohem Niveau zu spielen, das ist für viele sehr gute Kicker bereits der Höhepunkt einer großen Karriere. Wer das hinter sich hat, ist kein Talent mehr.

Eine ganz andere Frage ist die, ob Götze bereits sein volles Potential entfaltet hat. Die Frage kann man tatsächlich verneinen. In ihm steckt die Chance auf eine richtig große Weltkarriere, die 10 Jahre oder länger anhält.

Nun könnte man argumentieren, dass er so lange Talent ist, bis er dieses Versprechen eingelöst hat. Das würde aber bedeuten, dass er auch mit 26-27 Jahren immer noch ein Talent wäre. Und das wäre ja wohl Quatsch, oder?