Uli HoeneßDer Machiavelli von der Isar

Die Steuersünden könnten Uli Hoeneß den Präsidentenjob und den FC Bayern einen Teil der Identität kosten. Die lancierte Götze-Schlagzeile könnte davon ablenken. von  und

Uli Hoeneß im November 2012

Uli Hoeneß im November 2012  |  © G. Schiffmann/AFP/Getty Images

Mario Götze wechselt im Sommer zu Bayern München, es ist der spektakulärste Spielertransfer der Bundesliga-Geschichte. Wer den FC Bayern kennt, weiß, wer hinter dem Coup steckt: der, der hinter allem steckt, Uli Hoeneß, der Präsident, der Macher des großen Ganzen.

Die Abteilung Gegenattacke scheint Hoeneß noch zu beherrschen. Die fragwürdige Lancierung des Götze-Wechsels dürfte ihn etwas aus den Schlagzeilen drängen. Doch diese neue so unangenehme Debatte wird er nicht vermeiden können. Das ganze Fußball-Land fragt sich, ob und wie der Steuersünder Hoeneß seinen Klub künftig führen wird. Angela Merkel hat sich von ihm distanziert, Zeitungskommentatoren fordern seinen Rücktritt, und der gewaltigste Meinungsmacher, die Bild-Zeitung, plant am Mittwoch mit einer Umfrage zu titeln: Sollte Hoeneß als Präsident des FC Bayern zurücktreten? Gut möglich, dass viele Bürger mit "Ja" antworten.

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Er schließe den Rücktritt aus, sagt Hoeneß. Doch kann der bedeutendste deutsche Fußballfunktionär noch alleine über sein Schicksal bestimmen? Und kann man sich überhaupt vorstellen, wie ein FC Bayern ohne Hoeneß aussähe?

Müsste er zurücktreten, würde er ein großes Machtvakuum hinterlassen, und der Verein würde ein Stück seiner Identität verlieren. Hoeneß hat zwar als Präsident und Vorsitzender des Aufsichtsrats keine operative Funktion. Doch wer das Sagen im Verein hat, darüber gibt es keine Zweifel. Menschen, die das Führungs- und Machtverständnis von Uli Hoeneß beim FC Bayern kennen, drücken ihre Einschätzung in kurzen Sätzen aus: "Hoeneß ist der Alleinherrscher", sagt einer. "Hoeneß regiert absolutistisch", sagt ein anderer ehemaliger Funktionär, der seinen Namen keinesfalls veröffentlicht sehen will.

Hoeneß hat den Machtverzicht geprobt

Neben seiner Wurstfabrik ist der FC Bayern das Lebenswerk des Uli Hoeneß. Als Spieler, Manager und Präsident hat er den Verein zum sportlich und wirtschaftlich erfolgreichsten Klub Deutschlands gemacht. Von so einer Herzensangelegenheit trennt man sich schwer. Und doch hat es Hoeneß vor vier Jahren selbst versucht.

Ende 2009 wurde aus dem Manager Hoeneß der Präsident, er wollte Macht abtreten ohne es zu können. Sein Nachfolger wurde Christian Nerlinger. Doch schon die Entlassung von Louis van Gaal 2011 war Hoeneß' Tat. Mit seiner egozentrischen Art hatte der holländische Trainer zu viel Einfluss, zu viel Anteil am Erfolg für sich beansprucht. Dazu kamen die bitteren Niederlagen der Bayern in den vergangenen zwei Spielzeiten. Die Lehre aus dem verlorenen DFB-Pokalfinale gegen Dortmund und dem verlorenen "Finale dahoam" in der Champions League gegen Chelsea hieß: Der Macher muss die Sache wieder in die Hand nehmen.

Kurz darauf wurde Nerlinger entlassen und Matthias Sammer als neuer Sportvorstand in München verpflichtet. "Ich habe mit Matthias gesprochen", sagte Hoeneß auf der Pressekonferenz zu Sammers Vorstellung, "dann Karl-Heinz Rummenigge hinzugezogen und später den Vorstand informiert". So läuft das beim FC Bayern, der Boss entscheidet, und informiert dann die anderen.

Neben Hoeneß hat beim FC Bayern niemand viel Spielraum. Sammer ist zwar Sportvorstand, besitzt aber keine Hausmacht. Rummenigge ist zwar der Vorstandsvorsitzende, seine Ansprachen zu wichtigen Themen wirken jedoch wie aufgesetzt. Und Franz Beckenbauer hat in München schon lange nichts mehr zu melden. Das sagte Hoeneß jüngst persönlich dem Kicker.


Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt, bitte beteiligen Sie sich konstruktiv. Danke, die Redaktion/se

    Eine Leserempfehlung
    • Conte
    • 23. April 2013 16:38 Uhr

    ... er beherrscht vielmehr die Medien (u. a. Ihr Blatt). Viele Medienzaren kämpfen um ihr Überleben mit ihren Werkzeugen/Slotmachines. Uli fallen zu lassen bedeutete eine ganze Menge Leser aufs Spiel zu setzen. Die Zurückhaltung, die zurzeit herrscht ist verblüffend. Wenn man die FAZ auch in Betracht zieht, dann verdunkelt sich die ganze transparente Welt des deutschen Blätterwaldes. ORGANISIERTER geht es gar nicht. Gerade aus einem Land, das stets sein Blick und den Zeigefinger auf Rom und Sizilien mit beispielloser Härte gerichtet hat.

    Ich gebe allen einen Spruch mit auf den Weg für mehr Toleranz, wenn der Blick und die unruhige Zunge über die Alpen hinweg nach Süden tanzen:

    LIFE IS NOTHING BUT A COMPETITION TO BE CRIMINAL RATHER THAN THE VICTIM (B. Russell)

    Hierzulande insbesondere. Nur fehlt der Stil zu dem zu stehen, was man mag.

    6 Leserempfehlungen
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    kennen sie den unterschied zwischen kriminell und toleranz...anscheinend nicht ....

    mfg

    • Conte
    • 23. April 2013 16:48 Uhr

    Meine tolerante Haltung haben Sie oben genossen. Nun lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie sich, wenn Sie können, und lassen Sie Ihre Sehnsüchte von der Vernunft leiten. Dann ist es gut. Servus.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke, die Redaktion/jk

    Macchiavelli War nicht so dusellig!!nur einmal wurde durch ein linke List, hereingelegt!! Schade der arme Ulli!! den hätten wir ( Italiener )gerne als Ministerpräsident in Italien gehabt!! ZU SPÄHT!!!!! und dazu Mister WULFF mit seine Dominantelady,als Ministerpräsident-
    In BELLA grande Germania , sagt man sich, landschaftspflege, mit den Zeigerfinger nach Süden Sagt man MAFIA! schöööööööööön;-)

    • msknow
    • 24. April 2013 6:05 Uhr

    "Nur fehlt der Stil zu dem zu stehen, was man mag."

    Das Mögen kommt vielleicht auch von Vermögen. Und was man vermag, entscheidet hauptsächlich der Werdegang.
    Wir wissen alle, dass es wohl zuerst darauf ankommt, wo und bei wem man geboren wird. Kultur ist eben auch kondensierte Erfahrung. Wenn sie also in Italien aufwachsen, dann scheint es "normal" zu sein, dass Verbrecher die Geschicke der Gesellschaft lenken. Dann fühlen Sie sich als Gelenkter auch ein Stück weit ohnmächtig. Dann geht es letztlich nur noch um die Farbe des Autos, dass Sie sich kaufen wollen.
    Aber es ist anmaßend, die eigene Normalität, die ja erwiesener Maßen zur Unregierbarkeit eines ganzen Landes führen kann, moralisch ungefiltert als Maßstab setzen zu wollen. Gleichheit vor dem Gesetz ist ein elementarer Punkt für sozialen Frieden. Ansonsten können Sie die Polizei gleich abschaffen. Der Lehrer hat auch keine Chance, wenn die Schüler sich einig sind.
    Der Gebrauch des Verstands...

    • gquell
    • 23. April 2013 16:39 Uhr

    zur Hypovereinsbank als Spekulationsspezialist.
    Denn wenn ich die Berichte so studiere, dann hat er mit seinen Investitionen nur Gewinne gemacht. Daher wäre so ein Wechsel doch nur folgerichtig.
    Ich frage mich die ganze Zeit, warum diese Kampagne gerade jetzt gegen Uli Hoeness lanciert wird. Er ist zweifellos einer der besten Manager, die der FCB gehabt hat. Wer also hat ein Interesse daran, ihn öffentlich zu demontieren?

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    • Afa81
    • 24. April 2013 0:26 Uhr

    ...ich halte das für absolut abwegig, was Sie hier behaupten. Trotzdem ein toller Kommentar, denn er zeigt, wie abwegig all die anderen Spekulationen sind. Ich glaube, dass das auch Ihr Gedanke war.

    Allgemein: Wieso könnte Hoeneß das den Präsidentenjob beim FC Bayern kosten? Verstehe ich nicht. Er hat diesen Club groß gemacht, er ist dieser Club. Und den Präsidenten wählt wohl noch immer der Club und nicht Claudia Roth.

    "Ich frage mich die ganze Zeit, warum diese Kampagne gerade jetzt gegen Uli Hoeness lanciert wird. Er ist zweifellos einer der besten Manager, die der FCB gehabt hat. Wer also hat ein Interesse daran, ihn öffentlich zu demontieren?"

    ... Guttenberg ist durch, Mappus ist durch, Wulff ist durch, Schavan ist durch, jetzt ist halt Hoeneß dran und morgen wird es der oder die Nächste sein. In immer kürzerer Kadenz.

    Durch die Onlinemedien ist die Berichterstattung eben nicht mehr nur Berichterstattung, sondern die Medien sind Teil dieser Abläufe geworden. Es wird nicht mehr neutral berichtet oder gegebenenfalls mit einer leichten Tendenz, sondern die betreffenden Personen werden gnadenlos und quasi momentan medial abgenagt. Medial sind diese Leute im Grunde genommen schon beim ersten Verdacht erledigt. Bei Wulff sind noch ein paar hundert Euro strittig, Kachelmann mag jeder für sich bewerten, Schavan ebenso. Guttenberg hingegen war eindeutig. Und Mappus sowieso nur eine kurze Episode.

    Wir werden sehen, was am Ende bei Hoeneß rauskommt. Vielleicht greift ja wider Erwarten die Selbstanzeige und es geht glimpflich für ihn aus. Bis dahin wird er aber gnadenlos verfrühstückt werden und eine Menge Klicks für die Onlinemedien generieren.

    zum FC JVA Stadelheim. Gegen eine unbekannte Ablösesumme wird er über eine Ausstiegsklausel aus dem Steuerrecht aus dem Vertrag mit den Bayern herausgekauft.

    Schön wär´s!

    • ghoff
    • 27. April 2013 8:20 Uhr

    nicht zurücktreten soll?

    Er wird möglicherweise wegen Steuerbetrugs in mehrfacher Millionenhöhe im Gefängnis landen. Meinen Sie, die Sponsoren würden das gerne sehen? Diese Affäre wird dem 1. FC Bayern extrem schaden. Selbst die Nicht-Bayern-Fans sind schockiert, weil sie ein anderes Bild von Hoeneß hatten.

    Ich bin überzeugt, dass Audi, Adidas, die Burger-Kette & Co. reagieren werden. Wenn sie auch vielleicht Steuerhinterziehung nicht als Delikt ansehen, so wissen sie doch, dass ihre Kunden dies größtenteils schon tun. Das Image wird durch Hoeneß sehr leiden.

    Das Problem von Hoeneß ist im Prinzip, dass es nicht genügend Distanz zwischen der Wirtschaft und der Politik gibt. Genau wegen dieser fehlenden Distanz wird sein Verbrechen (und es ist ein Verbrechen, wenn es möglicherweise auch ungesühnt bleibt) politisiert. Und das liegt nicht nur daran, dass die Wirtschaft die Nähe der Politik sucht, sondern auch und vor allem daran, dass die Politik die Nähe der schwerreichen Wirtschaftsvertreter sucht.

    Hoeneß ist ein Oligarch mit Machtanspruch. Er glaubt, dass ER - nicht demokratiekonform - sich aufschwingen kann, Steuergelder zu verteilen. Er tat dies nicht in der Höhe, wie er Steuern hinterzog. Ein bißchen was, musste auch für ihn, den Gönner, überbleiben. Sein privates Problem ist, dass er kein so richtig feiner Mann ist, aber gerne angesehen wäre. So ist er wohltätig unterwegs. In einem anderen System würde er sich anders verhalten, um angesehen zu sein.

  2. "Die lancierte Götze-Schlagzeile soll davon ablenken."

    So sieht es aus. Und zwar nicht nur auf diesen Medien Profi bezogen. So wird Politik gemacht. Und so werden die Bürger an der Nase herum geführt. Man kann dem Mann ja noch nicht einmal einen Vorwurf daraus machen. Und ich denke mal, genau so wird er es mit seinen halbseidenen Finanztransaktionen auch gehalten haben. Jeder verhält sich so. Wer das nicht tut wird vermutlich von dem Rest unserer "Eliten" für dumm gehalten. Also macht der Uli auch mit. Dumm ist er ja schließlich nicht. Und weil "die" in der Politik ja sowieso "unser" Geld verplempern hat er auch das Recht dazu. That´s Life

    7 Leserempfehlungen
  3. kennen sie den unterschied zwischen kriminell und toleranz...anscheinend nicht ....

    mfg

    Eine Leserempfehlung
  4. Dass Götze früher oder später für den BVB nicht mehr zu halten sein würde, war ja eigentlich absehbar. Mit 37 Mio. Ablöse, mehr oder weniger kompensierbar.

    Wirklich unverschämt aber ist eigentlich der Zeitpunkt an dem diese Meldung jetzt rausgegeben wird. Es dient eindeutig dazu, erstens von den kriminellen Machenschaften von Herrn Hoeneß abzulenken, und zweitens Unruhe beim BVB zu schüren vor dem wichtigsten Spiel des Vereins seit 15 Jahren.

    Dieses Verhalten ist so (bayern-typisch) scham- und skrupellos, man hält es fast nicht für möglich. Da stellt man sich ständig öffentlich hin, faselt von moralischen Ansprüchen, Fair Play, Kaufmannsehre usw. usf. und dann innerhalb von nur wenigen Tagen diese Nachrichten, die zeigen wie man wirklich tickt. Immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht - ohne Rücksicht auf Verluste und immer auf Kosten anderer (Bei der Steuergeschichte war es auf Kosten unserer gesamten Gesellschaft, jetzt eben mal nur auf Kosten des BVB). Schlicht widerlich, dieser Verein und die handelnden Personen.

    Aber auch Hr. Götze muss sich fragen lassen, ob er denn davon wusste, dass diese Information genau heute rausgegeben werden sollte, und ob er denn mit diesem Zeitpunkt einverstanden war. Wenn er es wusste und sich dann in dieser Weise instrumentalisieren lässt, auf Kosten seiner (Noch-)Mannschaft, spricht das nicht gerade für ihn. Wenn er es nicht wusste, dann sollte er sich spätestens jetzt ernsthaft fragen, auf was er sich denn da einlassen will.

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    1. Wird der Vertrag wohl schon unter Dach und Fach gewsen sein, bevor die Steuerhinterziehung von Hoeneß öffentlich wurde. Da war Götze aber längst in den Fängen von Bayern München und konnte rein gar nichts mehjr beeinfliússen, damit seinen noch Mannschaft nicht gezielt verunsichert wird.

    2. Lernt er so sofort, wie das so läuft in Bayern. Was Hoeneß gerade in den Kram passt wird gemacht und BAST A ! Da passt doch der Wahnsinntransfer von Götze wie die Faust aufs Auge. Hoeneß selbst ist erstmakl aus den negativ Schlagzeilen verschwunden. ER wird die Bewunderung genießen, das er das so "sauber" eingefädelt hat.

    3. Hat es Ihn unheimlich gewurmmt, das ein Team wie Dortmund wahrhaftig gut 2 Jahre bis heute sportlich auf Augenhöhe mit Bayern ist, Bayern zweimal die Meisterschale weggeschnappt und Sie im DFB Pokal gedemütigt hat und auch finanziell immer stärker wird. Zeit für einen Blattschuß in die sportliche Perspektive.

    4, Die finnanzille Seite soll auch möglichst geschwächt werden, also größtmögliche Unruhe ins Dortmunder Team / die Fans bringen, vor Dortmunds CL Halbfinale, also lancierte Hoeneß diese Meldung genau JETZT in die Medien. In der Hoffnunhg, das so Dortmund das Endspiel und weiteren Geldsegen der CL so auf jeden Fall verpasst, schließlich profitiert der bvb ja schon erheblich vom Götze Transfer.

    Als nicht bvb Fan aber Ruhrgebietler ist für mich das Maß ist voll, solange Hoeneß Präsident ist, werde ich selbst international den Bayern nicht die Daumen drücken.

    • thelaw
    • 23. April 2013 17:58 Uhr

    absichtlich geleakten Götze-Transfer. Vollkommen abstrus und dümmlich, aber der erbosten BVB-Fan brauch eben doch noch mehr (eingebildeten) Grund, um sich zu ereifern.

    Warum es nicht mehr als die dümmliche Version einer Verschwörungstheorie ist, lässt sich recht leicht ergründen.

    1) Wäre der Transfer absichtlich von Bayern-Seite geleaked worden, dann könnte der Zeitpunkt kaum dümmer sein. Wie Sie vllt mitgekriegt haben, spielt der FC Bayern seinerseits heute das bislang wichtigste Spiel der Saison, Gegner kein geringerer als der FC Barcelona. Es wird nicht viel weniger geklärt, als die Frage, wer derzeit die #1 der Welt ist: Bayern oder doch noch immer Barcelona.
    Und die Veröffentlichung des Transfers wird sicherlich besonders die Herren Shaqiri, Robben und Gomez besonders erfreut haben, nicht? Kroos ebenso, aber der ist ja verletzt.
    Unruhe im Team hat in erster Linie zunächst einmal der FC Bayern und erst in zweiter Linie der BVB.
    Aber das sieht der vereinsfarbenblinde BVB-Fan natürlich nicht.
    Hätte der FC Bayern schlicht den BVB schädigen wollen, warum ist er dann so vermeintlich blöde und leaked die Meldung am Tag des eigenen Spiels, statt des Konkurrenten? Pure Ungeduld? Ist Blödsinn.

    2) Herr Hoeneß ist schuld, weil er von sich selbst ablenken will. Soso.
    Da hätte er den einen Tag nicht warten können? Die Meldung um die im Januar (!) erfolgte Selbstanzeige ist ja schon ein paar Tage alt.
    Hoeneß ist bislang eher selten durch FCB-Erfolgsschädigendes Verhalten aufgefallen

  5. Ich wüsste nicht welchen Nutzen der Verein von einem Rücktritt haben sollte. Seinen Job als Manager versieht er hervorragend. Es handelt sich um kein öffentlich gehandeltes Unternehmen.
    Wo steht geschrieben, dass Manager von Unternehmen ein tugendhaftes Leben führen müssen?

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    dann hat er gar keine andere Wahl, als zurück zu treten.

    "Angestoßen wurde die Affäre durch ein Interview, das Uli Hoeneß der Münchener Boulevardzeitung Abendzeitung im Herbst 2000 gab. „Der DFB kann doch keine Aktion ‚Keine Macht den Drogen‘ starten und Herr Daum hat vielleicht damit etwas zu tun“, so Hoeneß"

    Wenn Hoeneß immer wieder von Financial Fairplay schwadroniert (oder sich als Robin Hood darstellt) und zeitgleich Millionen hinterzieht hat, dann ist es ebenso Doppelmoralisch wie im Fall Daum. Sie haben Recht Privatmann Hoeneß hat erst einmal nichts mit dem FC Bayern zu tun, genauso wenig hatte der Privatmann Daum etwas mit einem Trainerposten zu tun. Nur: wer andere (moralisch) maßregelt sollte sich da nicht ausnehmen dürfen.

    Zitat Galgensten : Wo steht geschrieben, dass Manager von Unternehmen ein tugendhaftes Leben führen müssen

    Ein Manager muss kein Engelsein,

    Aber auch Kein Betrueger und dass hat nichts mit

    Privat oder Oeffentlich gehndeltem Unternehmen zutun

    • Galle
    • 01. Mai 2013 13:52 Uhr

    Sind Sie wirklich der Ansicht, man(n) muß nur ausreichend Gutes tun oder einen hohen Nutzen für einen Verein haben um Straftaten zu verniedlichen. Gibt es da ein Bonusheft, in dem die gesammelten Positivpunkte dokumentiert werden um sie später bei Delikten gegenrechnen zu können? Ich habe so etwas schon mal aus der katholischen Kirche gehört.
    Ich habe gute Erfahrungen, wie eine 42-tägige Fastenkur die Dinge im Hirn wieder zurecht rücken und den getrübten Blick auf die Realitäten beseitigen kann. Achtung: Bei einer solchen Kur kann eine Psychose auftreten; aber auch das wäre lediglich eine Abrundung und Bestätigung des Befundes.

    Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich ihn zwar auch kicken, weil ich ihn als "Manager" auch für untragbar halte, wenn sich die Angelegenheit bewahrheitet. Aber ob er weiterhin Manager des FC Bayern bleiben kann, ist doch die Angelegenheit der Sponsoren/Vereinsmitglieder. Als Verein ist der FC Bayern doch demokratisch organisiert, oder?
    Ich finde das geht die Öffentlichkeit bzw. Unbeteiligte relativ wenig an.

    • Zwen
    • 23. April 2013 16:47 Uhr

    Das Hoeneß das Götze-Gerücht gestreut hat ist nicht mehr als eine Unterstellung, gibt es dafür irgendeine Quelle? Starker Tobak, Hoeneß zu unterstellen er würde sein Wohlergehen über das des Vereins stellen.

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    Auf der heutigen Pressekonferenz verkündete Klopp, nach dem Málaga-Spiel informiert worden zu sein. Es gelangte seither kein Wort an die Öffentlichkeit. Es kann nicht im Interesse des Vereins aus Dortmund sein, vor dem wichtigsten Spiel seit mehr als einem Jahrzehnt, diese Information so kurz davor zu veröffentlichen. Mit den Reaktionen musste man rechnen, also hätte man 2 Tage warten können, denn es ist definitiv das letzte CL-Heimspiel der Saison.

    Bayern habe es auch nicht ausgeplaudert, so Klopp. Es ist eine naheliegende Vermutung, die sich wahrscheinlich nie beweisen lassen wird. Es sei denn, derjenige gibt es zu. Das Wohlergehen von München sehe ich hier nicht so sehr auf dem Spiel. Bayern gewinnt eines der ganz großen Talente des deutschen Fußballs. Dass ein paar Spieler um ihren Platz fürchten müssen, war spätestens mit der Bekanntgabe der Verpflichtung Guardiolas klar. Der „Schaden“ für Bayern ist eher mal wieder der gewohnte, nämlich als Buhmann dazustehen. M. E. zu Recht.

    Der Schaden für Dortmund ist nicht abzusehen, aber sicherlich ungleich größer. Wie reagiert das Publikum auf Götze? Wie die Mannschaft? Einen Gewinner gibt es natürlich: Real. Die werden sich ins Fäustchen lachen. Sollte Bayern heute verlieren, ist wahrscheinlich auch der Transfer schuld.

    Hoeneß zu unterstellen er würde sein Wohlergehen über das des Vereins stellen."
    ????

    Sie sind also der Ansicht, dass dem selbsternannten Guru der Liga NICHT im Ernstfall das Hemd näher ist, als der Rock?

    Ja, wenn das so ist, können wir doch sicher alle davon ausgehen, dass er auch nur zum Wohle des FC Bayern das Geld in der Schweiz geparkt und somit leider, leider seinem Land schaden musste .......

    Ein Philanthrop unser aller Uli, geahnt habe ich es immer schon ......

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