WurstfabrikantTäglich bis zu vier Millionen Hoeneß-Würste

Florian Hoeneß leitet die Wurstfabrik seines Vaters erfolgreich. Die Nürnberger werden europaweit verkauft. Nur McDonald’s nahm nun Hoeneß' Currywurst aus dem Sortiment. von Patrick Guyton

Uli Hoeneß im Jahr 2010 während einer Webeaufnahme mit einem Schnäuzer und einem Bratwurst-Burger: Seit 2010 bot eine Fast-Food-Kette die von Wurst-Fabrikant Hoeneß produzierten Nürnberger Rostbratwürstchen unter dem Namen "Nürnburger" an.

Uli Hoeneß im Jahr 2010 während einer Webeaufnahme mit einem Schnäuzer und einem Bratwurst-Burger: Seit 2010 bot eine Fast-Food-Kette die von Wurst-Fabrikant Hoeneß produzierten Nürnberger Rostbratwürstchen unter dem Namen "Nürnburger" an.  |  © McDonald's dpa/lby

Schon in jüngeren Jahren baute Uli Hoeneß gerne vor und sicherte sich ab – ganz der sorgsame schwäbische Selbstständige. Mit 33 Jahren schien ihm die Managerkarriere beim FC Bayern München noch zu wenig gefestigt zu sein. Also gründete er 1985 gemeinsam mit seinem Bekannten Werner Weiß, einem Metzger, die Nürnberger HoWe-Wurstwaren KG. Der Name setzt sich aus den ersten beiden Buchstaben der Nachnamen von Hoeneß und Weiß zusammen. 

Rasch wurde die Würstchenfirma zu einem großen Akteur in ihrem Markt. Der heutige FC-Bayern-Präsident hatte hier offenbar alles richtig gemacht. Heute liefert er seine "Original Nürnberger Rostbratwurst" nicht nur an Aldi-Süd, sondern als titelgeschütztes Markenprodukt nach ganz Europa.
Mit dem mutmaßlichen Steuerbetrug von Hoeneß ist nun auch die Firma mit ihrem Sitz am Nürnberger Hafen in den Blick der Öffentlichkeit geraten. Schon kurz nach Bekanntwerden der staatsanwaltlichen Ermittlungen sagte Hoeneß' Sohn Florian, der seit 2001 verantwortlich die Geschäfte führt, dass HoWe nichts mit dem Schweizer Geld zu tun habe und dies eine Privatangelegenheit seines Vaters sei.

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Dennoch schottet sich die Firma im Sog der Affäre nun ab: Auf eine Gesprächsanfrage teilt die Marketing-Verantwortliche freundlich, aber bestimmt mit, "dass momentan keine Interviews gegeben werden". Auf eine weitere E-Mail gibt es keine Reaktion.

Der Metzgersohn Hoeneß trat mit Gründung der Firma auch in die Fußstapfen seines Vaters Erwin. Schon als Buben mussten Uli und sein ein Jahr jüngerer Bruder Dieter in der Metzgerei im heimischen Ulm mit anpacken. Die beiden künftigen Spitzenfußballer trainierten da schon bei der damaligen TSG Ulm 1846. Noch heute wird in der schwäbischen Donaustadt gern an die bodenständige Herkunft der beiden erinnert. Nach seiner Kicker-Karriere war Dieter zwölf Jahre lang Manager bei Hertha BSC Berlin.

Leserkommentare
  1. Läuft der Artikel unter 'Wirtschaftsmeldung' oder 'Anzeige'. Ich verstehe den Journalistischen Mehrwert dieser Produkt hudelei nicht so wirklich. Aber gut, dass ich jetzt informiert bin, dass die Würstchen 2,19 € bei Aldi kosten ;)

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    "Täglich bis zu vier Millionen Hoeneß-Würste" ...

    Wie viel arme Schweine sind wohl insgesamt daran beteiligt ???

    In den Betrieben der Tönnies-Firmen wurden im Jahr 2011 über 16 Millionen Schweine geschlachtet.

    Quelle
    http://www.phoenix.de/con...

  2. Bezahlung unter Tarif, kein Betriebsrat.

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    • Thuja
    • 29. April 2013 20:29 Uhr

    diese Angaben der Gewerkschaften. Hörten wir nicht auch Jahr um Jahr schreckliches über die ausgebeuteten, unterbezahlten Schlecker-Verkäuferinnen?
    Nachdem die Firma dann allerdings in Konkurs ging, lautete die Mär plötzlich ganz anders. Plötzlich konnten die Frauen leider so schlecht vermittelt werden, weil sie besser bezahlt worden waren, als die Damen bei der Konkurrenz. Sie waren zu teuer!!! Ein herrlicher Sieg von Verdi...

    Leider bin ich Vegetarier, sonst würde ich grad zu fleiss ab morgen diese Würstel in rauen Mengen essen.

    Also ich hab das mit Schlecker so nicht gehört, was Sie angeblich von den Gewerkschaften gehört haben möchten.
    Schlecker kam erst in Verruf, als man den Plan forciert hat, einige Schlecker-Läden zu schließen und dafür ein paar "Schlecker-XXL" Läden aufzumachen. Den Mitarbeitern sollte dafür erst gekündigt werden und ihnen dann zu schlechteren Konditionen die gleiche Arbeitsstelle im neuen XXL-Schuppen angeboten werden.

    Nun zur Wurst: Nürnberger sind echt lecker, vor allem gegrillt. Haben auch einen recht hohen Fleischanteil im Vergleich zu anderen Würstchen. Das gilt aber soweit ich weiß nicht speziell für die Hoeneß Wurst sondern generell für Nürnberger Würstchen.

    Das mit den schlechten Arbeitsbedingungen hat er ja nicht wirklich dementiert, also scheint wohl leider etwas dran zu sein:
    "Wir leben in keinem Gewerkschaftsstaat, wo mir die NGG Vorschriften machen kann."

  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/jz

    Eine Leserempfehlung
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    .... flankiert von einer beeindruckenden Güllepumpe im roten Drehzahlbereich. Höchst aufschlussreich. Da geht noch was, Pharisäer! Auf geht's!

  4. .... flankiert von einer beeindruckenden Güllepumpe im roten Drehzahlbereich. Höchst aufschlussreich. Da geht noch was, Pharisäer! Auf geht's!

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
  5. Dass dann Mc Donald's, nach Auskunft eines Freundes, denn ich gehe nicht zu dieser Fast-Food Kette, über das Curry-Wurst Schild einen Aufkleber mit der Aufschrift; ''Nicht mehr erhältlich, weil zu lecker'' aufklebt, grenzt an purem Sarkasmus...

    4 Leserempfehlungen
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    Wenn man diesen Artikel hier gelesen hat, ja.

    Bei allen anderen, die wohl in der Mehrheit sind, erweckt das Schild eher den Eindruck, als wären die Würste wegen hoher Nachfrage schon ausverkauft. Das nenne ich Marketing, Hut ab.

    wenn die würste bereits ausverkauft sind, muss es wohl viele geben, denen sie schmecken.

  6. Entfernt, bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se

    2 Leserempfehlungen
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    Heisst das nicht "Normalrostbratwurstbürger"? ^^

    Der Kommentar auf den Sie kritisch Bezug nehmen, wurde entfernt. Danke, die Redaktion/se

  7. 7. Tztztz

    Heisst das nicht "Normalrostbratwurstbürger"? ^^

    Antwort auf "hoeness hilft "
  8. ich möchte die Würste eines Steuerbetrügers nicht essen, kann ich vermutlich aber kaum vermeiden.

    2 Leserempfehlungen
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    andere Firma nehmen. Es gibt mehr der Nürnberger-Rostbratwürstl-Hersteller; dann kauft man eben nicht bei ALDI - geht doch. Oder schauen Sie mal beim Metzger um die Ecke. -

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