Bundesliga-VorschauLewandowski zu Bayern, Gomez zu Dortmund, oder andersrum

Im Transfer-Wirrwarr ist nur Fakt, dass nichts Fakt ist. Der SC Freiburg wird ausverkauft und Theo Zwanziger meldet sich wieder mal zu Wort. Alles zum 31. Spieltag. von 

Dortmunds begehrter Stürmer Robert Lewandowski

Dortmunds begehrter Stürmer Robert Lewandowski  |  © David Ramos/Getty Images

Wer spielt wann gegen wen?

SpVgg Greuther Fürth – Hannover 96 (Freitag, 20.30 Uhr)
Bayern München – SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)
Bayer 04 Leverkusen – Werder Bremen 
VfL Wolfsburg – Borussia Mönchengladbach
TSG Hoffenheim – 1. FC Nürnberg
FC Augsburg – VfB Stuttgart
Fortuna Düsseldorf – Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr)
1. FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr)
FC Schalke 04 – Hamburger SV (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Mainz gegen Frankfurt. Rauschende Europokalnächte sind ja schön und gut. Ein Derby aber ist ein Derby. Mit all den alten Schnurren und immer jungen Emotionen. Da verstoßen Väter ihre Söhne, beste Freunde werden zu Feinden und Bürokollegen spucken sich in den Kaffee. Leider artet das alles manchmal aus, weshalb etwa 1.000 Polizisten die 22 Spieler und 34.000 Fans bewachen werden. Insbesondere die Frankfurter Fans haben sich ja schon einige Male als verhaltensauffällig entpuppt. Und als kreativ. Weil der FSV Mainz eine Invasion von Frankfurt-Fans fürchtete, wurden Tickets für das Spiel nicht wie sonst auch online, sondern nur vor Ort in Mainz verkauft. Einige Frankfurter aber fuhren zum Kartenschalter und gaben sich als Mainz-Fans aus. All die Eintracht-Anhänger, die sich eher die Hand abhacken würden, als sich selbst zu verleugnen, können die Reise nach Mainz zumindest auf YouTube mitmachen.

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Welche Spiele können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Die der Dortmunder und der Bayern. Europas derzeit heißeste Vereine müssen gegen Düsseldorf und Freiburg ran. Was bedeutet, dass die torgefährlichsten Gegenspieler plötzlich nicht Messi und Ronaldo heißen, sondern Stefan Reisinger und Max Kruse. Da braucht es schon ein gehöriges Maß an Motivation. Dazu haben beide Vereine die größten Probleme derzeit abseits des Platzes. Dortmund muss nicht nur den Götze-Transfer verarbeiten, sondern sich auch um Robert Lewandowski kümmern. Und auch Uli Hoeneß' Steuer-Affäre bleibt ein Thema. Schließlich jubelt da im Stadion ein Betrüger, der nur durch fünf Millionen Euro Kaution einer Haft entging. Zwar betont Karl-Heinz Rummenigge kategorisch, er "kann, werde und will" sich den FC Bayern ohne Hoeneß "nicht vorstellen". Ob Hoeneß aber haltbar ist, wird wohl nicht Rummenigge allein entscheiden. Der Bayern-Aufsichtsrat hält sich noch zurück, soll Gerüchten zufolge aber am Montag über das Thema reden.

Wer steht im Blickpunkt?

Robert Lewandowski. Am Mittwoch schrieb er Champions-League-Geschichte, jetzt arbeitet er am nervendsten Transfer-Hin-und-Her der Bundesliga-Geschichte. Bayern oder Dortmund? Oder doch Manchester United? Fakt ist nur, dass nichts Fakt ist. Die Bild berichtet, Lewandowski habe mit dem FC Bayern zwei Verträge abgeschlossen, einen ab Sommer 2013 und einen ab Sommer 2014, was die Münchner gleich wieder dementierten. Spiegel Online zufolge, habe der FC Bayern kürzlich ein Angebot von 25 Millionen Euro abgegeben, laut den Lewandowski-Beratern habe man sich mit dem BVB mal mündlich auf eine Ausstiegsklausel in dieser Höhe geeinigt. Auch hier hat der BVB umgehend dementiert.

Die Dortmunder scheinen mit der Situation derzeit ganz gut leben zu können. Entweder sie verkaufen Lewandowski noch im Sommer. Das wäre zwar nach dem Götze-Wechsel der zweite sportlich herbe Verlust, würde aber einen guten Schwung an Euros in die Kassen spülen, vor allem nach der Vorstellung am Mittwoch. Oder sie lassen ihren Stürmer noch ein Jahr lang BVB-Tore schießen und können in Ruhe einen Nachfolger suchen. Schnellschüsse bringen ja nicht immer Gutes. Obwohl: Im Ruhrgebiet soll doch tatsächlich jüngst ein gewisser Mario Gomez gesichtet worden sein.

Leserkommentare
  1. & der letzte macht das Licht aus :P

    Eine Leserempfehlung
    • Mocaer
    • 26. April 2013 17:56 Uhr

    Einen "Sportdirektor" a la Dufner kann man sich sparen, der bringt großen Schaden über den sympathischsten Verein Deutschlands und scheint sich noch nicht mal dafür zu schämen. Ab einer bestimmten Gehaltsstufe ist eben Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit Trumpf.

    Wie kann man derart viele Verträge abschließen, die es ermöglichen, dass 4-5 Leistungsträger gleichzeitg den Verein verlassen können und dann auch noch zu den niedrigen Konditionen? Das ist ein Leichtgewicht Manager, wenn er überhaupt einer ist!

    Der Mann ist ein Versager und eine Schande für den Sportclub.

    Möge er ernten, was er säät!

    2 Leserempfehlungen
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    ...ist doch alles relativ. Kruse z.B. wurde für 500.000 gekauft und für 2.500.000 wieder verkauft. Ist doch kein soo schlechter Deal.
    Bei den anderen Verkäufen sieht es doch ähnlich aus. Für den SC ist das zwar sehr ärgerlich, aber doch kein Kleingeld.

  2. ...ist doch alles relativ. Kruse z.B. wurde für 500.000 gekauft und für 2.500.000 wieder verkauft. Ist doch kein soo schlechter Deal.
    Bei den anderen Verkäufen sieht es doch ähnlich aus. Für den SC ist das zwar sehr ärgerlich, aber doch kein Kleingeld.

    Antwort auf "Versager Dufner"
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    2.5 mio für max kruse sind angesichts des aktuellen preisniveaus am "viehmarkt" ein absoluter witz anstelle von mario götze könnten sich die bayern fünfzehn maxe leisten - dabei wär der kleine mario schon im duell mit zweien wahrscheinlich etwas überfordert.

    was den freiburgern zum saisonende blüht kann einem beinahe das herz brechen. vielleicht machts das nächste sc-management ein bisschen besser ....

    • hermse
    • 26. April 2013 19:34 Uhr

    Ganz schön was los auf dem Viehmarkt in Bad Wildungen...

  3. 2.5 mio für max kruse sind angesichts des aktuellen preisniveaus am "viehmarkt" ein absoluter witz anstelle von mario götze könnten sich die bayern fünfzehn maxe leisten - dabei wär der kleine mario schon im duell mit zweien wahrscheinlich etwas überfordert.

    was den freiburgern zum saisonende blüht kann einem beinahe das herz brechen. vielleicht machts das nächste sc-management ein bisschen besser ....

    Antwort auf "Versager?"
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    wäre hier mal angebracht...

    > anstelle von mario götze könnten sich die bayern
    > fünfzehn maxe leisten

    Tja, wenn die - statt eines Mario - auch alle gleichzeitig spielen dürften, wäre dieser Rechnung etwas abzugewinnen.

    Schade nur, dass vierzehn davon dann auf der Bank sitzen :)

  4. wäre hier mal angebracht...

    Antwort auf "wie man´s nimmt"
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    sie werden lachen, in freiburg darf man ohne bwl-zertifikat gar nicht ins stadion : )

  5. sie werden lachen, in freiburg darf man ohne bwl-zertifikat gar nicht ins stadion : )

    Antwort auf "Grundkurs BWL"
  6. Was will Dortmund eigentlich mit dem vielen Geld? Wenn sie um Meisterschaft und CL mitspielen wollen, können sie das Geld nicht in zehn 2 millionenspieler investieren. Dann brauchen sie richtige stars, und die kosten halt auch wieder richtig viel Geld.

    Einen Superstar aus dem Team entfernen, dafür einen neuen kaufen und neu einspielen müssen - am Ende nix übrig außer Risiko.

    Eine Mannschaft die um Meisterschaft und CL mitspielen will kann nicht ihre wenigen Leistungsträger verkaufen. Nur einige ihrer vielen.

    2 Leserempfehlungen
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    Bisher hat alles gut geklappt. Fragt sich nur wie lange, wenn man die aktuelle Abwanderung betrachtet. Die BVB Aktien sanken mit der Bekanntgabe von Götze-Abgang.
    Ich habe das Gefühl, dass die Aktionäre einfach absahnen wollen. Anders kann ich mir das Sparbrötchengehabe nicht vorstellen. Laut Gerüchte verdient Lewandowski lediglich 1,5 Mio. im Jahr - kein Wunder, dass er weg will, wenn seine Arbeit so niedrig wert geschätzt wird (im Vergleich zu den Topstürmer z.B. Gomez bei FCB ca. 10 Mio.).

    Lieber so als der neue Deisler... Auch Scholl hätte besser werden können. Wenn Lewandowski wirklich doppelt so viel verdienen könnte beim fcb als Götze ist das der erste schlag ins Gesicht noch bevor er überhaupt ein roter ist.

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