Der Noch-Dortmunder Felipe Santana nach dem Spiel gegen Málaga © Patrick Stollarz/AFP/Getty Images

Wer spielt wann gegen wen?

Borussia Mönchengladbach – FC Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Dortmund – FSV Mainz 05
Hannover 96 – Bayern München
Hamburger SV – Fortuna Düsseldorf
Eintracht Frankfurt – FC Schalke 04
Bayer Leverkusen – TSG Hoffenheim (alle Samstag, 15.30)
Werder Bremen – VfL Wolfsburg (Samstag, 18.30)
VfB Stuttgart – SC Freiburg (Sonntag, 15.30)
1. FC Nürnberg – SpVgg Greuther Fürth (Sonntag 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Bremen gegen Wolfsburg. Klaus Allofs kehrt zurück nach Bremen, von wo aus er im November mit seinem neuen Golf nach Wolfsburg abgehauen war und wodurch er viele Sympathien bei den Werder-Fans verspielte. Wem das nicht brisant genug ist, dem sei gesagt, was bis zum Anpfiff geschehen sein wird: Die Augsburger haben in Gladbach gewonnen, weil sie den Abstiegskampf verinnerlicht haben. Hoffenheim hat in Leverkusen gepunktet, weil die TSG den Abstiegskampf ausgeblendet hat. Düsseldorf hat Hamburg bezwungen, weil der HSV prinzipiell versagt, wenn sich ihm die Chance bietet, auf einen Europapokalplatz zu springen. Der Abstiegskampf wird neu eröffnet – mit beiden Allofs-Klubs.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Stuttgart gegen Freiburg. Das Pokal-Halbfinale am Mittwoch war zwar ja noch ganz stimmungsvoll, aber man muss es ja nicht übertreiben. So viel steht fest: Der schwäbische Fußballfan darf sich nach dem VfB-Sieg auch im nächsten Jahr auf zauberhafte Nächte im Europapokal freuen – und der VfB zur Belohnung im Finale, wie die Auslosung in der Harald-Schmidt-Show ergeben hat, gegen den FC Bayern verlieren antreten.

Die Bayern landeten einen auch in dieser Höhe erwarteten 6:1-Sieg gegen Wolfsburg. Höher gewann in einem Halbfinale zuletzt 1860 München im Jahr 1942. Gegner war der oberschlesische Verein TuS Lipine, Ergebnis 6:0. Damals hieß der Wettbewerb noch Tschammerpokal, benannt nach dem damaligen Reichssportführer. Es sind solche Ergebnisse, die Uli Hoeneß Sorgen über das Leistungsgefälle in der Bundesliga und spanische Verhältnisse bereiten. Frankfurts Heribert Bruchhagen sagt: "Jetzt will Hoeneß den Samariter spielen, da wird doch der Bock zum Gärtner gemacht! Da lachen ja die Hühner!"

 Wer steht im Blickpunkt?

Nun nicht mehr Jörg Schmadtke, einer der Architekten von Hannover 96. Er fischte Stürmerperlen aus den Untiefen des norwegischen Fußballs. Mit ihm qualifizierte sich der vorherige Abstiegskandidat zwei Mal hintereinander für den Europapokal. Er bildete ein erfolgreiches Gespann mit Mirko Slomka, der Schmadtke einen "maßgeblichen Anteil am Erfolg von 96" zugesteht. Diese Woche hat der Sportdirektor Schmadtke hingeworfen. "Ich habe großen Respekt vor Jörg Schmadtkes Entscheidung", sagt Slomka. Wer will, kann aus dieser Aussage die zwischenmenschlichen Spannungen herauslesen, die zwischen den beiden seit Jahren geherrscht haben sollen. Konflikte und Konkurrenzdenken zwischen Trainer und Manager, Ko-Trainer oder Vorgänger gibt es an vielen Fußballorten. Selten sind sie so offen ausgetragen worden wie in Hannover.