Das Team von Bayer Leverkusen nach einem seiner fünf Tore gegen Hoffenheim © AFP/Getty Images

Wer spielte wie gegen wen?

Borussia Mönchengladbach – FC Augsburg 1:0
Borussia Dortmund – FSV Mainz 05 2:0
Hannover 96 – Bayern München 1:6
Hamburger SV – Fortuna Düsseldorf 2:1
Eintracht Frankfurt – FC Schalke 04 1:0
Bayer Leverkusen – TSG Hoffenheim 5:0
Werder Bremen – VfL Wolfsburg 0:3
VfB Stuttgart – SC Freiburg 2:1
1. FC Nürnberg – SpVgg Greuther Fürth 0:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Zu Platz drei aufschließen wollte Schalke gegen Frankfurt. Machbar erschien das allemal, denn die letzte Niederlage gegen die Eintracht lag acht Jahre zurück, und Frankfurt fehlten einige Spieler. Am Ende aber erging es Königsblau einmal mehr wie dem kleinen Jungen, der keck fragt: "Was kostet die Welt?" Und dann schnell zurückrudert: "Huch, so teuer? Dann nehme ich ‘ne kleine Cola." So sah es auch der Manager Horst Heldt, der nach dem Abpfiff sagte: "Es funktioniert nicht, seit gefühlten fünfzig Jahren, auf Schalke." Am Samstag scheiterten sie nicht nur an ihrem eigenen Unvermögen. Sondern auch am Schiedsrichter, der ein reguläres Schalker Tor abpfiff und einen fragwürdigen Freistoß gab. Und an Marc Stendera, dem wuseligen 17-jährigen, der den verletzten Alex Meier vertrat und mit dem erwähnten Freistoß das Tor des Spiels durch Russ vorbereitete. Vor allem aber an Opa Oka Nikolov, dem 38-jährigen Silberrücken, der nicht nur einen Elfmeter parierte, sondern auch alle anderen Schüsse auf sein Tor.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Hannover gegen München. Wegen einiger Luftlöcher und Lattentreffer wurde es nicht mal zweistellig. Und auch eine Unsicherheit von Manuel Neuer taugte nicht zum Aufreger, obwohl sie das zwischenzeitliche 1:5 einleitete. Zum Schluss sorgte der potente Bayern-Sturm für ein 1:6 und damit auch für eine Tordifferenz von +75 (!). Mehr ist aus dieser Partie nicht mitzunehmen, auch wenn Hannover als das Barcelona Niedersachsens gilt. Auch tief im Westen nichts Neues: Borussen-Sieg gegen Mainz auf eine Art, mit der sie gegen Madrid "die Hütte vollkriegen" (Mats Hummels).

Was stand im Blickpunkt?

Die unselige Doppelbestrafung für Fouls im Strafraum durch Elfmeter und Rote Karte. Sie ermöglichte schwachen Gladbachern per Foulelfmeter ein 1:0 in einem schwachen Spiel gegen noch schwächere Augsburger. Und vereinfachte Leverkusen seine ohnehin lösbare Aufgabe: Dass Defensivmann Eugen Polanski in der 23. Minute das Bein gegen Stefan Kießling stehen ließ, war der Anfang vom Ende für Hoffenheim. Zwar parierte Keeper Koen Casteels den fälligen Elfmeter und zeigte einige weitere sehenswerte Paraden, doch gegen die neun verbleibenden Kraichgauer Absteiger auf dem Feld kombinierte sich Leverkusen ohne große Anstrengung zu einem 5:0. Anders ausgedrückt: Sie schlugen zu wie die Steuerfahndung. Zur Belohnung gibt‘s den nun fast sicheren Platz drei.