Bundesliga : Nicht gewonnen, doch gerettet – Werder Bremen hält die Klasse

Am 33. Spieltag rettet sich Bremen. Die Abstiegsfrage ist vertagt, doch für Hoffenheim sieht's düster aus. Freiburg wahrt die Champions-League-Chance. Alle Spielberichte
Der Bremer Sokratis (rechts) kämpft gegen den Frankfurter Karim Matmour um den Ball. ©Carmen Jaspersen/dpa

Werder Bremen – Eintracht Frankfurt 1:1 (1:0)

Werder Bremen ist gerettet. Ein Remis gegen Eintracht Frankfurt genügt dem Team von Trainer Thomas Schaaf für den Klassenerhalt, weil die Konkurrenz aus Düsseldorf und Augsburg patzte.

Kevin de Bruyne (22.) traf für die Bremer, Srdjan Lakic (51.) schoss für den Ausgleich. Frankfurt braucht nun noch einen Punkt aus dem Heimspiel gegen Wolfsburg, um sich einen Platz für die Europa League zu sichern.

Im mit 42.100 Zuschauern ausverkauften Weserstadion begannen die Bremer offensiv und zweikampfstark. Schaaf hatte die gleiche Elf aufgeboten wie beim 2:2 gegen Hoffenheim in der Vorwoche. Der nach Magen-Darm-Problemen genesene Zlatko Junuzovic nahm auf der Bank Platz. Werders erste Chance schoss Aaron Hunt (10.) nach einem Eckball aus etwa sechzehn Metern über das Gehäuse von Oka Nikolov.

In der Anfangsphase waren die Hessen nur darum bemüht, kein frühes Tor zu kassieren. Der starke de Bruyne nutzte jedoch eine Vorlage von Philipp Bargfrede und überwand aus Nahdistanz den Frankfurter Tormann. Sein Selbstbewusstsein demonstrierte de Bruyne (35.), als er mit einem Distanzschuss nur knapp das Tor verfehlte.

Der vom FC Chelsea ausgeliehene Offensivspieler wird nicht länger an der Weser bleiben, Leverkusen und Dortmund wollen ihn gern kaufen. Offiziell verabschiedet wurde er wegen der Konzentration auf den Abstiegskampf aber noch nicht. Nur der Ersatzkeeper Christian Vander bekam einen Blumenstrauß, er wechselt in den Trainerstab.

Gefahr von den Gästen drohte durch Karim Matmour (23./25.), der von Sebastian Prödl gestoppt wurde. Zwar kamen die Gäste immer wieder in die Bremer Hälfte, das aggressive Pressing der Bremer verhinderte den Ausgleich. In Bedrängnis geriet sie als Bastian Oczipka den Ball im Strafraum auf Marco Russ (43.) chippte, doch der köpfte über die Latte.

Als die Bremer nach der Pause ihre Möglichkeiten durch Abspielfehler vergaben, setzte Frankfurt nach und kam durch Lakic zum Ausgleich. Karim Matmour hatte sich gegen zwei Bremer durchgesetzt und die Vorlage gegeben. Nach einem Konter hätte Sebastian Jung (64.) nachlegen können, verfehlte aber ebenso wie Nils Petersen im Gegenzug das Tor. Werder verfiel durch das Gegentor in alte Spielmuster zurück, agierte zu ängstlich und riskierte eine Niederlage. Doch am Ende reichte das Remis.

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Kommentare

28 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Da geht es Ihnen genauso...

wie mir! Als alter S04-Anhänger begreife ich so langsam nicht mehr, was da so abläuft! Da geht Herr Held her und gibt großartig die Vertragsverlängerung des Herrn Keller bekannt und was machen die Jungs? Sie beschenken die beiden dafür reichlich! Ich habe selber viele Jahre gespielt und viel gelitten, nur was bei den Schalkern im letzten halben Jahr abgelaufen ist, ist mir absolut unbegreiflich!!! Ich weiß wirklich nicht, ob ich in meinem hohen Alter mir das noch antun kann? Die Leidensfähigkeit eines Schalkers muss gegen unendlich gehen! Oder?

Die Besten!

Wir sind eben nicht so verweichlichte Waschlappen wie die Anhänger anderer Vereine.

Damit hat ZEIT ONLINE ja mal ausnahmsweise Recht, dass in der Rückrunde der sportliche Erfolg zurückkam. Bisher ist Schalke das drittbeste Team der Rückrunde.

Woraus man aber nicht schließen sollte, dass die Punkte souverän eingefahren wurden. Was mit dem sportlichen Erfolg ebenfalls zurückkam, ist der Rumpelfußball und fehlende Konstanz. Was nicht verschwand, ist dass schon traditionelle Versagen, wenn es um etwas geht. Die Schalker hatten am Samstag die riesige Möglichkeit, die CL-Quali klar zu machen. Ich hätte eigentlich erwartet, dass die vor Ehrgeiz und Einsatz brennen. Stattdessen wirkte das eher wie ein gemütliches Auslaufen mit Ball.

Ich bin nicht der Meinung, dass sich die Mannschaft unter Keller weiterentwickelt hat (das hatte C.T. behauptet). Das, was ich bisher von den Schalkern gesehen habe, seitdem Keller Trainer ist, hat mich nicht überzeugt. Oder sehen Sie das etwa anders?

Sie dürfen selbstverständlich anderer Meinung sein.