Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß © Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Uli Hoeneß bleibt trotz seiner Steueraffäre Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident des FC Bayern München. Das Führungsgremium lehnte ein Angebot des 61-Jährigen ab, seine Ämter ruhen zu lassen, "bis die zuständigen Behörden über die strafbefreiende Wirkung seiner Selbstanzeige entschieden haben", teilte der FC Bayern München mit.

In der FC Bayern München AG sind die Ämter des Präsidenten und des Aufsichtsratsvorsitzenden aneinander gekoppelt. Der Verein begründete seine Entscheidung mit Verweis auf die anstehenden "sportlichen Herausforderungen" im Finale der Champions League und beim DFB-Pokal.

Hoeneß habe vor dem Gremium auch sein Bedauern über den Vorfall ausgedrückt und sich entschuldigt.

Hoeneß hatte öffentlich eingeräumt, dass er sich im Januar wegen Steuerhinterziehung selbst angezeigt hatte. Den Betrug hatte er als schweren Fehler bezeichnet.

Die Staatsanwaltschaft München prüft, ob er sich rechtzeitig und vollständig selbst anzeigte, um einer Strafe wegen Steuerhinterziehung zu entgehen. Sollte das nicht der Fall sein, könnte er zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt werden.

Hoeneß ist nur gegen eine Millionen-Kaution auf freiem Fuß, nachdem er Mitte März vorläufig festgenommen wurde.