Wer spielt wann gegen wen?

Borussia Dortmund – 1899 Hoffenheim
Borussia M'gladbach – Bayern München
VfB Stuttgart – 1. FSV Mainz 05
Hannover 96 – Fortuna Düsseldorf
1. FC Nürnberg – Werder Bremen
SC Freiburg – FC Schalke 04
FC Augsburg – SpVgg Greuther Fürth
Hamburger SV – Bayer Leverkusen
Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg (alle Samstag, 15.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Freiburg gegen Schalke. Trainer werden für gewöhnlich nach einer Niederlagenserie gefeuert, wobei meist eine Pleite ausschlaggebend ist, die als besonders peinlich erachtet wird. Die Freiburger wissen das ganz genau: Nach den Siegen in Leverkusen (März 2012), Wolfsburg (Oktober 2012) und auf Schalke (Dezember 2012) wurden Robin Dutt, Felix Magath und Huub Stevens gefeuert. Die Logik schien immer dieselbe: Jetzt sind uns hier auch noch die Freiburger auf der Nase herumgetanzt – es langt! Mittlerweile ist aber auch dem FC Schalke bewusst geworden, dass es keine Katastrophe mehr ist, gegen das Freiburg von Christian Streich zu verlieren. Deswegen wollte Horst Heldt den SC-Trainer auch verpflichten. Für das direkte Duell um den vierten Platz gegen diese Freiburger, muss sich kein Königsblauer schämen. Für das Heimspiel am vergangenen Samstag gegen den VfB Stuttgart schon. Schalke hat es sich selbst eingebrockt. Die These für die Begegnung: Wer gewinnt, hatte die besseren Nerven. Und wer die Nerven behält, ist ein würdiger Champions-League-Teilnehmer.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Nürnberg gegen Bremen. Dass diese Partie keinerlei sportliche Relevanz aufweist, reicht für die Nominierung. Der Aufwand, der jedoch auf beiden Seiten betrieben wird, um Zuschauer ins Stadion zu locken, macht die Sache verdächtig. Aus Bremen tuckert zum Spiel eins nach Schaaf ein Sonderzug inklusive Partywagen mit Tanzfläche und Theke nach Franken. Im gesamten Zug darf "grundsätzlich geraucht werden", Bier gibt’s für einen Euro und Schnitzel zu "fanfreundlichen Preisen". Die Fahrkarten sind restlos vergriffen. Auch der Klub weiß, an welchem Hebel es anzusetzen gilt und wirbt mit einem "besonderes Highlight", um den belanglosen Sommerkick schmackhaft zu machen: Freibier. Wer spontan Durst bekommen hat, dem wir empfehlen die Südkurve, Blöcke 26, 27 und 33. Dort gibt es noch Restkarten in der Kategorie "stark sichtbehindert" für schlappe elf Euro. Auch Freibier muss bezahlbar sein.

Wer steht im Blickpunkt?

Der Relegationsplatz. Hoffenheim ist ja schon abgestiegen, weil sie nach Dortmund müssen. Spätestens seit dem August 2011, als die Dortmunder Fans im Gästeblock der Rhein-Neckar-Arena schallattackiert wurden, war klar, dass die beiden Vereine keine Freunde mehr werden. Die BVB-Fans konterten mit dem legendären Spruchband: "Dietmar Hopp, Sohn einer Hupe" und werden es sich nicht nehmen lassen, die Hoffenheimer, die in der Liga ähnliche Beliebtheitswerte wie Fußpilz aufweisen, in die Zweitklassigkeit zu schreien. Ganz ohne Schallgerät. 

Das Fernduell um den 15. Platz scheint hingegen unberechenbar. Bei gleicher Punktzahl und dem besseren Torverhältnis sind die Düsseldorfer gegenüber den Augsburgern im Vorteil. Für den FCA spricht dennoch einiges: Ihr Heimspiel gegen Fürth ist verglichen mit Düsseldorfs Auswärtspartie in Hannover die angenehmere Aufgabe. Und während Augsburg Platz neun der Rückrundentabelle belegt, ist Düsseldorf Letzter. Die gegensätzliche Stimmung schlägt sich in den Zitaten der Woche nieder: Düsseldorfs Fink betitelt das Spiel in Hannover mit "Sieg oder Sarg". Augsburgs Präsident Walther Seinsch motiviert die Niedersachsen im Berlusconi-Balotelli-Bunga-Bunga-Stil: "Ich werde 20 Jungfrauen nach Hannover schicken, wenn sie am Samstag die Düsseldorfer besiegen".