Bayerns Trainer Jupp Heynckes bei seinem letzten Bundesliga-Spiel im Gladbacher Stadion ©  Marius Becker/ dpa

Wer spielte wie gegen wen?

FC Augsburg – SpVgg Greuther Fürth 3:1
Hannover 96 – Fortuna Düsseldorf 3:0
Borussia Dortmund – TSG Hoffenheim 1:2
SC Freiburg – FC Schalke 04 1:2
Borussia Mönchengladbach – Bayern München 3:4
Hamburger SV – Bayer Leverkusen 0:1
Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg 2:2
1. FC Nürnberg – Werder Bremen 3:2
VfB Stuttgart – FSV Mainz 05 2:2

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Augsburg gegen Fürth. Die Augsburger reproduzierten in diesem Spiel ihr Fünf-Phasen-Erfolgsmodell aus dem Vorjahr: Erstens, die Hinrunde vermurksen. Zweitens, Ruhe bewahren, am Trainer festhalten. Drittens, zu Weihnachten einen Südkoreaner ausleihen (Koo/Jii). Viertens, eine heldenhafte Rückrunde spielen. Fünftens, den sicheren Klassenerhalt verbuchen. Die Aufholjagd 2013 ist Rekord, bis zur Winterpause hatte der FCA nur neun Punkte gesammelt, sechs weniger als in der Vorsaison. Gegen den Tabellenletzten zeigten die Augsburger nochmals exemplarisch, wie sie die Klasse hielten: Sie rackerten und rannten. Sie spielten wagemutig, aber nicht naiv, schnörkellos, aber nicht dreckig. Und sie standen füreinander ein. Nach dem Abpfiff fügten die Augsburger die sechste Phase hinzu: saufen. Sascha Mölders sagte: "Vor sechs Uhr früh gehen wir nicht nach Hause." Der Manager Stefan Reuter ergänzte: "Jetzt können wir Gas geben und alles runterspülen." Auch das kennt man aus der Vergangenheit. "Wir ziehen durch die Kneipen der Stadt und trinken eine nach der anderen leer", hatte Michael Thurk nach dem Aufstieg 2011 gesagt. "Für uns ist jetzt nur noch Feiern angesagt", kommentierte Torsten Oehrl den Klassenerhalt 2012. Ob das der alljährliche Grund für die miesen Saisonstarts ist?

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Hannover gegen Düsseldorf. Die Fortuna reiste als Tabellenfünfzehnter an, also einen Platz über dem Abstiegsstrich. An Tagen wie diesen erhält der Klub die Unterstützung ihres bedeutendsten Fans: Campino war angereist, der Sänger der Toten Hosen. Wem das nichts sagt, das ist eine Art Punkversion von Pur. Doch es half nichts. Düsseldorf gewann auch das zwölfte Spiel hintereinander nicht, in der Rückrunde holte die Elf nur neun Punkte. Nach der Vorrunde hatte man die Fortuna, die vor einem Jahr auf umstrittene Weise aufgestiegen war, noch im gesicherten Mittelfeld gewähnt. Doch am letzten Spieltag musste sich der Verein des DFB-Präsidenten von Augsburg und Hoffenheim überholen lassen. Angesichts ihrer aktuellen Formkurve kann man fast sagen, dass der Elf die Relegation erspart blieb.

Wer stand im Blickpunkt?

Jupp Heynckes wieder. Nebensächlich war, dass seine Bayern trotz zweimaligen Zweitorerückstands auch das Spiel in Mönchengladbach gewannen. Und ihr Konto auf sagenhafte 91 Punkte und unglaubliche 25 Punkte Vorsprung ausbauten. Bewegender war die Rückkeher Heynckes' nach Mönchengladbach, zu seinem Verein, wie er neulich sagte. Zu seinem wohl letzten Bundesligaspiel wurde er von den Heimzuschauern warm empfangen. Auf der Pressekonferenz sagte der gerührte Heynckes: "Das zeigt mir, dass das meine Heimat ist." Dann verlor der zuletzt so coole und souveräne Erfolgstrainer erst die Worte, dann die Fassung und begann zu weinen. Hach, Fußball!

Wie verlief das Twitter-Spiel?

ZEIT ONLINE twittert mindestens ein Spiel jedes Spieltags live. Am Samstag haben wir die Partie Freiburg gegen Schalke verfolgt. Hier einige der Tweets. Alle Beiträge können Sie hier nachlesen.