Jupp Heynckes freut sich über die Meisterschale. © Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Wer spielte wann gegen wen?

Bayern München - FC Augsburg
 3:0
VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 3:3

FC Schalke 04 - VfB Stuttgart
 1:2
Fortuna Düsseldorf - 1. FC Nürnberg 1:2

1899 Hoffenheim - Hamburger SV
 1:4
1. FSV Mainz 05 - Borussia M'gladbach 2:4
Bayer 04 Leverkusen - Hannover 96
 3:1
Werder Bremen - Eintracht Frankfurt
 1:1
SpVgg Greuther Fürth - SC Freiburg 1:2

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Bremen gegen Frankfurt. Auf den Tag genau vor 14 Jahren war Thomas Schaaf Trainer von Werder geworden. Damals rettete er es vor dem Abstieg. Anschließend formte er den Verein mit Klaus Allofs zur Spitzenmannschaft, wurde Double-Sieger 2004, Dauergast in der Champions League und Liebling grün-angehauchter Fußballfans. Inzwischen hat Werder den Anschluss an die Spitze verpasst, vielleicht auf Dauer. Zwei der besten Spieler, Kevin de Bruyne und Sokratis, wollen Werder wohl verlassen. Allofs ist schon in Wolfsburg. Und aus der Führung vernimmt man kritische Stimmen zu Schaaf. Nach dem Klassenerhalt am Samstag gab es nochmals Grund zu großer Freude. Wohl auch, weil die Fans spürten, dass etwas zu Ende gehen könnte. Sie feuerten ihr Team wie in den Vorwochen an, als stünde es im Pokalfinale. "Es gibt viele Beispiele, bei denen Mannschaften im Abstiegskampf ihre Fans verloren haben", sagte Sebastian Prödl. "Doch bei uns gibt’s das Gefühl, dass wir welche dazugewonnen haben." Die Bremer sprangen wirklich über ihre Schatten: Sie jubelten sogar über Tore von Bayern und dem HSV.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Fürth gegen Freiburg. Die possierliche Trolli Arena wurde abermals von einer Tragödie heimgesucht. Dass Nikola Đurđić auch noch einen Elfmeter in der Nachspielzeit vergab, hatte Symbolkraft. Die Fürther bleiben als erste Mannschaft der fünfzigjährigen Bundesliga-Geschichte ohne Heimsieg. Damit halten die bemitleidenswerten Kleeblätter einen Rekord für die Ewigkeit. "Das ist sehr bitter", sagte Trainer Frank Kramer, der allerdings nur einen geringen Teil an der Heimmisere zu verantworten hat. Immerhin, die Antagonisten aus Freiburg hatten ihren Spaß. Christian Streich machte seinem Mantra, alle Mitarbeiter seien für den Erfolg wichtig, alle Ehre und beorderte Stefan Spohn mit Megafon zur Humba-Party mit den Fans auf den Zaun. Der Mann ist der Busfahrer des Vereins.

Wer stand im Blickpunkt?

Die Schalker und ihr Hang zur Tragikomödie. Sie wollten diese Woche alles richtig machen. Der Vertrag mit Jens Keller wurde verlängert, auch der mit Julian Draxler. Diesen Coup inszenierten die Königsblauen, indem sie Pritschenwagen durchs Ruhrgebiet schickten. Von Plakaten lächelte der Schalker Jungstar. Einen davon schickten sie vor das Stadion der Dortmunder, die an- und vergeblich um Draxler gebuhlt hatten. Die Schalker Verantwortlichen Horst Heldt und Clemens Tönnies ließen sich genüsslich zitieren. Ein schöner Triumph für Blau und Weiß. Wenn da bloß nicht das Fußballspiel am Samstag gewesen wäre, an dessen Ende eine verdiente 1:2-Niederlage gegen die Mittelmaßmannschaft aus Stuttgart stand. Dadurch ist die Schalker Qualifikation für die Champions League in Gefahr, am Samstag steigt in Freiburg das Finale um Platz 4.