Wenn am kommenden Samstag der FC Bayern München gegen Borussia Dortmund im Finale der Champions League antritt, drücken 51 Prozent der Deutschen die Daumen für Dortmund. Nur 26 Prozent wollen, dass der FC Bayern das deutsche Finale gewinnt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag von ZEIT ONLINE. 

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Die Unterstützungswerte für den ehemaligen Deutschen Meister sind unter Wählern der SPD und der Grünen noch höher: 60 Prozent der befragten Gruppe sind für den BVB. Der FC Bayern hat im Vergleich zum Durchschnitt mehr Anhänger unter den Unions- (34 Prozent) und FDP-Wählern (30 Prozent). 

Diese Sympathiewerte decken sich jedoch nicht mit den Vorhersagen, wer das Finale dann auch gewinnen wird. Die Erfolgsprognosen für das Endspiel im Londoner Wembley-Stadion fallen umgekehrt aus. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse Agentur (dpa) rechnen 45 Prozent der Deutschen mit dem Titelgewinn der Bayern, nur ein Drittel traut Dortmund den Sieg zu. Noch größer ist der Unterschied in den Sympathiewerten der Trainer: Jürgen Klopp ist bei 50 Prozent der Deutschen beliebt, der scheidende Bayern-Coach Jupp Heynckes nur bei 16 Prozent.

Fußball - Taktisch klug: Wer gewinnt das Champions-League-Finale?


In den Tagen vor dem wichtigen Fußballendspiel empfinden fast 60 Prozent der Befragten den Stellenwert des Fußballs in der deutschen Gesellschaft und in den Medien als übertrieben. Bei Wählern der Linken (68 Prozent) oder der FDP (62 Prozent) ist der Anteil der Fußball-Kritiker noch höher. 

Auf die Frage, ob es gerecht sei, dass Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern trotz seiner Steuerhintergehen in London im Stadion sitzt, antwortete fast jeder zweite Deutsche mit "Ja". 

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Die ZEIT-ONLINE-Umfrage wurde in Kooperation mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Sie basiert auf Onlineinterviews mit Teilnehmern des YouGov-Panels, das weltweit bereits 2,5 Millionen Mitglieder zählt. Für diese repräsentative Umfrage befragte YouGov vom 17. bis 21. Mai 1.052 Menschen.