Zweite Bundesliga : Der MSV Duisburg steigt definitiv ab

Der Traditionsklub scheiterte mit seinem Einspruch vor dem DFB-Schiedsgericht: Der MSV Duisburg steigt aus der zweiten Liga ab. Freuen darf sich der SV Sandhausen.
Fans des MSV Duisburg in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg. © Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Der Traditionsklub MSV Duisburg wird aus der Zweiten Bundesliga absteigen. Der Verein erhält keine Lizenz für die Saison 2013/14 der Zweiten Fußball-Bundesliga. Das Ständige Schiedsgericht wies einen Einspruch des Vereins ab. Profitieren von dem Zwangsabstieg der Duisburger wird der SV Sandhausen. Als 17. der Zweiten Bundesliga darf er in der zweiten Liga verbleiben.

Mit dem Urteil des DFB-Schiedsgerichts wurde die Entscheidung des Lizenzierungsausschusses des Ligaverbandes bestätigt. Die DFL hatte dem Klub Ende Mai die Lizenz für die Saison 2013/2014 verweigert, weil er den Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit für die kommende Spielzeit nicht erbracht hatte. In den vom MSV Duisburg eingereichten Lizenzunterlagen soll es mehrere Beanstandungen gegeben haben, auch von Rechenfehlern war die Rede.

Der MSV hat das Urteil des Schiedsgerichts akzeptiert, hieß es in einer Mitteilung des Vereins. "Natürlich sind wir nach den Anstrengungen der vergangenen Wochen enttäuscht", sagte Udo Kirmse, Vorstandsvorsitzender des MSV. "Wir mussten aber mit einer solchen Entscheidung auch rechnen."

Unklar ist, in welche Liga der MSV Duisburg absteigen wird. Der Verein hat einen Lizenzantrag für die dritte Liga gestellt, der derzeit geprüft wird. Morgen soll die Entscheidung bekannt gegeben werden, ob der MSV Duisburg die nötigen Bedingungen erfüllt. Alternativ droht der Abstieg in die Regionalliga West.

Jubel in Sandhausen

In Sandhausen ist die Freude über den Verbleib in der Zweiten Fußball-Bundesliga groß. "Das ist etwas ganz Besonderes für uns. Das ist seltener als ein Sechser im Lotto, was uns widerfahren ist", sagte SVS-Präsident Jürgen Machmeier. Die Planungen für die kommende Saison seien so weit gediehen, dass der Klub nun eine "wesentlich stärkere Rolle" spielen könne als in der vergangenen Spielzeit.

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