FC BayernHeynckes macht jetzt erstmal Urlaub

Viel wurde spekuliert über einen möglichen Wechsel des Bayern-Trainers zu Real Madrid. Nun hat der 68-Jährige verkündet: Es gibt zunächst kein neues Engagement.

Erfolgstrainer Jupp Heynckes hat bei seinem Abschied vom FC Bayern das endgültige Ende seiner Karriere offengelassen. "Ich werde erst einmal in Urlaub gehen und weder im Inland noch im Ausland ein neues Engangement antreten", sagte der 68-Jährige. Was er nach dieser Rückzugsphase vorhabe, erklärte er nicht. "In den letzten Wochen habe ich besonders gespürt, dass ich ans Limit gegangen bin."

Zuvor war spekuliert worden, ob Heynckes nach seinem Engagement in München und dem Gewinn der Bundesliga-Meisterschaft, der Champions League und des DFB-Pokals zu Real Madrid nach Spanien wechselt, wo er früher schon einmal tätig war. Dazu sagte er: Es habe Angebote auch von den großen und reichen Vereinen gegeben, darunter einen Klub, der die Aura und Tradition des FC Bayern habe.

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Nach seinen Erfolgen in dieser Saison verabschiedete sich Heynckes mit einer Pressekonferenz in München von dem Verein. "Wir haben einen überragenden Fußball gespielt, konstant und souverän", sagt er. Eine derartige Harmonie in der Mannschaft wie in dieser Saison habe er in seiner Trainerlaufbahn noch nie erlebt.

"Einen besseren Abgang gibt es nicht"

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rumminge sagte, Heynckes habe von Anfang an einen Plan verfolgt, den er in aller Konsequenz umgesetzt habe. Seine große Leistung sei vor allem, dass er eine große Solidarität in der Mannschaft geschaffen habe. Nicht einmal gab es öffentlich Ärger zwischen den Spielern. "Nur deshalb war der ganz große Erfolg möglich", sagte Rummenigge. "Einen besseren Abgang und einen verdienteren kann es nicht geben."

Der Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer sagte, dass er sich für Heynckes eigentlich keine neue Aufgabe als Vereinscoach vorstellen könne. "Wenn ich ihm zu Real raten würde, wäre ich eher sein Feind. Das sollte er sich nicht antun. Jupp hat doch mit dem Triple einen Traum-Abschied als Club-Trainer", sagte er. Man müsste Jupp Heynckes "jetzt in München eigentlich ein Denkmal bauen".

Beckenbauer ergänzte, dass es "verdient und angemessen" wäre, wenn ein Münchner Spieler in dieser Saison zum Weltfußballer gekürt werde. "Messi mag zwar generell der beste Fußballer der Welt sein. Für diese Wahl kommt er für mich nicht infrage." 

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Leserkommentare
  1. werden wir ihm für seine Dienste auf ewig dankbar sein. Einen besseren Abtritt hätte man ihm nicht verschaffen können.
    Und ich bin ganz erleichtert, dass er nicht noch eine Saison bei Real rangehängt hat, wenn ich ehrlich bin ;)

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Naja,
    vielleicht wird er in 6 Monaten ja wieder als Feuerwehr gebraucht.

    Beim FC Hollywood weiß man ja nie.

    Ich denke, man wird doch seine Handy-Nr. haben, oder?

    • deDude
    • 04. Juni 2013 14:14 Uhr

    ... schaun wir mal wie Pep Guardiola mit dem Erbe umgeht und ob er den Erwartungen der Bayern-Granden gerecht wird.

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    • Afa81
    • 04. Juni 2013 14:46 Uhr

    "Man müsste Jupp Heynckes "jetzt in München eigentlich ein Denkmal bauen"."

    Na, dann macht es doch. Vorschläge:
    - Sponsorengelder zurückzahlen und die Allianz Arena in Jupp Heynckes Arena umbenennen.

    - Das Wort "Drei" in "Jupp" abändern.

    - Yuppie ist ab jetzt kein Schimpfwort mehr.

    -

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  2. Naja,
    vielleicht wird er in 6 Monaten ja wieder als Feuerwehr gebraucht.

    Beim FC Hollywood weiß man ja nie.

    Ich denke, man wird doch seine Handy-Nr. haben, oder?

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  3. Das hat er (in Freudschen Fehlleistungen), und das habe ich bereits vor mehreren Tagen gesagt. es war offensichtlich. Hier mein Kommentar:

    http://www.zeit.de/sport/...

    Kommentar Nr. 16. Ich möchte kurz Werbung machen für das Zuhören und das ist weitaus mehr wie lediglich auf Worte zu achten.

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    • Oakham
    • 04. Juni 2013 17:27 Uhr

    "...eine derartige Harmonie in der Mannschaft wie in dieser Saison habe er in seiner Trainerlaufbahn noch nie erlebt."

    und die Harmonie. Was wären sie nur ohne sie?

    (Dabei ist alles nur Getue. Im Grunde können sie den Nachbarn, den Kollegen, den Vereinskumpel doch nicht leiden ...)

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  4. Triple bekannt, Abschied bekannt, Pressekonferenz Heynkes und
    folgend von Real Madrid angekündigt, was sollte das werden?
    Wiederholung eines verdienten Hoheliedes, unter Aufsicht von Präsident und Vorstandsvorsitzendem - ohne den Herrn Schweinsteiger, der keinen Flieger mehr bekam?
    Die Zitate von Jupp zum Hohelied auf Bayern korrigierte der in den notwendigen Urlaub prominent Geleitgeschützte und holte bei seinem gespannt erwarteten Part zu einer rührenden Geschichte weiter aus, dass er erschöpfter sei als er wirke, dass er das in den letzten Wochen stärker gespürt habe, dass es eine Reihe von Angeboten von verschiedenen Clubs gegeben habe, dass es solche mit sehr viel Geld gewesen wären, solche mit der Klasse vom FC Bayern (er vermied sorgfältig die Bayern als das darzustellen, was Führungsriege und Pressesprecher gerne gehört hätten - die Welteinzigartigkeit dieses Vereins-, durchaus auch aus wärmeren Gefilden, auch solche, die anspruchsvolle Aufgaben wären .
    Er bestimmt das Ende seiner Karriere selber, hat er nach der Bayern-Pep-Offenbarung festgestellt.
    Das war eindeutig nicht seine Pressekonferenz - das war die des FC Bayern.
    Vielleicht ist es die Einsicht des Jupp gewesen, kein Angebot anzunehmen - Geld interessiert ihn nicht, hat er mehrfach versichert - und deshalb werden wahrscheinlich Anreize wie bei schweigenden Rehhagel vielleicht keine Rolle gespielt haben. Aber es gab die Titel-Forderung von Rumenigge an Herrn Löw.
    Alternative Idee: kein REAL besser NATIONAL.

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  5. Lieber Jupp, Bitte werde Trainer der Deutschen Nationalmahnschaft!

    2 Leserempfehlungen
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    Was soll er da "besser" machen - Bayern ist doch bloß Meister wegen
    Ribery, Robben, Martinez, und in der Nationalmannschaft kann er sich
    auch mit noch so viel Geld keine Mannschaft zusammenkaufen. Da kann
    er nicht mal so eben das "Festgeldkonto" plündern, da muß er nehmen,
    was da ist.

    Werte Musterfrau,

    die, die jetzt einen anderen DFB-Chef-Trainer fordern, sind dann meistens die, die bei einer Flaute als erste seinen Kopf fordern.

    Gebt dem Löw mal Zeit ( und Ruhe ) bis nach der WM 2014, dann wissen wir mehr.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, zz
  • Schlagworte Jupp Heynckes | Franz Beckenbauer | Urlaub | Bundesliga | Fußball | FC Bayern München
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