Wechsel zum FC Bayern : Mario Götze klagt gegen Rap-Song

Bis zu 100.000 Euro könnte eine Gruppe Dortmunder Rapper ihr neues Lied kosten. Der Fußballer will den Songtext nicht akzeptieren und klagt.

Der Fußballspieler Mario Götze hat rechtliche Schritte gegen die Dortmunder Hip-Hop-Gruppe Kopfnussmusik eingeleitet. Die Rapper hatten nach Bekanntwerden von Götzes Wechsel zum FC Bayern ein Lied veröffentlicht, das nach Ansicht des Sportlers Grenzen überschreitet.

Götzes Berater Volker Struth sagte der Onlineausgabe der Rheinischen Post: "Dieser Schmutzsong hat Grenzen überschritten, gegen die sich Mario wehren muss. Deshalb haben wir juristische Schritte eingeleitet." Mit einer Unterlassungserklärung will er die Publikation des Videos stoppen. In einem weiteren Antrag fordert er, den Verkauf von T-Shirts zu verbieten, die den Aufdruck "Götze-Marionette" tragen. Der Anwalt droht mit Schadensersatzansprüchen in Höhe von 100.000 Euro.

Auf ihrer Facebook-Seite baten die Rapper um Unterstützung und Spenden für einen möglichen Prozess. "Wenn Geld überbleiben sollte, werden wir ein großes Benefizkonzert organisieren und den restlichen Betrag einer gemeinnützigen Organisation spenden", hieß es seitens Kopfnussmusik.

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Kommentare

70 Kommentare Seite 1 von 8 Kommentieren

Auf so ein Niveau würden sich die Bayernfans natürlich...

nie herablassen, oder?

http://www.spox.com/de/sp...

Stimmt die Bayern beschimpfen und beleidigen lieber von Angesicht zu Angesicht ;)

Mal ganz davon abgesehen beschert Götze diesen, nennen wir sie mal "Künstlern", durch diese hirnrissige Klage mehr Publicity als dieser Song jemals ohne ihn gehabt hätte. Auf Youtube vervielfältigt und wirklich "viral" wurde es erst nach dieser Klage.

Ja, stimmt schon

natürlich kann er klagen.

Mir ist nur heute dies Meldung im Spiegel aufgefallen:

http://www.spiegel.de/spo...

darin geht es um Fußballer, die sich dagegen wehren, für einen Kreditwucherer Werbung zu machen.

Wenn ich das so vergleiche, muss ich halt doch sagen: Es ist schon beeindruckender, wenn Fußballer mal ein bisschen Zivilcourage zeigen und sich für die Allgemeinheit einsetzen, als nur ihre persönlichen Befindlichkeiten im Blick zu haben...

Wo Sie gerade Facebook ansprechend, ich bin mir nicht sicher,

ob wir da unterschiedliche Gruppen/Spieler (unter den Photos etc. letzterer wird ja auch eine Menge kommentiert) begutachten, was den Diskurs in der BVB-Fangemeinde angeht, aber jedes Mal, wenn ich mich in einen solchen Hort gewagt habe, habe ich recht schnell und beinahe traumatisiert die Flucht ergriffen, angesichts der intellektuellen und menschlichen Abgründe, die sich da auftaten, insbesondere binnen der ersten Tage nach der Vermeldung des Transfers.
Ansonsten ist Ihrem Posting in einigen Teilen durchaus zuzustimmen.

Na ja...

...auch wenn wir uns in der Sache offenbar einig sind und das juristische Vorgehen Götzes hier für kontraproduktiv halten:

Der Versuch, sich gegen einen beleidigenden Song zu wehren, ist jetzt wirklich nicht gerade das, was ich als Beispiel heranziehen würde, um zu begründen, weshalb man als Anwalt mit "jedem 'Dreck'" Geld verdienen könne. Zumal es auch nicht unbedingt der "Job" seiner Anwälte ist, die PR-Wirkung eines solchen Vorgehens abzuschätzen (die haben primär nur dessen rechtliche Erfolgsaussichten zu prüfen, welche hier sehr hoch sind).