Frauenfußball-EMDeutschland trifft im Finale auf Norwegen

Im zweiten Halbfinale der Frauenfußball-EM in Schweden hat Norwegen Dänemark besiegt. Im Finale stehen die Norwegerinnen am Sonntag Deutschland gegenüber.

Norwegens Torhüterin Ingrid Hjelmseth (2. von rechts) feiert mit ihren Mannschaftskolleginnen den Sieg.

Norwegens Torhüterin Ingrid Hjelmseth (2. von rechts) feiert mit ihren Mannschaftskolleginnen den Sieg.  |  © Martin Rose/ Getty Images

Norwegen - Dänemark 4:2 i.E. (1:1, 1:1, 1:0)

Die deutschen Fußball-Frauen stehen im Finale der Europameisterschaft am Sonntag Norwegen gegenüber. Die Mannschaft von Trainer Even Pellerud besiegte Dänemark im Halbfinale mit 4:2 im Elfmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung stand es bei dem Spiel im schwedischen Norrköping 1:1 (1:1, 1:0).

Abwehrspielerin Marit Christensen brachte Norwegen (3. Minute) früh in Führung, ehe die Dänin Mariann Knudsen per Kopftor (87.) die Verlängerung erzwang. Die Verlängerung blieb torlos. Im Elfmeterschießen hielt Norwegens Torhüterin Ingrid Hjemlseth die ersten beiden dänischen Versuche.

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Beim frühen Führungstor von Christensen machte die dänische Torfrau Stina Petersen eine schlechte Figur. Danach sahen die  9260 Fans im Fußballstadion Idrottsparken ein weitgehend ausgeglichenes Spiel. Die Däninnen bemühten sich zwar um den Ausgleich, hatten aber kaum aussichtsreiche Chancen. Die beste Gelegenheit zum 1:1 vergab zunächst Knudsen (53.). Kurz darauf hätte Caroline Hansen (56.) mit dem zweiten Tor für Norwegen alles entscheiden können, scheiterte aber an Petersen. Dann erzielte Knudsen mit ihrem Kopftor doch noch den Ausgleich (87.). In der Verlängerung nutzte keines der beiden Teams seine Chancen.

Titelverteidiger Deutschland war bereits am Mittwoch in Göteborg mit einem 1:0-Sieg gegen Gastgeber Schweden ins Endspiel eingezogen und kann sich am Sonntag in Solna für das 0:1 im letzten Gruppenspiel gegen die Norwegerinnen  revanchieren. Norwegen spielte schon dreimal (1989, 1991 und 2005) im EM-Finale gegen eine DFB-Auswahl. Alle drei Titel gingen an Deutschland.

Norwegen: Hjelmseth - Mjelde, Rønning, Christensen, Akerhaugen - Isaksen (63. Høegh Dekkerhus) - Graham Hansen (58. Thorsnes), Gulbrandsen, Stensland, Hegland - Stolsmo Hegerberg (80. Haavi)

Dänemark: Petersen - Nielsen, Ørntoft (82. Madsen), Arnth (67. Nadim), Røddik - Brogaard, Søndergaard Pedersen, Knudsen - Veje, Rydahl (68. Rasmussen) - Harder

Schiedsrichterin: Monsul (Ukraine)

Zuschauer: 9.260

Tore: 1:0 Christensen (3.), 1:1 Knudsen (87.)

Elfmeterschießen: Røddik gehalten, 1:0 Gulbrandsen, Nielsen gehalten, 2:0 Høegh Dekkerhus, 2:1 Nadim, 3:1 Mjelde, 3:2 Brogaard, 4:2 Rønning

Gelbe Karten: Hjelmseth, Stensland / -

Beste Spielerinnen: Hjelmseth, Stensland / Brogaard, Knudsen

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Leserkommentare
    • fx66
    • 26. Juli 2013 1:57 Uhr

    Wer finanziert eigentlich dieses Rumgebolze?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die nationalen Verbände. Bei uns also der DFB. Die kommen für Trainer und Mannschaft auf, sobald die für den Verband antreten (also als Nationalmannschaft). Normalerweise Unterkunft und irgendwie eine kleine Entschädigung für die Spieler. Was dachten Sie weshalb die Amateurspieler Mitgliedsbeiträge zahlen? (Okay, das Gehalt der jeweiligen Bürokraten wird davon auch bezahlt). Die veranstaltenden Länder haben für die Frauen-Veranstaltungen bereits die Infrastruktur, müssen sie also nur mieten und die Fernsehrechte dürften noch recht günstig sein – die Kosten der Verbände im Vergleich zu den Herren übrigens auch.

    Falls Sie uns jetzt einreden möchten, dass Ihre Gebühren da rein fliessen: Nicht wirklich. Der Löwenanteil dürfte für die Übertragungsrechte der Herren draufgegangen sein, der DFB verkauft aber – soweit ich weiß – die Damen und Herren nur im Paket und verpflichtet den abnehmenden Sender dann dazu auch die Frauen zu übertragen (siehe die Mitgliedsbeiträge weiter oben und wachsende Mitgliederzahlen bei den Frauen, stagnierende Zahlen bei den Männern). Sie bekommen das also quasi als Zugabe zu der Herren Nationalmannschaft im Fernsehen zu sehen.

    • dacapo
    • 28. Juli 2013 14:20 Uhr

    Fragen Sie doch mal nach den Finanzierungsquellen aller Sportereignisse. Warum denn nur die einer Fußball-Europameisterschaft? Und - ich wage zu behaupten, dass diese Wortwahl nur von jemanden benutzt wird, der mit einem Fußball nicht umgehen kann.

  1. Die nationalen Verbände. Bei uns also der DFB. Die kommen für Trainer und Mannschaft auf, sobald die für den Verband antreten (also als Nationalmannschaft). Normalerweise Unterkunft und irgendwie eine kleine Entschädigung für die Spieler. Was dachten Sie weshalb die Amateurspieler Mitgliedsbeiträge zahlen? (Okay, das Gehalt der jeweiligen Bürokraten wird davon auch bezahlt). Die veranstaltenden Länder haben für die Frauen-Veranstaltungen bereits die Infrastruktur, müssen sie also nur mieten und die Fernsehrechte dürften noch recht günstig sein – die Kosten der Verbände im Vergleich zu den Herren übrigens auch.

    Falls Sie uns jetzt einreden möchten, dass Ihre Gebühren da rein fliessen: Nicht wirklich. Der Löwenanteil dürfte für die Übertragungsrechte der Herren draufgegangen sein, der DFB verkauft aber – soweit ich weiß – die Damen und Herren nur im Paket und verpflichtet den abnehmenden Sender dann dazu auch die Frauen zu übertragen (siehe die Mitgliedsbeiträge weiter oben und wachsende Mitgliederzahlen bei den Frauen, stagnierende Zahlen bei den Männern). Sie bekommen das also quasi als Zugabe zu der Herren Nationalmannschaft im Fernsehen zu sehen.

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Frauenfußball"
  2. 3. @fx66

    Was ist das denn für eine selten dämliche Frage? Und welches Gebolze? Das Halbfinale gegen Schweden war ja wohl Fußball in seiner schönsten Form. Und was die Finanzierung angeht - ich persönlich wünsche mit auch nichts weniger als meine GEZ Gebühren für diesen maßlos überteuerten und penetranten Männerfußball zur Verfügung zu stellen. Aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert...

    via ZEIT ONLINE plus App

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    aber in seiner natürlichsten Form :)
    Ich finde es sehr interessant, wie sich die Köpfe heiß geredet werden, über die dt. NM, über eine Genderdebatte, über Frauenfußball an sich, aber das 2. Halbfinale wurde nur auf Eurosport übertragen (ja, der Vorwurf geht an die öffentlich Rechtlichen. Der ConfedCup wurde auch gezeigt) und auch hier findet es in der Diskussion keine Beachtung. Jetzt könnte man sagen, es haben ja immerhin 12% eingeschaltet: http://www.digitalfernseh... klingt viel, sind aber nur 2Millionen (6Millionen weniger als beim Dtl. Spiel) und genau das ist das merkwürdige. Wenn ich mich für das Tunier interessiere, dann schalte ich doch auch normalerweise das andere Halbfinale ein? Bzw. als Sender übertrage ich ab Viertelfinale alle Spiele und bringe nicht so ein ... wie gestern.

  3. aber in seiner natürlichsten Form :)
    Ich finde es sehr interessant, wie sich die Köpfe heiß geredet werden, über die dt. NM, über eine Genderdebatte, über Frauenfußball an sich, aber das 2. Halbfinale wurde nur auf Eurosport übertragen (ja, der Vorwurf geht an die öffentlich Rechtlichen. Der ConfedCup wurde auch gezeigt) und auch hier findet es in der Diskussion keine Beachtung. Jetzt könnte man sagen, es haben ja immerhin 12% eingeschaltet: http://www.digitalfernseh... klingt viel, sind aber nur 2Millionen (6Millionen weniger als beim Dtl. Spiel) und genau das ist das merkwürdige. Wenn ich mich für das Tunier interessiere, dann schalte ich doch auch normalerweise das andere Halbfinale ein? Bzw. als Sender übertrage ich ab Viertelfinale alle Spiele und bringe nicht so ein ... wie gestern.

    Antwort auf "@fx66"
    • dacapo
    • 28. Juli 2013 14:20 Uhr

    Fragen Sie doch mal nach den Finanzierungsquellen aller Sportereignisse. Warum denn nur die einer Fußball-Europameisterschaft? Und - ich wage zu behaupten, dass diese Wortwahl nur von jemanden benutzt wird, der mit einem Fußball nicht umgehen kann.

    Antwort auf "Frauenfußball"
  4. im Fußball, egal ob Damen oder Herren gibt es nicht. Bei solchen Turnieren EM oder WM geht es meiner Meinung nach primär um Kommerz. Das die Norwegerinnen viel weniger Regenerationszeit hatten als die Deutschen bleibt immer gerne außer acht. Anders herum genauso. Der rein sportliche Aspekt bleibt also auf der Strecke. Die jeweiligen Nationen die am Ende Europa-bzw. Weltmeister wurden bleiben für mich immer fragwürdig ob dem zu 100% wirklich so ist, diesen Titel auf sportlicher Ebene zu recht zu tragen?!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, wif
  • Schlagworte Norwegen | Dänemark | Schweden | Ukraine
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