Wer spielte wie gegen wen?

Bayern München – Borussia Mönchengladbach 3:1
TSG Hoffenheim – 1. FC Nürnberg 2:2
Bayer Leverkusen – SC Freiburg 3:1
Hannover 96 – VfL Wolfsburg 2:0
FC Augsburg – Borussia Dortmund 0:4
Hertha BSC – Eintracht Frankfurt 6:1
Eintracht Braunschweig – Werder Bremen 0:1
1. FSV Mainz 05 – VfB Stuttgart 3:2
FC Schalke 04 – Hamburger SV 3:3

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Als Hertha-Fan wird es nie langweilig. Gut, man muss alle 14 Tage bei Frank Zander schwören, auf keinen Fall nach Hause zu gehen, was Quatsch ist, weil man es später ja doch tut. Ansonsten aber herrscht Abwechslung: Aufstiege, Abstiege, Zerwürfnisse und Platzstürme. Und falls es doch mal an Unterhaltung fehlt, werden lustige Trainer wie Michael Skibbe oder Otto Rehhagel verpflichtet. Der Samstag aber haute selbst den abgebrühtesten Herthaner aus den Socken. Als Aufsteiger fegte die Hertha mal eben Eintracht Frankfurt vom Platz, 6:1, ein Konter präziser als der andere, Tabellenführung, der beste Start eines Aufsteigers in der Bundesliga-Geschichte. Sogar der Trainer Jos Luhukay, die niederländische Spaß- und Rotzbremse (beides ist gar nicht böse gemeint, so einen Schnauzer kann nicht jeder tragen), war euphorisch: "Das war sensationell", sagte er und feierte mit Mannschaft und Fans. Nach Hause gehen musste man noch früh genug.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Den 3:1-Sieg des FC Bayern gegen Gladbach. Nicht, weil das Spiel schlecht, sondern weil es ein paar Meter nebendran, an der Seitenlinie, noch spannender war. Dort ging Pep Guardiola zum ersten Mal seiner Arbeit nach und bot dabei einen für mitteleuropäische Verhältnisse ungewohnten Anblick. Ununterbrochen fuchtelte und fuhrwerkte der Katalane herum, wie ein Verkehrspolizist aus dem Süden, um die Verkehrsteilnehmer im Bayern-Trikot zu maßregeln, falls sie mal wieder falsch abgebogen sind. Nach dem Spiel sprach Guardiola dann vor den Mikrofonen. Viel verstehen konnte man nicht. Was kein Vorwurf ist, Deutsch ist nicht einfach. Und es war auch gar nicht schlimm, weil jeder auch so wusste, was er mit seinen weit aufgerissenen Augen und der in Falten gelegten Stirn die ganze Zeit sagen wollte: "Ich brauche noch ein wenig."

Wer stand im Blickpunkt?

Aubameyang, Pierre-Emerick Aubameyang. Schon der Name ist exzentrisch. Der BVB-Neuzugang, der dem anderen BVB-Neuzugang Henrikh Mkhtaryan ein paar Vokale geklaut zu haben scheint, ist ein ganz besonders bunter Vogel. Er hüllt sich stets in teures Tuch, föhnt täglich seinen Afro-Iro und trägt auch gerne mal Fußballschuhe, die mit Swarowski-Steinen besetzt sind. Schnell fragte man sich was Jürgen Klopp, der Swarowski wahrscheinlich für einen russischen Innenverteidiger hält, an so einem findet. Seit Samstag wissen es alle: Drei Mal traf Aubameyang in seinem ersten Bundesliga-Spiel, es gab schon schlechtere Debüts. Alle drei Tore gingen einem beherzten Antritt aus dem toten Winkel der Abwehrspieler voraus. Die brauchen demnächst anscheinend einen Rückspiegel. Der Mann aus Gabun stahl damit seinem unter besonderer Beobachtung stehenden Offensivkollegen Robert Lewandowski die Show. Info für Karl-Heinz Rummenigge: Eine Ausstiegsklausel hat Pierre-Emerick Aubameyang nicht.