Fußball-Bundesliga : Neuzugang Mchitarjan führt Dortmund an die Tabellenspitze

Die Borussia gewinnt gegen Frankfurt auch das vierte Spiel der Saison und liegt mit zwei Zählern vor den Bayern an der Spitze. Die Ergebnisse des Spieltags im Überblick

Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund 1:2 (1:1)

Borussia Dortmund ist wieder Tabellenführer. Der 25-Millionen-Zugang Henrich Mchitarjan schoss den BVB mit seinen ersten beiden Bundesliga-Toren zum Sieg bei Eintracht Frankfurt und damit zurück an die Spitze. Die Dortmunder sind nach den Treffern von Mchitarjan in der 10. und 56. Minute die einzige Mannschaft, die in dieser Saison bislang alle ihre Bundesliga-Spiele gewonnen hat. Während die Borussia nun zwei Punkte vor dem europäischen Supercup-Gewinner FC Bayern München liegt, hat Frankfurt nach vier Partien weiterhin nur drei Zähler. Der erste Bundesliga-Treffer von Neuzugang Vaclav Kadlec (36.) vor 51.500 Zuschauern zum zwischenzeitlichen Ausgleich war trotz eines couragierten Auftritts zu wenig für die Hessen. Spielverlauf und Statistik 

VfB Stuttgart – 1899 Hoffenheim 6:2 (3:1)

Mit sechs Toren hat der VfB Stuttgart die ersten drei Punkte in dieser Saison geholt. Beim Bundesliga-Einstand des neuen Trainers Thomas Schneider feierten die Schwaben im Derby gegen Hoffenheim einen Kantersieg. Überragende Akteure waren der dreifache Torschütze Vedad Ibišević und der zweimal erfolgreiche Alexandru Maxim. Die 1:0-Führung hatte Antonio Rüdiger schon in der zwölften Minute erzielt. Die Hoffenheimer haben nach dem vierten Spieltag weiterhin fünf Zähler auf dem Konto. Spielverlauf und Statistik 

Schalke 04 – Bayer Leverkusen 2:0 (1:0)

Die Fans feierten den Mailand-Einkauf Kevin-Prince Boateng, der ein engagiertes Spiel zeigte. Die Treffer erzielten Marco Höger (30. Minute), der eine Hereingabe von Jefferson Farfan mit der hinteren Schulter ins Tor lenkte und Farfan (83.), der nach einem Foul von Emir Spahic erfolgreich selbst zum Strafstoß antrat. Die königsblaue Welt ist damit nach dem Einzug in die Champions League und der Trendwende in der Bundesliga wieder in Ordnung. Spielverlauf und Statistik

Hamburger SV – Eintracht Braunschweig 4:0 (2:0)

Der kriselnde Hamburger SV konnte endlich jubeln, der Aufsteiger Eintracht Braunschweig bleibt weiter punktlos. Gerade sechs Minuten waren in Hamburg gespielt, da sorgte Rafael van der Vaart für große Erleichterung. Aus kurzer Distanz drückte er eine Hereingabe von Maximilian Beister zur Führung über die Linie. Braunschweig spielte durchaus mutig mit, wurde aber auch im vierten Spiel seit der Rückkehr ins Oberhaus gnadenlos bestraft. Wieder konnte Beister nach einem langen Pass von Torwart René Adler flanken. Jacues Zoua (17.) schoss zu seinem ersten Bundesliga-Tor ein. Auch in der zweiten Halbzeit konnte Braunschweig nicht entscheidend dagegenhalten. Hakan Calhanoglu (80./90.+1) sorgte mit einem Doppelpack für den Endstand. Spielverlauf und Statistik

Hannover 96 – FSV Mainz 05 4:1 (2:1)

In Hannover sah es für einige Minuten so aus, als könnten die Mainzer die heimstarken Niedersachsen überraschen und an die Tabellenspitze stürmen. Nicolai Müller (12.) brachte die Rheinhessen nach einer Unachtsamkeit von Marcelo mit seinem fünften Saisontor in Führung. Doch auch die Mainzer Defensive hatte ihre Aussetzer. Diese wurden von Mame Diouf (31.) und Artur Sobiech (37.) bestraft. Didier Ya Konan schoss in der 80. Minute ein Tor, drei Minuten später erhöhte Edgar Prib (83.) auf 4:1. Spielverlauf und Statistik

VfL Wolfsburg – Hertha BSC 2:0 (2:0)

Auch Hertha BSC konnte sich nicht auf Platz eins schießen. Beim VfL Wolfsburg zeigten die Berliner ihre bislang schwächste Saisonleistung und kassierten folgerichtig die erste Niederlage. Schon kurz vor der Pause sorgten die Wölfe für die Entscheidung. Ivica Olic (42.) und Diego (45.+2), der einen geschickt gegen John Antony Brooks herausgeholten Foulelfmeter selbst verwandelte, schossen die Tore. Spielverlauf und Statistik

Borussia Mönchengladbach – Werder Bremen 4:1 (1:0)

Borussia Mönchengladbach gelang gegen Werder Bremen der zweite Saisonsieg und zog in der Tabelle auf Platz acht an den Hanseaten (9.) vorbei. Juan Arango brachte die Hausherren in der 36. Minute in Führung stand beim Zuspiel von Granit Xhaka aber knapp im Abseits. Raffael erhöhte mit seinem Premierentor für die Borussia (53.). Spannend wurde es wieder, als Havard Nordtveit (69.) wenige Minuten nach seiner Einwechslung per Eigentor für Bremen traf. Doch der Jung-Nationalspieler und Ex-Bremer Max Kruse (73.) sorgte für die Entscheidung, Patrick Herrmann (85.) legte sogar noch nach. Spielverlauf und Statistik

1. FC Nürnberg – FC Augsburg 0:1 (0:0)

Der FC Augsburg schaffte die ersten Punkte gegen den 1. FC Nürnberg in der  Bundesliga-Geschichte. In einem schwachen fränkisch-schwäbischen Derby sah FCN-Profi Javier Pinola in der 76. Minute die Gelb-Rote Karte. Joker Kevin Vogt nutzte die Überzahl sechs Minuten vor Schluss zum Siegtreffer. Spielverlauf und Statistik

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Kommentare

19 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Die Aussage verdrehen

Eigentlich meint der Trainer doch, und das geht aus ihrem Link hervor, die Wahrnehmung von Außen über den Verein. Also, der "Piss-Verein" den die Schiedsrichter nicht ernst nehmen müssen usw. Beurteilen kann ich die Behauptung nicht, weil ich kein Braunschweig Spiel gesehen hab, die interessieren mich nicht die Bohne. Aber ich bin auch kein Freund von Worte verdrehen.

Klare Interpretation

Sehr geehrter Herr Rent
Man muss keine Tiefenpsychologin sein, um zu erahnen, dass mit dem "Piss" Vergleich die unterbewusste Abneigung des Trainers gegenüber seinem Verein zum Ausdruck kommt ( das "ich würde viel lieber Stuttgart oder Dortmund trainieren"-Syndrom)
Zudem wird bereits im 1.Semester Marketing / Corporate Identity gelehrt, dass eine Führungskraft sein Unternehmen niemals mit negativen Konnotationen belegen darf. Ein absoluter "No-No" also.

Schön was man im 1. Semester Marketing/Corporate Identity lernt

Sehr geehrte Frau Meier
Man muss auch kein Tiefenpsychologe sein, um einfach den von ihren verlinkten Artikel fertig zu lesen. Gleich der nächste Satz des Trainers:
"Es ist nicht nur so, dass meine Mannschaft auf dem Platz kämpft wie die Berserker und alles versucht, sondern wir müssen mit viel mehr Dingen kämpfen"
Natürlich, ganz klar, die Worte von jemand der seinen Verein verachtet...

Bitte genau lesen und dann kommentieren !!

Jetzt verbeißen Sie sich doch bitte nicht so sklavisch in den verlinkten Artikel, werter Herr Rind. Bloß weil es im Spiegel steht muss es doch noch nicht unbedingt stimmen. Man darf übrigens auch noch nebenbei seinen eigenen Kopf gebrauchen.
Ich habe eindeutigst geschrieben dass der Trainer unterbewusst ( im Sinne von "UN- bewusst) seinen Verein und möglicherweise sogar sich selber hasst.
Aber natürlich, und hier muss ich Ihnen Recht geben, ist eine Ferndiagnose immer problematisch, spekulativ und manchmal auch tendenziös.

Wie bitte, ich soll ihren eigenen Link nicht ernst nehmen?

Aber werte Frau Meyer, jetzt wird das ganze zur Komödie. Bloß weil es im Spiegel steht muss es doch noch nicht unbedingt stimmen, schön und gut, kann so sein. Bloß blöd, dass sie es selbst verlinkt haben als Beleg für ihren ersten Kommentar, muss dieser jetzt also auch nicht stimmen?

Ok nur nochmal ganz kurz, denn ich möchte eigentlich kein Gezank am Sonntagmorgen, deswegen nur nochmal, Braunschweig kratzt mich nicht im entferntesten, würde mich auch nicht interessieren wenn die absteigen, aber allein aus dem was ich gelesen habe, kann ich insgesamt keinen Selbsthass/Vereinshass erkennen.
Besch...eidene Wortwahl des Trainers? Definitiv. Aber kein Selbsthass des Trainers, sonst hätte er danach nicht den von mir zitierten Satz gesagt.

Bitte Herr Rind

Werter Herr Rind. Natürlich kein Gezänk am Sonntag morgen. Der Link den ich freundlicherweise beigelegt hatte, soll nur beweisen, dass der Coach von Eintracht Braunschein tatsächlich seinen Club einen "Kleinen Piss Verein" genannt hat, damit nicht später die Moderation oder ein Mitforist sich über fehlende Quellenangaben beschweren (das Zeitforum ist diesbezüglich ein bisschen altbacken-akademisch). Nichtsdestotrotz hat der Link gar nichts mit meiner korrekten Meinung zu tun, dass es sich für einen leitenden Angestellten nicht ziemt, seinen Arbeitgeber als einen "Piss-Verein" zu diffamieren.

Zum Thema

Das Spiel meiner Schalker war sicher nicht glanzvoll, aber immerhin hatte man Leverkusen im Griff, dass läßt hoffen.
Bremen ist spielerisch wohl die schlechsteste Mannschaft, Abwehr, Mittelfeld, Angriff, alles schwach. Vom Torwart ganz zu schweigen, allerdings ist der auch eine arme Sau. Und den miesesten Trikotsponsor haben sie auch, okay über Gazprom kann man auch diskutieren.