Wer spielte wie gegen wen?

VfB Stuttgart - Bayer 04 Leverkusen 0:1
VfL Wolfsburg - FC Schalke 04 4:0
Werder Bremen - FC Augsburg 1:0
SC Freiburg - 1. FSV Mainz 05 1:2
Hamburger SV - 1899 Hoffenheim 1:5
Eintracht Frankfurt - Bayern München 0:1
Bor. Mönchengladbach - Hannover 96 3:0
1. FC Nürnberg - Hertha BSC 2:2
Borussia Dortmund - Eintracht Braunschweig 2:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

"Die Fans müssen für so eine Scheiße auch noch Geld bezahlen", sagte der HSV-Torhüter René Adler nach dem 1:5 gegen Hoffenheim. Er vergaß dabei: Wer keine sonderlichen Sympathien für die Hamburger aufbrachte, konnte richtig Gefallen daran finden, der Truppe beim Auseinanderfallen zuzusehen. Manch einer hätte dafür sogar Geld bezahlt. An der Katastrophe für die Hanseaten hatte der Trainer Thorsten Fink seinen Anteil. Zu seinem leichten Größenwahn, er redet ja ständig und immer davon, international spielen zu wollen, kam diesmal noch eine tragische Auswechslung: Fink brachte beim Stand von 1:2 den Stürmer Rudnevs für den defensiven Mittelfeldspieler Badelj. Badelj war aber noch einer der wenigen Spieler gewesen, die Ordnung ins Spiel gebracht hatten. Es dauerte nur 15 Minuten, da stand es 1:5. Fink gab sich wenig lernfähig. "Die Saisonziele werden nicht revidiert", sagte er nach dem Spiel.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Stuttgart gegen Leverkusen, alleine schon, weil das Spiel durch ein Eigentor entschieden wurde. Daniel Schwaab, der erst im Sommer von Leverkusen nach Stuttgart gewechselt war, grätschte den Ball ins eigene Netz. Das hat ihm sichtlich leid getan, auch in den Interviews nach dem Spiel versuchte er, sich irgendwie zu entschuldigen. Ansonsten war wenig los in der Partie, die eigentlich mehr versprochen hatte. Einige Stuttgart-Fans riefen noch "Bruno raus!". Am zweiten Spieltag.

Wer stand im Blickpunkt?

Jens Keller, der Trainer des FC Schalke, versucht offenbar mit dem Stöbern in Psychologie-Ratgebern den Erfolg zu erzwingen. Zu Saisonbeginn hatte er sich etwas Besonderes aus der Behaviorismus-Rubrik einfallen lassen: Kassiert seine Mannschaft einen Treffer nach einem Freistoß oder Eckball, würde sie eine vierstellige Summe bezahlen müssen. Umgekehrtes würde für den Fall gelten, dass sie selbst ein Tor nach einem Standard erzielt. "Es geht in erster Linie nicht um das Geld, sondern um die Konzentration", sagte der Sportdirektor Horst Heldt. Das ist schlecht, denn vom Geld haben die Schalker Spieler zu viel und Konzentration noch immer zu wenig. Die Wolfsburger schenkten ihnen gleich zwei Gegentore nach Ecken ein, schon am ersten Spieltag gegen den HSV hatten die Schalker ein Tor auf diese Weise hinnehmen müssen. Jens Keller sollte seine Spieler lieber auf eine Art konditionieren, wie es ihnen wirklich schmerzt. Vielleicht müssen sie sich beim nächsten Gegentor ein Tattoo entfernen lassen.