Der jamaikanische Sprinter Usain Bolt hat bei der Leichtathletik-WM in Moskau seine dritte Goldmedaille gewonnen. Bolt siegte am Sonntag mit Jamaikas Staffel über 4 mal 100 Meter in 37,36 Sekunden. Silber ging an die USA. Kanada gewann Bronze, nachdem das Team aus Großbritannien disqualifiziert wurde. Das deutsche Quartett mit Lucas Jakubczyk (Berlin), Sven Knipphals (Wolfsburg), Julian Reus (Wattenscheid) und Martin Keller (Leipzig) lief in 38,04 Sekunden auf Platz vier.

Bolt hatte in Moskau bereits Gold über 100 und 200 Meter geholt. Als er nun mit großem Vorsprung als Schlussläufer der jamaikanischen Staffel durchs Ziel kam, stand fest: Er hat Carl Lewis als erfolgreichsten Leichtathleten der WM-Geschichte abgelöst. Mit seinem insgesamt achten Titel bei Weltmeisterschaften – dazu kommen zwei zweite Plätze – konnte er Lewis (8-1-1) übertrumpfen.

"Mein großes Ziel war immer, eine Legende zu werden. Das habe ich schon letztes Jahr bei den Olympischen Spielen geschafft", sagte Bolt. "Jetzt versuche ich, noch so viele Goldmedaillen wie möglich zu gewinnen. Aber ich zähle die gar nicht mehr richtig mit."

Bolt denkt schon an den nächsten Rekord: "Ich sehe diese WM nur als ersten Schritt Richtung nächste Olympische Spiele", sagte er. "Ich will 2016 nach Rio de Janeiro reisen und dort alle meine drei Titel verteidigen." Auch in dieser Wertung bleibt Carl Lewis sein großer Rivale. Der Amerikaner hat bei Olympischen Spielen insgesamt neun Goldmedaillen gewonnen – Bolt steht erst bei sechs.