Bei mindestens sieben Fußballspielen von niederländischen Profimannschaften wurde nach Informationen der deutschen Justiz betrogen. Die Teams seien bei internationalen Begegnungen von 2009 bis 2013 benachteiligt worden, sagte der Bochumer Staatsanwalt Andreas Bachmann im niederländischen Fernsehen. Weitere vier Partien seien in den Niederlanden selbst verschoben worden.

Bei den internationalen Spielen wurde nach Angaben Bachmanns "teilweise auf Schiedsrichter eingewirkt", um Ergebnisse zu manipulieren. "Dadurch sind unseres Erachtens nach auch niederländische Mannschaften geschädigt worden." Um welche Partien es sich handelt, wollte der Staatsanwalt nicht sagen.

Bachmann, der jahrelang zum sogenannten Matchfixing im Fußball ermittelt, berief sich auf Beweise aus Telefonüberwachungen. Die deutsche Justiz habe auch in den Niederlanden mit Wissen der dortigen Behörden Telefone abgehört.