Die Eintracht lässt sich von den Fans in der Frankfurter Commerzbank Arena feiern. © Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Eintracht Frankfurt - Girondins Bordeaux 3:0 (2:0)

Eintracht Frankfurt ist mit einem starken Auftritt auf die internationale Fußball-Bühne zurückgekehrt. Durch Tore von Vaclav Kadlec (4. Minute), Marco Russ (16.) und Constant Djakpa (52.) gewannen die Hessen bei ihrem Europa-League-Comeback nach fast sieben Jahren hoch verdient gegen Girondins Bordeaux und holten damit den erhofften Auftaktsieg in der Vorrunden-Gruppe F. Die Mannschaft von Armin Veh überzeugte mit druckvollem Spiel und könnte im nächsten Spiel am 3. Oktober bei APOEL Nikosia schon einen großen Schritt in Richtung Zwischenrunde machen. Bei Girondins sah Lucas Orban in der 62. Minute die Rote Karte wegen einer Notbremse.

"Hurra, hurra, die Eintracht ist wieder da!", schallte es nach dem Spiel von den Tribünen. Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner sagte zufrieden: "Das ist begeisternd. Wie unsere Mannschaft und unsere Fans im ersten Spiel aufgetreten sind, das ist schon fantastisch. Das ist in diesem Jahr unsere Stärke, dass wir Ausfälle sehr gut kompensieren."

Dank ihres Neuzugangs Kadlec gingen die Frankfurter zum Auftakt schon nach vier Minuten in Führung. Der Tscheche nahm in stark abseitsverdächtiger Position den von Stefan Aigner vorgelegten Ball auf und schoss ihn an Cedric Carrasso im Tor der Franzosen vorbei in die Maschen. Es ist bereits das vierte Tor im vierten Spiel für Kadlec. Nachdem Tranquillo Barnetta (14.) eine große Gelegenheit zum 2:0 noch verpasst hatte, legte Russ wenig später bereits den Grundstein für den Sieg. Der Abwehrspieler verlängerte eine Hereingabe von Barnetta fast unbedrängt zum zweiten Treffer. Der in der Ligue 1 bis auf Platz 16 abgerutschte französische Pokalsieger fand lange überhaupt kein Mittel gegen die schwungvollen Angriffe der Eintracht.

Die Hessen blieben bei ihren Kontern aber jederzeit torgefährlich. Das mögliche 3:0 vergab kurz vor der Pause Takashi Inui (44.), dem bei seinem Solo Richtung Gäste-Tor der Ball versprang. Das Versäumte holte Djakpa sieben Minuten nach Wiederbeginn nach, als er einen Freistoß aus gut 20 Metern an der Abwehrmauer von Girondins vorbei ins Netz zirkelte. Nach dem Platzverweis für Orbán, der Aigner kurz vor dem Strafraum von den Beinen geholt hatte, dominierten die in der Bundesliga zu Hause nach zwei Partien noch punktlosen Hessen das Spiel fast nach Belieben. Allein die mangelnde Konsequenz im Abschluss verhinderte einen höheren Erfolg für die Frankfurter, die auch die Ausfälle von Leistungsträgern wie Meier oder Jan Rosenthal kompensierten.

Eintracht Frankfurt: Trapp - Zambrano, Jung, Anderson, Djakpa - Rode (69. Celozzi), Russ - Aigner, Barnetta, Inui (46. Flum) - Kadlec (81. Lakic)

Girondins Bordeaux: Carrasso - Faubert (46. Chalmé), Henrique, Bréchet, Orbán - Traore, Biyogo Poko (70. Ben Khalfallah), Sertic, Maurice-Belay (64. Poundjé) - Rolán, Jussiê

Schiedsrichter: Marriner (England)

Zuschauer: 44.000

Tore: 1:0 Kadlec (4.), 2:0 Russ (16.), 3:0 Djakpa (52.)

Gelbe Karten: Celozzi, Russ / Rolán, Traore

Rote Karten: - / Orbán (62./Notbremse)

Beste Spieler: Aigner, Barnetta / Sertic