Der Weltfußballverband Fifa und der russische Energiekonzern Gazprom schließen eine Sponsoren-Partnerschaft bis zum Jahr 2018. Besiegelt wurde die Zusammenarbeit auf einem Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und Fifa-Präsident Joseph S. Blatter in Sotschi, der Stadt der kommenden olympischen Winterspiele.

Als Fußball-Sponsor ist Gazprom durchaus umstritten: Sportaktivisten werfen dem Konzern vor, durch dessen wachsendes Engagement im Fußball als Marketing-Instrument des Kremls zu fungieren. Der russische Staat hält 50 Prozent und eine Aktie an dem Unternehmen und besitzt die Mehrheit der Sitze im Aufsichtsrat.

Gazprom ist seit 2012 bereits offizieller Sponsor der Uefa Champions League und des Uefa-Superpokals. In der Bundesliga wirbt Schalke 04 seit 2007 für Gazprom und erhält dafür inzwischen geschätzt sechzehn Millionen Euro im Jahr. Auch mit dem Champions-League-Sieger 2012, dem Premier-League-Klub FC Chelsea besteht eine Partnerschaft.

"Wie sich die Fußballfunktionäre einkaufen lassen, ist extrem traurig", sagt Viola von Cramon, die sportpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag. Sie kritisiert, der europäische Fußballverband Uefa und die Vereine nähmen das russische Geld gerne, hielten sich aber aus Menschenrechtsfragen heraus.