Wer spielt wann gegen wen?

FC Augsburg – Borussia Mönchengladbach (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Dortmund – SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)
Bayern München – VfL Wolfsburg
Bayer Leverkusen – Hannover 96
TSG Hoffenheim – Schalke 04
Hertha BSC – Mainz 05
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV (Samstag, 18.30 Uhr)
Werder Bremen – 1. FC Nürnberg (Sonntag, 15.30 Uhr)
Eintracht Braunschweig – VfB Stuttgart (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Hoffenheim gegen Schalke, weil bei diesem Spiel selbst Wladimir Putin zuschaut. Der russische Präsident ist Schalke-Fan. "Putin lobte uns ausdrücklich für den Transfer von Boateng", erzählte Schalke-Chef Clemens Tönnies in dieser Woche stolz wie Bolle der SPORT BILD. Man kann sich sofort vorstellen, wie Putin auf seinem Kreml-Sofa sitzt, den königsblauen Schal um die taigagestählten Schultern geschwungen, und über ein Boateng-Tackling jubiliert, bevor er sich das nächste Gesetz gegen Schwule oder Oppositionelle oder wen auch immer ausdenkt. Putins Leidenschaft für die Knappen könnte natürlich auch nur damit zusammenhängen, dass seine Kumpels von Gazprom jährlich viele, viele Rubel an die Ruhr rollen, damit der Bundesligist das miese Image des russischen Gasriesen weiß wäscht. Aber diese Behauptung nehmen wir sofort wieder zurück. Sonst kommen wir noch ins Arbeitslager.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Ähnlich aufregend wie ein Ausflug in die sibirischen Weiten war auch der DFB-Pokal in dieser Woche. Wo es früher noch legendäre Schlachten zwischen Dorftruppen und Millionärsklubs zu bestaunen gab, inklusive nervenzerfetzendem Elfmeterschießen, war am Dienstag und Mittwoch die größte Überraschung, dass der HSV mal wieder ein Fußballspiel gewonnen hat. Zudem war nur eines von 16 Spielen ausverkauft, den Pokal-Klassiker Wiedenbrück gegen Sandhausen sahen gar nur 1.807 Zuschauer. Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin – dieser Satz wird also immer weniger gerufen, nicht nur von FDP-Politikern. Die Fans von Mainz 05 durften ihn trotz des Pokal-Aus gegen Köln singen, sie fahren am Wochenende zur Hertha. Die schied übrigens ebenfalls aus.

Wer steht im Blickpunkt?

Die Spieler des Tabellenletzten Eintracht Braunschweig können einem in dieser Phase der Saison ja schon ans Herz wachsen. Weil sie so tapfer und leidenschaftlich die Rasen der Bundesliga-Stadien durchpflügen, immer auf der Suche nach einem mickrigen Tor, vom dem sie erst drei geschossen haben. Teile der Fans erscheinen dafür unangenehm. Die antifaschistische Gruppe Ultras Braunschweig wurde am vergangenen Wochenende beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach von anderen Eintracht-Fans verprügelt und rassistisch beleidigt. Die Fangruppe hat in der Braunschweiger Fanszene einen schweren Stand, seit sie vor einem Jahr in einer Broschüre über Rechtsextreme in der Kurve berichtete. Der Verein verurteilte die Angriffe vom Wochenende, kritisierte aber auch die Ultras Braunschweig. Warum? Weil sie "absprachewidrig in der Mitte des Stehplatzbereiches" erschienen seien.

Worüber werden nach dem Spieltag alle reden?

Über das Debüt von Bert van Marwijk, den neuen Trainer des Hamburger SV. Schon mit einem seiner ersten Sätze verursachte er viel Heiterkeit in Hamburg. Rafael van der Vaart sei "ein Liebhaber", sagte er. Kurze Pause, in der sich vor den inneren Augen der Zuhörer Silvie van der Vaart und Sabia Boulahrouz gegenseitig die Gucci-Taschen um die Ohren hauen. "Ein Liebhaber des Fußballs", präzisierte van Marwijk schnell. Mit Witz und Verstand also will der Neucoach den Chaosklub einnorden. Dabei bedient sich van Marwijk auch der Mittel der Psychologie. Seine Spieler sollen den Reiss-Test absolvieren, einen 128 Fragen umfassenden, umstrittenen Persönlichkeitstest. Die Probanden sollen auf einer Skala von +3 bis -3 auf Thesen antworten wie: "Ich will jeden Sex, den ich bekommen kann." Auch Fragen zur Beziehungsfähigkeit stehen auf dem Zettel. Rafael van der Vaart kann übrigens spielen.