Polizisten im Stadion : Schalke 04 legt Streit mit Innenminister bei

Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen wird nun doch Polizisten zu Schalker Heimspielen schicken. Für die Einigung musste der Klub seine Kritik abschwächen.

Der Schalker Fußballstreit ist beigelegt: Die nordrhein-westfälische Polizei wird beim nächsten Champions-League-Spiel wieder für Ordnung sorgen. Die Polizei werde die Ordner des Fußball-Bundesligisten unterstützen und im Stadion präsent sein, teilten Innenminister Ralf Jäger (SPD) und Schalkes Vorstandsmitglied Peter Peters nach einem Gespräch in Düsseldorf mit.

Nach Kritik aus dem Verein hatte Jäger am Donnerstag angekündigt, die Polizei werde vorerst nicht mehr in der Gelsenkirchener Arena und auf dem Stadiongelände präsent sein. Der Innenminister reagierte damit auf schwere Vorwürfe von Schalke 04. Bei der Partie gegen PAOK Saloniki am 21. August hatte die Polizei im Schalker Block Tränengas und Schlagstöcke eingesetzt; damit sollte eine drohende Eskalation der Auseinandersetzung mit griechischen Fans vermieden werden.

In der gemeinsamen Erklärung räumte Schalke ein, dass die Kritik des Klubs an dem Polizeieinsatz "in Wortwahl und Tenor zu scharf war". Die Sicherheitskonzepte sollten verbessert werden, um weniger Polizisten im Stadion einsetzen zu können. Peters zeigte sich in der Bild-Zeitung "überzeugt davon, dass wir ein tragfähiges Konzept für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Zukunft gefunden haben".

Schalke 04 spielt am Mittwoch in der Champions League zum Start der Gruppenphase gegen Steaua Bukarest, drei Tage später kommt es zum Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern.

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Kommentare

39 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

nein, ich rauche nicht...

Ja, Fußball ist ein privates Vergnügen!!!
Ich habe auch nichts dagegen, wenn Raucher mehr in die Gesundheitskassen einzahlen oder auch andere, die bewusst ihre Gesundheit aufs Spiel setzen und somit von der Solidargesellschaft leben...

Ich werde ja schließlich nicht dazu gezwungen ins Stadion zu gehen... Darüberhinaus ist das auch noch ein sehr lukratives Geschäft. Da werden Milliarden umgesetzt! Fußballer verdienen in einer Saison mehr als manche Menschen in einem ganzen Leben verdienen!
Warum können die Fußballvereine nicht ein paar Millionen bei den Gehältern einsparen und in ausreichend eigene Sicherheitsleute investieren, um ihr Hausrecht geltung zu verleien?
(in der Bahn und auf dem Weg zu den Stadien ist öffentlicher Raum... da muss dann leider die Polizei für Ordnung sorgen...)

Es ist bitter,

dass Sie eine Demonstartion mit einem Fussballspiel gleichsetzen.

Ja jede Kommertzille grossveranstaltung sollte die kosrten für polizei selbst tragen. Und das bezieht sich auch auf sowas wie castortransporte, nebenbei.

die gleichsetzung privatperson verein: Ihnen ist der unterschied zwischen präventiv und als opfer einer tat schon klar?

anhand ihrer hanebüchenen beispiel sieht man, sie versuchen zu rechtfertigen, was indiskutabel ist.

wer Steuern zahlt, hat recht

Wenn das Zahlen von Steuern einen Freibrief erklärt,
1. Warum ist dann Cannabis nicht schon lange legalisiert worden? Durch den legalen Verkauf könnte gut was an Steuereinnahmen in den Staatshaushalt fließen

2. Kann ich den Aufriss um Kampfhunde nicht verstehen. Deren Besitzer zahlen Hundesteuer und in die Krankenkassen. Somit tragen sie auch zu den Kosten der Polizeieinsätze und bei der medizinischen Behandlung der Kampfhundopfer bei...

somit ist ihr Argument ad absurdum geführt!

Darüber hinaus muss jeder Diskothekenbesitzer (egal wie groß seine Disko ist) und auch Festivalveranstalter selbst für Sicherheit sorgen!

Die Polizei hat im ÖFFENTLICHEN Raum für Recht und Ordnung zu sorgen. Im PRIVATEN Raum der Stadien, hat der Besitzer dafür zu sorgen, dass sein Hausrecht durchgesetzt werden.
Dann wären die Vereine vielleicht auch eher bereit verstärkt in die Prävention zu investieren.

.............

Ihre Aussagen werden doch genauso umgesetzt:

Cannabis und Pyrotechnik sind verboten.

In der Disco gibt es private Sicherheitsleute und im Stadion auch.

Ist der Sicherheitsdienst überfordert o. passieren Straftaten wird die Polizei zur Unterstützung gerufen. Das gleiche passiert im Stadion auch.

PS: der Aufriss um die "Kampfhunde" kann ich auch nicht verstehen, denn das Problem sind die Menschen, nicht die Hunde.