Wer spielt wann gegen wen?

Hannover 96 – Hertha BSC (Freitag, 20.30 Uhr)
FC Schalke 04 – FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – Borussia Dortmund
VfB Stuttgart – Werder Bremen
VfL Wolfsburg – Eintracht Braunschweig
Mainz 05 – TSG Hoffenheim
Bayer Leverkusen – FC Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr)
1. FC Nürnberg – Hamburger SV (Sonntag, 15.30 Uhr)
SC Freiburg – Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Bayern, das erste Spitzenspiel der Bundesliga-Saison. Oder bringt das sowieso alles nix? Man dachte ja schon vor dem Spiel am Dienstag: Na, jetzt kommt endlich mal ein echter Gegner für den FC Bayern! Manchester City, englischer Vizemeister, neulich erst den Lokalrivalen ManUtd mit 4:1 verhauen, und überhaupt fließen die Ölmillionen dort ja wie in Bayern das Weißbier. Doch Fußball spielten nur die Münchner. Und was für einen. Tolle Kombinationen, unvorstellbare Passquoten, eine Dominanz wie sonst nur gegen unterklassige DFB-Pokal-Gegner – der FC Bayern war so gut, dass man nun ein wenig Angst haben muss, den Münchnern gingen langsam die Gegner aus. Das Duell gegen Dortmund steigt erst Ende November. Nun also Bayer Leverkusen, das neue Trizekusen, das bis jetzt nur einen Punkt weniger als die Bayern hat. Bis jetzt.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Im immer herbstlicher werdenden Deutschland kann es einem ja auch schnell zu grau und kühl werden. Schön für die Mannschaften aus Freiburg und Frankfurt, dass sie die Europa League haben und unter der Woche zur Sommerverlängerung nach Andalusien und Zypern fliegen durften. Die Europa League macht's möglich. Leider vernachlässigen beide Klubs bei so viel mediterraner Abwechslung die heimischen Sportplätze. Am Sonntagabend treffen daher nur der Tabellen-Siebzehnte und -Dreizehnte aufeinander. Nach 90 Minuten ist dann aber wieder alles vorbei und beide können erneut von Sonne, Sandstrand und Tanz träumen.

Wer steht im Blickpunkt?

Kurz nach dem Tag der deutschen Einheit die Erstligisten aus dem Osten. Das Problem: Es gibt keine. Mit Union Berlin, Erzgebirge Aue, Energie Cottbus und Dynamo Dresden gibt es vier Zweitligisten und mit Rot-Weiß Erfurt, RB Leipzig, Hallescher FC, Chemnitzer FC und Hansa Rostock immerhin fünf Drittligisten. Keine schlechten Zahlen und einige Vereine machen seit vielen Jahren mehr richtig als falsch. Doch für die Bundesliga ist der Osten Terra Incognita, die Hertha zählt nicht, sie kommt aus West-Berlin. Mittelfristig hat der RB Leipzig am ehesten die Chance, in die Bundesliga aufzusteigen, ein künstliches Gebilde, das geschaffen wurde, um Werbung für Brause zu machen. Das zeigt, dass nicht, wie so gerne behauptet, prügelnde Fans, Misswirtschaft oder Sahra Wagenknecht das große Problem des Ostfußballs sind, sondern ganz banal fehlendes Geld.